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An einer Eibe gestorben???

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Frage zu Eibe (Taxus baccata)

Hi,

beim Googeln habe ich gelernt, dass es einen tödlichen Ausgang nimmt, wenn ich im Abstand von 5 Metern an einer Eibe (Taxus) vorbei gehe.

Aber im Ernst. Wie giftig sind denn nun die Eiben tatsächlich, die heute im GaLa-Bau verwendet und Garten- und Baumärkten angeboten werden. Ich meine insbesondere Säulen-Eibe (z.B. Taxus baccata 'Fastigiata Aureomarginata'), Kegel-Eibe (z.B. Taxus baccata 'Overeynderi'), Gemeine Eibe (z.B. Taxus baccata).

Worauf ich hinaus will ist, dass doch Eiben ebenso wie Lebensbaum etc. ein ganz normaler Standard ist im Verkauf als auch im Garten. Und wenn eine Apotheke besondere Giftstoffe unter gesonderten Verschluss halten muss, kann man sich nur schwer vorstellen, dass im Garten-Center Suizid-Bäumchen verkauft werden.

Ist es nicht eher so, dass sie zwar giftig im Sinne der Toxikologie sind, aber im normalen Umgang (Baumschnitt, mit der Haut vorbeistreifen, was halt so im Garten passiert) als unbedenklich eingestuft werden können?

Danke schon einmal zwinker

Gruß

Suiwababbial

05.04.2009 15:51 | geändert: 05.04.2009 15:51


Die Eibe ist in allen Teilen außer dem roten Samenmantel sehr stark giftig und eignet sich durchaus zum erfolgreichen (qualvollen) Suizid. Ausreichend sind eine Handvoll Nadeln oder Kerne, wobei man letztere jedoch zerbeißen muss. Dies betrifft auch die im Gartencenter erhältlichen Sorten.

Die Giftstoffe der Eibe müssen zur Wirksamkeit oral aufgenommen werden, eine Aufnahme durch die unverletzte Haut findet unseres Wissens nicht statt.

Trotzdem sollte man zum Pflanzenschnitt grundsätzlich immer Handschuhe (und beim Gehölzschnitt zusätzlich eine Schutzbrille) tragen. Nicht nur wegen der normalen Verletzungsgefahr durch spitze Zweige:

Es gibt zahlreiche und im Garten sehr häufige Pflanzen, deren Pflanzensaft bei Berührung giftig ist und sehr gefährlich werden kann, zum Beispiel von allen Wolfsmilch Arten (Euphorbien).

Manche Pflanzen braucht man nicht einmal zu verletzen, um schwerste Verbrennungen oder Allergien davonzutragen oder krebserregende Stoffe aufzunehmen, besonders berüchtigt dafür ist der Bärenklau (Herkulesstaude), aber es gibt auch etliche weitere Pflanzen, bei denen das Gift durch die unverletzte Haut aufgenommen werden kann, etwa der Eisenhut, der merkwürdigerweise auch noch oft als Schnittblume verkauft wird.

Etliche Giftpflanzen, die zum Tod führen können, werden von Jugendlichen als Biodrogen verwendet, beispielsweise die Engelstrompete, "Datura".

LG Gisi

Nützlicher Link:
Eibe als Giftpflanze gifte.de

07.04.2009 08:34 | geändert: 07.04.2009 08:34


Wie lange sind denn die Giftstoffe in abgeschnittenen Pflanzenteilen noch vorhanden, oder für Tiere beispielsweise Pferde Ponnys Schafe oder Ziegen gefährlich?

26.01.2010 21:15 | geändert: 26.01.2010 21:15


Ich nehme an, du fragst zu Fütterungszwecken. Ehrlich gesagt würde ich einem Tier nie eine Eibe füttern, da die Giftstoffe sehr stark sind und sich auch in allen Pflanzenteilen befinden.

Habe schon davon gehört, dass Pferde durch das Fressen von Eiben vergiftet wurden. Also hier ist wirklich vorsicht geboten. Lieber keine Eibe, würde ich sagen.

09.02.2010 12:59 | geändert: 09.02.2010 12:59


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