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Buchsbaumhecke zurückschneiden (zu hoch + zu breit geworden)

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Frage zu: Buchs (Buxus sempervirens)
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Wir haben eine Buchsbaumhecke von ca 130 cm Höhe.
Jetzt muß ein neuer Zaun ran und die Hecke muß erheblich gestutzt werden. Wie weit ist es möglich ohne die Hecke zu gefährden ?Und wann sollte man das unumgängliche tun ? Sicher muß sie in der Breite gestutzt weren. Erholt sie sich wenn sie weit ins Holz gestutzt wird ? Vieleicht kann jemand helfen ?

15.08.2008 11:11 | geändert: 15.08.2008 11:11


1. Wann schneiden:

Jetzt Mitte August (bis spätestens Ende August) ist der ideale Zeitpunkt zum Rückschnitt.

Wichtig: Bei regnerischem Wetter/bedecktem Himmel schneiden, da bei Sonne die Schnittstellen austrocken, und die Buchshecke durch die anschließende Verbräunung sonst längere Zeit unansehnlich ist (verwächst sich aber mit der Zeit auch wieder).

Zwischen Ende August und Spätherbst nicht schneiden, da es sonst zu einem Neutrieb kommen kann, der nicht mehr (vollständig) ausreift (verholzt) und dann erfrieren kann.
Ausführliche Informationen siehe auch Gehölzschnitt > Wann schneiden

2. Wie schneiden

2.1. Theorie:

Eine Buchshecke soll man normalerweise nur so tief bzw. weit zurückschneiden, wie die Triebe grüne Blätter haben, also nicht bis ins braune Holz.

2.2. Praxis:
Das macht man meist jedoch nur deshalb so, damit sie auch direkt nach dem Schnitt nicht verunstaltet aussieht. Buchs verträgt in der Regel auch einen Schnitt bis in altes Holz, es dauert jedoch manchmal sehr viele Wochen oder Monate, bis er wieder austreibt.

Buchs kann man zur Verjüngung oder bei Platzmangel normalerweise wie z.B. auch eine alte, innen verkahlte Hecke aus Eibe (Taxus) oder Rhododendron, die zu breit geworden sind, problemlos auch bis ins alte Holz zurückschneiden.

Das haben wir bei Buchshecken, die zu groß und breit geworden sind, weil sie längere Zeit nicht oder zu wenig zurückgeschnitten wurde, schon öfter gemacht, ebenso wie bei einem alten freiwachsenden Buchsbaum.

Achtung: Mangelhafte Vitalität und/oder extreme Kulturbedingungen können beim radikalen Zurückschneiden jedoch im Ausnahmefall grundsätzlich auch zum Absterben der Pflanzen führen. Ggf. empfiehlt es sich, den Schnitt zunächst weniger tief anzusetzen und ihn auf mehrere Jahre zu verteilen.

Im Zweifelsfall sicherheitshalber zunächst nur bis in *fast* altes Holz schneiden, d.h. bis auf die letzten vereinzelt vorhandenen Blätter, wie beispielsweise auch beim Lavendel.
Dazu nur an einer kleineren Stelle innen versuchsweise so weit zurückschneiden, wie man eigentlich vorhat, und den Rest der Buchshecke erst dann so weit nachschneiden, wenn dieser Teil ebenfalls wie vorgesehen wieder kräftig austreibt.

Buchs treibt in der Regel auch aus altem Holz wieder gut aus.


Buchs: Altes Holz mit Neutrieb
Großes Foto - Neuer Austrieb aus verkahltem Holz, alter Buchsbaum

Eine radikal zurückgeschnittene Buchshecke gut pflegen (nicht austrocknen lassen, am besten mulchen, abgestorbene Zweige direkt am Ansatz herausschneiden ohne Zapfen stehen zu lassen), damit sie so schnell wie möglich wieder schön aussieht.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Förster, GartenDatenbank.de Team

16.08.2008 13:02 | geändert: 16.08.2008 13:02


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