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Feigenbaum (Ficus carica) zu groß geworden - Rückschnitt

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Hallo,

ich habe einen relativ kleinen Garten und vor 2 Jahren einen Feigenbaum im Topf geschenkt bekommen. Diesen Feigenbaum habe ich in die Erde gepflanzt und nun wächst und wächst er immer weiter. Er trägt auch Früchte, wird aber langsam für meinen kleine Garten zu gross. Was kann ich tun?! Kann ich die Grösse der Pflanze in einem gewissen Umfang halten, wenn ich in wieder in einen Topf pflanze?! Oder muss ich ihn zwischendurch zurückschneiden?!
Ich danke im voraus für Ihre Hilfe!

Freundliche Grüsse!

Edith Henseler

04.09.2007 11:20 | geändert: 04.09.2007 11:20


Hallo Frau Henseler,

ja, den Feigenbaum können Sie im Wachstum bremsen, wenn Sie ihn in einen Kübel pflanzen. Er wächst dann wie alle Gehölze deutlich langsamer. Man kann den Kübel auch im Freiland einsenken, dann braucht man z.B. nicht so oft zu gießen.

Schnitt:
Sie können ihn auch nach Bedarf stark zurückschneiden, er verträgt normalerweise auch Radikalschnitt. Rückschnitt am besten im zeitigen Frühling (Februar, März). Da er am letztjährigen Holz (Triebe des Vorjahres) trägt, empfiehlt es sich dabei allerdings ggf. nicht *zu* radikal zu schneiden, da sonst die Ernte ausfällt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr GartenDatenbank.de Team
--
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07.09.2007 10:02 | geändert: 07.09.2007 10:02


Hallo GartenDatenbank Team,

Ich habe eine Frage.
Wie groß wird ein Feigenbaum?

PS:Bitte antwortet mir schnell.

Mit freundlichen Grüßen

Annika Braun

03.11.2007 18:51 | geändert: 03.11.2007 18:51


Hallo Annika,

ein Feigenbaum wird meist um die 3 m groß (Höhe und Breite). Wenn er sich an einem Platz wohl fühlt, kann er aber ohne weiteres auch 5 Meter hoch und breit werden.

Zur Wuchshöhe und Wuchsbreite siehe auch Feigenbaum Pflanzen-Daten.

Wuchsform oder Habitus (Höhe und Breite) von Pflanzen findet man übrigens schon toll in der Pflanzendatenbank Davesgarden.com.
Dazu am besten einfach bei Google z.B. "ficus carica davesgarden" eingeben, dann gelangt man normalerweise direkt auf die Seite:
Ficus carica (Feigenbaum) Pflanzendaten @ davesgarden.
Dementsprechend gibt es vereinzelt also sogar auch Feigenbäume bis zu 9 m.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr GartenDatenbank.de Team
--
PS: Wir hoffen, die Antwort kam schnell genug. Wenn es eilt, empfiehlt es sich immer, die Frage in einem Gartenforum und Pflanzenforum zu stellen.
(Wir halten uns lieber im Garten auf statt vor dem Computer und sind nur sporadisch online)

04.11.2007 08:12 | geändert: 04.11.2007 08:12


Ein Beitrag aus diesem Thread wurde in einen neuen Thread verschoben:

Feigenbaum im Kübel/als Kübelpflanze Wurzeln zurückschneiden

16.03.2008 19:11 | geändert: 16.03.2008 19:11


Hallo,

vor 3 Jahren habe ich mir einen Feigenbaum im Kübel zugelegt, damals war er 1m hoch, mittlerweile sind es über 2 m!
Nächstes Jahr ist er sicher schon so groß, dass ich ihn nicht mehr ins Winterquartier einräumen kann.
Die Feige wurde wohl an einem geraden Stamm mit drei Trieben "veredelt" diese drei Triebe wachsen munter weiter, der untere Bereich verkahlt aber logischerweise. Von der Wurzeln her ist letztes Jahr ein weiterer Trieb gewachsen.

Meine Frage: Kann ich diese drei Haupttriebe ins alte Holz zurückschneiden und wenn ja wie weit? Wird sie da wohl wieder so kräftig austreiben, oder steckt sie dann womöglich die Energie in den kleinen Trieb aus den Wurzeln?
Ich habe Sorge, dass ich sie verunstalten könnte, da sie doch so schön ist. Ich sehe aber auch, dass diese drei besagten Triebe und der Hauptstamm für ihre Größe recht dünn sind. Feigenbäume aus dem mediterranen Raum sind bei der Größe schon sehr kräftig, wahrscheinlich liegt das bei mir daran, dass sie zu schnell wächst.

Fotos:




Danke und LG
Maja

02.05.2009 12:25 | geändert: 02.05.2009 12:25


Ja, Du kannst die 3 Triebe bis auf wenige Augen ins alte Holz zurückschneiden - praktisch ein Radikalschnitt wie bei Rosen zur Verjüngung. Die Bildung neuer Feigen fällt jedoch danach in der Regel für mehrere Jahre aus, da beim Feigenbaum neue Triebe noch nicht blühen und fruchten.

Um wieder eine vernünftige Wuchsform zu erhalten, schneidet man kurz über einer nach außen stehenden Knospe ("Auge") zurück (meist der 2.-3. von der Verzweigung an), in diese Richtung wächst dann der neue Trieb (sonst ggf. unerwünscht nach innen).
Kann man kein Auge erkennen (meist nur ein unscheinbarer Quer-Strich, "schlafendes Auge"), schneidet man einfach irgendwo (aber etwas weniger tief als eigentlich beabsichtigt) und kürzt den Stummel auf etwa 1/2 cm schräg ein, sobald der Neutrieb erkennbar wird.

Bei einem solchen Schnitt gibt es bei der Feige nur selten Probleme, es gilt jedoch immer:
Mangelhafte Vitalität und/oder extreme Kulturbedingungen können beim radikalen Zurückschneiden im Ausnahmefall grundsätzlich auch zum Absterben der Pflanzen führen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, den Schnitt zunächst weniger tief anzusetzen und ihn auf mehrere Jahre zu verteilen.

Um einen solchen Radikalschnitt zu vermeiden, kann man auch - am besten natürlich von vornherein - versuchen, einen Baum mit einem Ableitungsschnitt in der Größe zu begrenzen, siehe dazu unsere Anleitung Ableitungsschnitt Baum einkürzen, zurückschneiden (zu groß)

Bei der gezeigten Feige muss es sich übrigens nicht unbedingt um eine Veredelung handeln, denn das macht man bei Feigen normalerweise nicht.

Man kann jeden Strauch und auch viele Kletterpflanzen als Bäumchen mit einem Stamm ziehen, indem man einfach alle Seitentriebe bis zur gewünschten Stammhöhe entfernt, siehe z.B. auch Blauregen als Hochstamm ziehen - Anleitung (Glyzinie)

Je nachdem wie stabil die Zweige und somit später der Stamm ist, ist dies natürlich immer heikel und daher brauchen Hochstämmchen sehr oft eine Stütze, da sie sonst leicht Schaden nehmen können. Das gilt oft auch für einen Feigenbaum mit Stamm im Kübel.

Den kleinen Wurzelaustrieb sollte man besser entfernen, indem man ihn direkt am Boden abschneidet, ohne Stummel stehen zu lassen, er beeinträchtigt ja die Wuchsform als Hochstamm und auf jeden Fall die Symmetrie.

Gruß Sven, GartenDatenbank.de Team
--
Verwandte Seite:
Gehölzschnitt: Wann, wie und warum schneiden
(Einmal verstehen und dann *alle* Gehölze richtig schneiden können)

03.05.2009 17:57 | geändert: 03.05.2009 18:01


Hallo Sven,

danke für deine ausführliche Antwort und auch dafür, dass du noch speziell auf den Trieb eingegangen bist.

Zu dem Wurzeltrieb habe ich noch zwei Fragen:

1. ausgepflanzte Feigen wachsen generell sehr buschig, auch mit vielen Wurzelausläufern. Sollte man diese dann auch entfernen, oder rätst du mir die Entfernung des Triebes an meiner Feige, damit sie nicht irgendwann völlig außer Form gerät und womöglich im Kübel umkippt. Mit anderen Worten: "soll" eine Feige ausgepflanzt buschig wachsen, oder tut sie es, weil die Besitzer sie falsch pflegen/schneiden?

2. Siehst du eine Chance, dass ich den Trieb separat bewurzelt bekomme? Ich hatte schonmal geschaut, eigene wurzeln hat er nicht, kommt direkt vom Stamm. Im unteren Bereich ist sie ordentlich verholzt.

Da fällt mir ein: Veredelung hatte ich geschrieben, weil diese drei Haupttriebe so auffällig im gleichen Winkel vom Stamm weggehen, und zumindest die unteren beiden haben sowas wie eine "nahtstelle".

Sorry für den langen Text lächel

Schöne Grüße

03.05.2009 18:22 | geändert: 03.05.2009 18:22


Feigen im Freiland wachsen zumindest im Mittelmeerraum sowohl als Baum mit einem einzelnen dicken Stamm wie z.B. bei uns ein normaler Apfelbaum, als auch als mehrstämmiger Baum oder auch als Busch (von unten an verzweigt). Von Natur aus macht er das wohl wie er gerade lustig ist bzw. vielleicht, was nach Standort jeweils aus irgendwelchen Gründen für ihn gerade günstiger ist. An windigen, exponierten Plätzen wächst es sich besser als Busch, zwischen anderen Büschen ist es wiederum praktischer als Baum zu wachsen und die anderen zu überragen. Wie er wachsen soll, kann man also auch selbst entscheiden.

Nach unserer Meinung sehen gleichmäßig verteilte Hauptäste oder Stämme am schönsten aus, und so wächst der Feigenbaum auch am stabilsten gegen Umkippen.

Ein von unten verzweigter Busch kippt naturgemäß insbesondere im Kübel weniger leicht um als ein Baum. Wenn Du den Trieb unten wachsen lässt, kann es auf der Seite zum Übergewicht kommen. Du kannst den Baum natürlich auch zum Busch umerziehen, wahrscheinlich kommen später auch in andere Richtungen von unten noch neue Triebe, wo man dann wie in einer Baumkrone nur einige gleichmäßig verteilte stehen lässt und alle überzähligen (Wurzel- oder Stammaustriebe) entfernt. Bei zu dichtem Wuchs verkahlen sie schneller von unten her.

Sollte es sich aber ausnahmsweise doch um eine veredelte Feige handeln, ist das untere ein Wildtrieb aus der Unterlage, der die aufgepfropfte Edelfeige oben bald überwuchern wird, sodass man ihn schon deshalb abschneiden muss (direkt am Ansatz).

Du kannst aus ihm Stecklinge schneiden (ca. 10 cm lang). In Blumenerde in einem sehr hellen Zimmer aber ohne direkte Sonne bewurzeln sich bei einer Bodentemperatur von etwa 20 Grad C sowohl grüne als auch halbverholzte Stecklinge beim Feigenbaum meist leicht. Einmal angießen, dann nicht mehr gießen, nur nicht völlig austrocknen lassen, spätestens innerhalb von 2 Monaten bewurzeln sie sich in aller Regel (erkennbar an neuem Austrieb). Blattspreiten bis auf kleine Reststücke abschneiden, damit die Stecklinge daraus nicht zu viel Wasser verdunsten.

Den Feigenbaum kannst Du übrigens auch als Bonsai halten, siehe auch Echte Feige als Bonsai.

Vielleicht wächst Deiner so schnell, weil Du ihn zu warm überwintert hast, als mediterrane Pflanze braucht er es eigentlich so kalt wie möglich, nur gerade so frostfrei. Evtl. auch etwas weniger gießen und düngen.

LG Gisi, GartenDatenbank.de Team

07.05.2009 17:09 | geändert: 07.05.2009 17:09


mein feigenbstrauch ist ca 3-4m hoch,er bekommt immer neue früchtedie aber nicht reif werden.kann ich die zweige kürzen?

04.11.2009 10:54 | geändert: 04.11.2009 10:54


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