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Glossar Garten - Was ist eigentlich... (Fachbegriffe)

Letzte Aktivität 16.Oktober 2015: Glossar Garten - Was ist eigentlich... (Fachbegriffe)

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Ergänzung zu Garten FAQ

Glossar Garten - Was ist eigentlich... (Fachbegriffe)

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2015

Die meisten Fachbegriffe findet man inzwischen sehr gut erklärt bei Wikipedia:
Einfach das gesuchte Wort anhängen, z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Trugdolde oder http://de.wikipedia.org/wiki/Blattspreite usw.

Hier gibt es eine frühere Übersicht der Begriffe, die bei uns besonders gefragt wurden.

Inhalt

Die wichtigsten Fachbegriffe A - Z für Gärtner und Botaniker
Phänologische Jahreszeiten

01.07.2002 16:44 | geändert: 16.10.2015 15:09


Die wichtigsten Fachbegriffe A - Z für Gärtner und Botaniker

Achselknospe

Knospe im Winkel Stängel-Blatt oder Haupttrieb-Seitentrieb

Adventivknospe = (schlafendes) Auge

Ruhende Knospe an einem Knoten (häufig verdickter Punkt an Stängel oder Wurzel, aus dem sich Triebe, Blätter oder Blüten entwickeln), häufig unsichtbar (Foto Adventivknospe, "Auge")

Arboretum

Gehölzanpflanzungen zu Studienzwecken

Art (Species) - Sorte - Gattung - Familie - Hybriden

Arten sind Gruppe von Individuen, die sich fruchtbar fortpflanzen. Der Artname besteht aus 2 Wörtern, von denen das erste der Gattungsname ist und groß geschrieben wird.

Sorten sind Varianten von Arten. Der Sortenname wird groß und in einfachen Anführungszeichen geschrieben.

Gattungen (Genus, Genera) sind Gruppen von Arten mit gemeinsamen Merkmalen (Gattungsnamen werden groß geschrieben)

Familien sind Gruppen von Gattungen mit gemeinsamen Merkmalen. Familiennamen enden auf -aceae

Hybriden sind Kreuzungen zwischen unterschiedlichen Arten oder Gattungen


Astring

Ringförmige Verdickung der Astansatzstelle am Stamm, nicht immer erkennbar, Foto Astring.

Ausreifen

= Verholzen (->Winterschutz)

Baum vs. Strauch

Gehölz mit einem oder wenigen Stämmen und verzweigter Krone (<->Strauch: Gehölz mit vielen Stämmen, die sich in Bodennähe verzweigen.)

Chimäre

Mischwesen, bezeichnet nach den Geschöpfen aus der griechischen Mythologie. Genetisch uneinheitliches Individuum, das nur äußerst selten vorkommt, nebeneinander Gewebeschichten mit Originalzellen beider Elternteile enthält (Periklinal-Chimäre) und aus einem Sport (Spielart, plötzliche Knospenmutation in einem einzelnen Nebenspross) entstanden ist. Der Sport ist nicht homogen, sondern ein Mosaik (=Verschiedene Zellen nebeneinander), daher können solche Chimären nur durch Veredelung vermehrt werden. Beispiele: Korkenzieherhasel (Corylus avellana 'Contorta'), Chimären-Goldregen (+Laburnocytisus adamii) und die weiße Buschmalve Lavatera 'Barnsley'.
Siehe auch Was ist eine Chimäre?

Dornen vs. Stacheln

Holzauswüchse (lassen sich schwer entfernen) (<-> Stacheln: Rindenauswüchse, lassen sich leicht abbrechen)
(Rosen haben Stacheln, Stachelbeeren haben Dornen)

FAQ, FAQs

Liste mit häufigen Fragen (engl.: frequently asked questions) und Antworten darauf. Zum Beispiel Garten FAQ oder Pflanzen Schädlinge & Krankheiten (Pflanzenschutz-FAQ)

Frucht

Reifer Fruchtknoten, Blüte bei Samenreife

Fungizid

Chemisches Pilzbekämpfungsmittel

gegenständig vs. wechselständig

paarig gegenüberstehend (<-> wechselständig: einzeln stehend)

Gemüse vs. Obst

Essbare Teile krautiger Pflanzen (<-> Obst: Essbare Früchte und Samen einheimischer* Gehölze oder Halbsträucher
*anderes Obst aus Südregionen: Südfrüchte)

Halbschatten

hell, aber keine volle Sonne

Halbstrauch

nur an der Basis verholzt

Häusigkeit

Häusigkeit ist die Verteilung der Geschlechter auf Pflanzen. Bei zweihäusigen Pflanzen (diözisch/Diözie) gibt es "Männchen" und "Weibchen": Eine Pflanze hat dann entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten. Bei Einhäusigkeit (monözisch/Monözie) gibt es männliche *und* weibliche Blüten auf einer Pflanze. Bei dem typischen Beispiel für die Blüte in der Schule wie etwa der Tulpe ist die Blüte dagegen zwittrig: Es gibt sowohl männliche Fortpflanzungsorgane (Staubblätter) als auch weibliche (Fruchtblätter ->Fruchtknoten/Griffel/Narbe).
Siehe auch Häusigkeit (mit Fotos)

Herbizid

Chemisches Unkrautbekämpfungsmittel

Humus

Organische Stoffe im Boden, die sich langsam zersetzen.

Jahreszuwachs

Jahreszuwachs, Wuchskraft, Wuchsform, Höhe / Breite können nie exakt angegeben werden, da abhängig von diversen Faktoren:
Standort/Pflege (z.B. Licht, Wasser, Nährstoffe) und Witterungsverhältnissen

immergrün vs. wintergrün

Die Blätter fallen erst nach mehreren Vegetationsperioden ab, nicht erkennbar, da nicht alle gleichzeitig; z.B. Buchsbaum (Buxus sempervirens) u.v.a.
(<->wintergrün: Die Blätter fallen beim Austrieb der neuen Blätter ab (<->immergrün); seltener; z.B. Liguster (Ligustrum vulgare), Duftheckenkirsche (Lonicera fragrantissima), Feuerdorn (Pyracantha); halbwintergrün:in rauen Wintern werden die Blätter abgeworfen)

Kallus und Kambium

Wundgewebe, das sich bei Verletzungen aus dem Kambium bildet, sich über die Wunde schiebt und sie verschließt. Das Kambium ist eine Gewebeschicht aus teilungsfähigen Zellen;
für Dicken- und Längenwachstum von Stamm und Wurzel;
bei Verletzungen für Wundgewebe (Kallus), das diese überwallt.

Kalthaus

ungeheizter, aber frostfreier Raum, z.B. Garage;
hell für Immergrüne, auch dunkel für Laubabwerfende

Mulch

ca. handhohe Schicht aus kleingeschnittenen Pflanzenresten, auch Grasschnitt (ggf. vorher etwas antrocknen lassen!), Bananenschalen usw.;
zur besseren Optik oben Schicht Holzhäcksel

Ruderalpflanzen

Pflanzen, die auf stickstoffreichen Schutzplätzen gedeihen/offen gehaltene vorübergehend ungenutzte Flächen.
Siehe auch Ruderalpflanzen

Scheinfrucht, Scheinfrüchte

Fruchtfleisch wird nicht aus den Fruchtblättern, Fruchtknoten gebildet, sondern
z. B. aus Blütenboden (Malus, Apfel) oder überhaupt nicht von der Elternpflanze/Blüte, sondern vom Samen selbst (Taxus, Eibe).

Sport

Spielart, plötzliche Knospenmutation in einem einzelnen Nebenspross. Der Sport ist nicht homogen, sondern ein Mosaik (=Verschiedene Zellen nebeneinander), daher können Pflanzen-Sorten, die aus einem Sport entstanden sind, sogenannte Chimären, nur durch Veredelung vermehrt werden. Beispiele: Korkenzieherhasel (Corylus avellana 'Contorta'), Chimären-Goldregen (+Laburnocytisus adamii) und die weiße Buschmalve Lavatera 'Barnsley'.
Siehe auch Was ist ein Sport?

Staude

Mehrjährige Pflanze, deren oberirdische Teile meistens im Winter absterben und aus dem Wurzelballen neu austreiben;
krautig (=nicht verholzend; <-> Gehölz: Baum oder Strauch);

die meisten Stauden werden direkt nach der Blüte sehr stark (ca. handhoch / auf um 5 cm Höhe) zurückgeschnitten, Spätblühendes erst im folgenden Frühjahr, denn abgestorbene Triebe sind der beste Winterschutz.

Wasserschosse

massenhaft steil nach oben wuchernde Triebe nach starkem Rückschnitt

Weiteres auf eigenen Seiten

Veredelung

01.07.2002 16:46 | geändert: 16.10.2015 15:07


Phänologie - phänologische (natürliche) Jahreszeiten

Einteilung der Botaniker

Winter: XII, I, II

Ende November - Mitte Februar (E11-M2)
ab Lichtmess (2. Februar) werden die Tage wieder merklich länger

Vorwinter - Warmlufteinbruch - kälteste Wochen ab Neujahr

Schneeheide (Erica carnea),
Winterjasmin (Jasminum nudiflorum),
Zaubernuss (Hamamelis spec.)

Vorfrühling: III

Mitte Februar - Ende März (M2-E3)

Beginn: Tag, an dem sich die Blütenblätter der Schneeglöckchen abspreizen;
Ende: Salweidenkätzchen pollengelb

Winterling (Eranthis hyemalis),
Schneeglöckchen (Galanthus nivalis),
Haselnuss (Corylus avellana),
Salweide (Salix caprea)
Frühblüher wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im März

Erstfrühling: IV

Ende März - Mitte April (E3-M4)

Beginn: Laubaustrieb Stachelbeere,
Ende: Birnbaumblüte

Forsythie (Forsythia),
Buschwindröschen (Anemone nemorosa),
Echte Schlüsselblume (Primula veris);
Löwenzahn (Taraxacum officinale);
Frühlingsblumen wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im April

Kartoffeln werden bestellt, Hafer geht auf, Blüte Kirsche, Pflaume, Spitzahorn, Schlehe, Austrieb Laubbäume, Vieh auf Weide, Brutzeit viele Vogelarten (Spatz, Buchfink, Grünfink, Meisen, Lerchen, Stelzen Zaunkönig, Rotkehlchen, Star, Elster)

Vollfrühling: V

Mitte April - Ende Mai (M4-E5)

Beginn: Blüte erste Apfelsorten
Ende: Blüte Wiesenfuchsschwanz
Letzter Frosttermin: Anfang April-Ende Mai

Blüte
Flieder,
Rosskastanie,
Rhododendren,
Magnolie,
Goldregen,
Dichternarzisse,
Tränendes Herz,
Pfingstrosen,
Blaukissen,
Gänsekresse,
Steinkraut,
Teppichphlox,
Schleifenblume
Frühlingsblüher wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im Mai

Kartoffeln gehen auf

Frühsommer: VI

Ende Mai - Ende Juni (E5-E6)

Beginn: Blüte Winterroggen (Holunder, erste Rosen)
Ende: Blüte Sommerlinde (Blüte Frühkartoffeln, Reife Stachel-/Johannisbeeren)

Schafskälte: Ende Juni
Sonnenwende: 21.06.
Johanni: 24.06. (Ende Ernte Spargel / Rhabarber)

Hochsommer: VII

Anfang Juli - Mitte August (A7-M8)

Beginn: Blüte Madonnenlilie, Wegwarte
Ende: Ernte Winterweizen, Blüte Calluna

Blüte
Phlox,
Stockrosen,
Lavendel,
Spätkartoffel

Spätsommer: VIII

Ende Juli - Ende August (E7-E8)

Beginn: Blüte Calluna, Reife Ebereschenfrüchte / Vogelbeeren, Haferernte
Ende: Blüte Dahlien, Sonnenhut

Hundstage (E VII- E XIII): Sternbild des Großen Hundes mit Fixstern Sirius rückt bes. nah an die Erde
Reife frühe Birnen- und Apfelsorten

Nach der großen Hitze Beginn beste Pflanzzeit für Gehölze, Stauden

Frühherbst: IX

(Altweibersommer)

Ende August - Mitte September (E8-M9)

Beginn: Blüte Herbstzeitlose
Ende: Reife 'Hauszwetschke' (nur diese Sorte!), reife Kastanien fallen vom Baum

Charakteristisch: Tausende kleiner Spinnen lassen sich an zarten Fäden von den Bäumen ab und mit dem Wind in neue Lebensräume tragen
Reife mittelfrühes Kernobst, Holunder, Heckenrose, Hagebutte;

Blüte
Kissenastern,
hohe Astern,
Herbstanemonen

Vollherbst: X

Mitte September - Ende Oktober (M9-E10)

Beginn 1. Hälfte (M IX - A X): Rosskastanien
Beginn 2. Hälfte (A X - E X): Aussaat Winterweizen
Ende: Blattfall Kernobst

Reife Eichen-, Buchenfrüchte, Walnüsse (wenn sich Hüllen vom harten Kern lösen), Verfärbung Blätter großer Laubbäume;

Blüte
Gartenchrysanthemen;

Eichhörnchen legt Wintervorrat an Nüssen in Verstecken an, Igel frisst sich Fettschicht an, Zugvögel sitzen auf gepackten Koffern zur Reise in den Süden;
Laubfall

Spätherbst: XI

Ende Oktober - Ende November (E10-E11)

Beginn: Blattfall
Ende: Ende Feldarbeiten, Blattfall Straßenbäume

Blattfall Wildgehölze; riesige Laubhaufen (=federweiche Sprungkissen für Kinder lächel, Mulch!)
Zwischen Laubfall und Dauerfrost: Pflanzzeit für Gehölze, Stauden

Advent: XII

Rückzugsbewegung ins Innere - äußere Ruhe

Siehe auch: Garten rund ums Jahr

01.07.2002 16:48 | geändert: 16.10.2015 15:14


Letzte Änderungen und Ergänzungen auf dieser Seite

16. Oktober 2015
Alte statische Seite in Datenbank übernommen, Seite teilweise überarbeitet.

Weitere Informationen

Garten FAQ
Garten rund ums Jahr

01.07.2002 16:49 | geändert: 16.10.2015 13:29


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