Google-Anzeige

Mallorca Radtour - Eine Woche Mallorca per Rad. Reisebericht

Mallorca Radtour - Eine Woche Mallorca per Rad im April. Reisebericht und Bilder (Fahrradtouren im Frühling) von Nicole Haupt.

Google-Anzeige

Ergänzung zu Mallorca per Rad | English Version: Mallorca Cycling Tour - One Week Mallorca by Bike. Trip Report

1 Woche Mallorca per Rad

Vorab

Die Idee zu meiner Mallorca-Rad-Rund-Tour begann sich im vorigen Jahr zu entwickeln, als ich erfuhr, dass Mallorca nicht nur Strand und Ballermann, sondern auch Natur, Kultur und Freizeitaktivitäten wie Wandern und Radfahren bietet.
Im Februar dieses Jahres recherchierte ich dann im Internet und versuchte, eine organisierte Radreise für die Woche nach Ostern zu finden. Dabei gelangte ich auf die Homepage von Mallorquin-Bikes und stellte nicht nur fest, dass sie Tourenangebote, sondern auch noch Stevens-Räder zur Ausleihe im Angebot hatten. Bei einem Anruf bei Anke Pfaff erfuhr ich, dass es zu meiner Reisezeit leider keine weiteren Interessenten und somit keine Radelgruppe gab.
Mallorca wollte ich mir damit noch nicht aus dem Kopf schlagen und buchte kurz entschlossen einen Flug. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch an festes Quartier und Tagestouren, einen geordneten Ablauf und wenig Risiko. In den folgenden Wochen entwickelte sich aber immer klarer der Wunsch nach mehr Spontaneität in der Reisegestaltung, so dass ich schließlich am 26. April 05 mit Rucksack, Radtaschen und Flugticket von Berlin aufbrach.

Ankunft - Palma de Mallorca

Vom Flughafen ging es problemlos nach Palma, auch der Busbahnhof an der Placa d-Espanya war nach einigem Durchfragen zu finden. Der Bus nach Cala d'Or (wo ich das Rad ausleihen wollte) war gerade abgefahren, so dass ich bis 13 Uhr noch fast 3 Stunden überbrücken musste. Da es weder am Bus- noch am Zug-Bahnhof eine Aufbewahrungsmöglichkeit für meine Radtasche gab und ich durch diese doch ziemlich gehandikappt war, beschloss ich, mir für die Zeit in Palma auch ein Rad zu leihen. Dieses bekam ich an der Placa Grande. Letztendlich erwies sich die größere Bewegungsfreiheit in Palma als großer Gewinn, denn so konnte ich nicht nur die Innenstadt besichtigen, sondern auch gleich noch ein Stück des kilometerlangen Strandradweges abfahren.


Mallorca
Bild Datum: 2005-04-11 | Foto ID: 2005070110

Im Bus nach Cala d'Or

Um 13 Uhr ging es dann gemütlich in einem vorwiegend von Einheimischen genutzten Linienbus nach Cala d'Or. Erste - positive - Eindrücke Mallorcas steigerten die Vorfreude auf eine schöne Urlaubswoche.

Mallorquin Bikes

Im Laden von Anke und Johannes Pfaff wurde ich nicht nur sehr freundlich empfangen und mit Informationen über Tourenmöglichkeiten versorgt, sondern auch von dem Fahrradmonteur mit einem wunderbaren gefederten Stevens-Tourenrad ausgestattet.

Cala d'Or

Im Ort besorgte ich mir noch die Kompass-Karte 230 von Mallorca, die während der Tour mein liebstes Stück wurde. Hier ist jeder Rad- und Feldweg eingezeichnet, und selbst mit weniger guter Orientierung kommt man im allgemeinen dort an, wo man hinmöchte.
Der Strand von Cala d'Or war wunderschön und lud zum Baden ein.


Strand von Cala d'Or.
Bild Datum: 2005-04-11 | Foto ID: 2005070111

Felanitx

Mein Ziel für diesen ersten Tag war Felanitx, ca. 30 km von Cala d'Or entfernt. Das heißt, eigentlich war mein Ziel das Kloster Sant Salvador. Hier wollte ich übernachten. Den Weg nach Felanitx suchte ich mir auf meiner neuen Karte. Grob stimmte der Weg dann auch. Er führte konsequent bergauf. Zwischendurch gab mir eine Spanierin, die hier wohnte, zu verstehen, dass dieser Weg allenfalls zu Fuß, aber niemals mit dem Rad zu bewältigen wäre. Den ganzen Weg zurück! - so schnell wollte ich auch nicht aufgeben! Und einen Weg, den man zu Fuß schafft, schafft man im Zweifelsfall auch, indem man sein Rad schiebt. Also machte ich mich- teils fahrend, teils schiebend - auf den Weg. Die schöne Landschaft belohnte mich für meine Mühen.


Weg nach Felanitx mit Schafen am Fuß eines gelb blühenden Berges.
Bild Datum: 2005-04-11 | Foto ID: 2005070112

Nach ca. 1 Stunde kam ich auf einen asphaltierten Weg, der links bergauf, rechts bergab führte. Ich entschied mich für bergab und genoss diese Fahrt, die mich zunächst auf die Hauptstraße Portocolom - Porreres und schließlich nach Felanitx führte. Hier gelang es mir auch wieder, mich zu orientieren, und der Weg zum Kloster Sant Salvador war ausgeschildert.

Das Kloster Sant Salvador

Von der Hauptstraße zwischen Felanitx und Portocolom geht eine kleinere Straße rechts ab zum Kloster Sant Salvador. Nach ca. einem Kilometer relativ ebener Strecke taucht ein Straßenschild mit der Entfernungsangabe 5,5 km auf. Jemand hatte schon verbessert: 5,7. Wie pingelig, dachte ich. Nach dem Aufstieg war mir klar, dass auch 0,2 km hier schon ins Gewicht fallen. Außer Atem kam ich schließlich oben an. Das Kloster selbst und die herrliche Aussicht nahm ich kaum wahr.
Glücklicherweise bekam ich hier ein Zimmer (eine kleine nette Klosterzelle) für die Nacht. Duschen konnte ich zwar nur kalt, da ich die Bedienung des Warmwasserbereiters nicht gleich begriff, und zum Abtrocknen fehlte mir das Handtuch. Auch gab es keine Bettwäsche und ich musste in Klamotten schlafen, aber ich war glücklich und schlief wunderbar tief und selig.

Der Morgen danach

Nach dieser Nacht konnte ich nun - während ich auf die freundliche Dame vom Vortag wartete - endlich die schöne Aussicht wahrnehmen.


Aussicht vom Kloster Sant Salvador.
Bild Datum: 2005-04-12 | Foto ID: 2005070113

Da die Dame gar nicht auftauchte, legte ich das Geld aufs Bett und fuhr los.

Auch das Bergabfahren ist eine Sache der Übung. Bei dieser ersten steilen Abfahrt zog ich zunächst das Laufen und Schieben vor. Ca. 2 km lief ich so den Berg hinunter bis mir klar wurde, dass das ja wohl verrückt war. Also nahm ich meinen Mut zusammen und rollte – schließlich immer schneller – hinunter. Je weitläufiger die Kurven und je gerader die Straße, desto mehr Spaß machte es natürlich, bis ich mich sogar zu einer Geschwindigkeit von 49 kmh steigerte.

Markttag in Sineu

Meine Tagestour an diesem Tag führte mich zunächst von Felanitx in Richtung Villafranca. Hier fand ich einen ruhigen Feldweg, der durch eine ebene, fruchtbare Gegend führte.


Am Weg nach Villafranca.
Bild Datum: 2005-04-12 | Foto ID: 2005070114

In Villafranca war gerade Markttag (Mittwoch), nichts umwerfendes, aber Gelegenheit, Obst, Käse und Wasser zu erwerben. Die mallorquinischen Orangen sollten in den folgenden Tagen meine Hauptnahrungsquelle darstellen. Sie sind unglaublich lecker.
Von Villafranca ging es über Sant Juan nach Sineu, wo mittwochs ein bekannter und großer Markt stattfindet. Er befindet sich rund um die Kirche und in den kleinen Gassen der Innenstadt, ist daher sehr malerisch, aber auch touristisch ausgeprägt.


Markttag in Sineu.
Bild Datum: 2005-04-12 | Foto ID: 2005070115

Im Landesinneren

Von Sineu ging es querfeldein nach Montuiri (einem hübschen kleinen Ort), dann nach Algaida, von dort nach Randa.

Sowohl in Randa als auch in Porreres und in Montuiri gibt es Klöster, in denen man - angeblich - übernachten kann. Aber entweder wurden sie gerade umgebaut oder sie vermieteten keine Zimmer oder es gab dort niemanden. So musste ich mich schließlich in der Dämmerung zu einem Hotel durchfragen. Dies befand sich ca. 1 km hinter Montuiri und war sehr luxuriös. Für 55 € bekam ich ein - für meine Bedürfnisse völlig überdimensioniertes -Doppelzimmer mit zwei Bädern und einem Aufenthaltsraum. Beim Preis handelte es sich vermutlich schon um ein Entgegenkommen, ich vermute, dass es v.a. in der Saison wesentlich teurer sein wird. Nun ja, es schlief sich natürlich gut in dieser Suite, zumal ich abends ziemlich fertig war.

Zurück nach Felanitx

Beim Einchecken in Montuiri hatte ich festgestellt, dass mein Ausweis nicht mehr da war, die einzige denkbare Lösung war, dass ich ihn im Kloster San Salvador bei der Zimmerbelegung abgegeben hatte. In meinem Zustand an diesem Abend konnte ich mich daran nicht erinnern. Also musste ich wohl oder übel zurück. Die Entfernung war das Geringste, vor einem erneuten Anstieg grauste es mir viel mehr. Schließlich löste ich dieses Problem, indem ich das Fahrrad auf halber Höhe stehen ließ und den Rest zu Fuß erledigte. Glücklicherweise war der Ausweis dann auch wirklich oben.

Von Felanitx an die Ostküste

In meinem Reiseführer wurden in Colonia de Sant Pere zwei Hotels hervorgehoben, sie sollten preiswert und von guter Qualität sein. Der Weg von Felanitx führte über Manacor, der zweitgrößten (und wenig sehenswerten) Stadt Mallorcas. Lediglich die immense Kirche beeindruckt. Von dort führte aber eine kleine, kaum befahrene Straße nach Colonies de Sant Pere. Anfangs gefiel mir die Landschaft ganz gut, mit der Zeit wurde es etwas eintönig: links und rechts Naturschutzgebiet, die Straße stets geradeaus mit nur leichten Steigungen. Erst später tauchten östlich Berge auf, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Dicht vor Colonies de Sant Pere fuhr ich am Ferrutx, dem hiesigen "Hausberg" vorbei.


Hausberg Ferrutx.
Bild Datum: 2005-04-13 | Foto ID: 2005070116

In Colonies de Sant Pere erfuhr ich, dass das Hotel Rocamar gerade umgebaut wurde und das Solimar sehr teuer (66 € für ein sehr simples Einzelzimmer) sei. Eine Deutsche, die ich nach den Hotels gefragt hatte, war dann ausgesprochen eifrig und hilfsbereit und vermittelte mir ein Zimmer bei einer Freundin. Bis um 21 Uhr musste ich allerdings noch in der Ungewissheit abwarten, denn die Freundin befand sich an diesem Tag mit ihrem Motorroller in Palma. Als ich dann kurz nach 21 Uhr bei ihr eintraf, erwies sie sich gleich als ausgesprochen sympathisch. Wir saßen schließlich bis 1 Uhr bei Rotwein und Chips zusammen und erzählten uns unsere Lebensgeschichten.


Ostküste, Colonies de Sant Pere.
Bild Datum: 2005-04-13 | Foto ID: 2005070117

Zum Cap d'Alcudia

Mein nächstes Ziel war die Halbinsel, auf der sich das Kloster Victoria befindet. Die einzige Fahrtmöglichkeit war hier die große Küstenstraße. Da es jedoch noch früh am Tag war und auch außerhalb der Saison, war wenig Verkehr auf der Straße und es fuhr sich sehr gut. Einige Anstiege und Abfahrten waren zu bewältigen, aber es hielt sich in Grenzen. Der erste Ort, den ich mir dann anschaute, war Can Picafort. Außerhalb der Saison auch nicht gerade ein absolutes "Muss". Kurz hinter Can Picafort kam dann die s'Albuferia, das "größte und bedeutendste Feuchtgebiet der Balearen". Der Abstecher, den ich hier machte, lohnte sich sehr. Neben schönen Uferzonen und ausgefallener Vegetation beeindruckten das Vogelgezwitscher und die Vielfalt sinnlicher Eindrücke, die man hier gewinnen konnte. Einen Teil der Wege durfte man sogar per Fahrrad "erfahren".


Feuchtgebiet S' Albuferia
Bild Datum: 2005-04-14 | Foto ID: 2005070118

Weiter ging es über Port d'Alcudia (ausgedehnte Ferienanlagen) nach Alcudia. Alcudia war als sehenswerter Ort beschrieben gewesen, für mich war er der schönste Ort Mallorcas, mit seinem Stadttor


Stadttor Alcudia.
Bild Datum: 2005-04-14 | Foto ID: 2005070119

der Kirche


Kirche Alcudia.
Bild Datum: 2005-04-14 | Foto ID: 2005070120

den kleinen Gässchen, dem hübschen Dorfplatz.
Direkt am zentralen Platz befindet sich ein Hostal, das ich nur ganz zufällig entdeckte. Nach meinen Erfahrungen der beiden vorigen Tage mietete ich mich sofort dort ein und erkundete dann die Halbinsel. Die Strände sind dort eher felsig, wer Sandstrand sucht, sollte eher nach Port d'Alcudia fahren. Dafür gibt es aber wunderschöne Ausblicke


Alcudia, Ausblick vom felsigen Strand.
Bild Datum: 2005-04-14 | Foto ID: 2005070121

und mediterrane Vegetation.


Alcudia: mediterrane Vegetation an felsigen Stränden, Affodill (Asphodelus aestivus).
Bild Datum: 2005-04-14 | Foto ID: 2005070122

Von Alcudia nach Lluc

Meine ursprüngliche Idee, eine zweite Nacht in Alcudia zu verbringen und mir damit die Zimmersuche zu ersparen, gab ich spontan morgens auf. Damit hätte ich mich für diesen Tag zu sehr auf den Nordosten festgelegt, Lluc und evtl. noch wenigstens eine erste Kontaktaufnahme mit der Tramuntana wären damit kaum noch möglich gewesen. Der Preis war, dass ich auf die Halbinsel Formentor und das Cap de Formentor verzichten musste. Naja, es ist ja auch nicht schlecht, sich noch etwas für einen zweiten Besuch aufzuheben.
Von Alcudia führte mein Weg morgens zunächst über einen Feldweg, später über eine wenig befahrene Straße nach Pollenca, der ältesten Stadt Mallorcas. Hier gibt es sogar noch eine Doppelbogenbrücke aus der Römerzeit.


Pollenca, Doppelbogenbrücke aus der Römerzeit.
Bild Datum: 2005-04-15 | Foto ID: 2005070123

Von Pollenca ging es auf ruhigen Wegen weiter nach Campanet, wo es eine Tropfsteinhöhle zu besichtigen gab. Sie war nicht nur wegen der bizarren und beeindruckenden Gesteinsformationen sehenswert, sondern vermittelte durch ihre Farben auch das typisch "Mallorquinische".


Tropfsteinhöhle in Campanet.
Bild Datum: 2005-04-15 | Foto ID: 2005070124

Das nächste Ziel war das Kloster Lucia, eine potentielle Übernachtungschance. Auf dem Weg streifte ich kleinere Orte: Moscari, Binibona, Selva, Lloset, Mancor, immer dem Radweg nach. Schließlich der Anstieg zum Kloster, und oben angekommen, erneut eine Absage. Ob hier nie, nur manchmal, nur in der Saison oder ansonsten immer - vermietet wird, weiß ich nicht, für mich hieß es jedenfalls: den Berg wieder hinabfahren bis Caimari, um dann den Aufstieg zum Kloster Lluc in Angriff zu nehmen. 10 km waren hier ausgeschildert. Mit der Erfahrung von San Salvador musste ich mich auf annähernd das Doppelte der dortigen Strecke und mindestens einer Stunde ununterbrochener Bergauffahrt einstellen. Schließlich war es dann etwas harmloser als befürchtet, da es bereits (!) nach 8 km wieder bergab ging. Am Kloster angekommen gelang es mir gerade noch, bis zur R E Z E P T I O N zu gehen. Dieser luxuriöse Empfangsraum, in dem ein livrierter Empfangschef am PC sitzt, könnte vermutlich mit dem Adlon standhalten, in einem Kloster hätte ich ihn nicht erwartet. Dennoch war ich glücklich, hier freundlich begrüßt zu werden und anstandslos ein Zimmer für die Nacht zu bekommen.


Kloster Lluc, ausgefallene Wandbegrünung mit Efeu.
Bild Datum: 2005-04-15 | Foto ID: 2005070125

Als sich nach einer heißen Dusche die Beine wieder bewegen ließen, machte ich mich zu Fuß zu einer Erkundung der Klosteranlagen auf und war schließlich von dem angrenzenden Botanischen Garten beeindruckt, in dem natürliche und vom Menschen geschaffene Elemente sich perfekt ergänzen. Sehr sehenswert!


Kloster Lluc, botanischer Garten
Bild Datum: 2005-04-15 | Foto ID: 2005070126

Von Lluc nach Campos

Als ich morgens fertig war zum Weiterfahren, lag Lluc mehr oder weniger im Nebel. Das machte die Abfahrt nicht leichter. Zum Glück legte sich der Nebel nach ca. 2 km. Auch hatte ich Glück mit dem Verkehr, die Straße hatte ich so früh am Morgen noch für mich, so dass ich mich sogar traute, recht flott hinunterzufahren. Als Ziel an diesem (letzten) Tag war Llucmajor ausgewählt, weil dies günstig für die Radübergabe war. In Santa Maria ist Sonntags Markt, also sollte dieser Ort möglichst auch noch angefahren werden. So ergab sich eine Route über Selva, Biniamar, Lloseta, Binissalem, Santa Maria. Der Markt dort war wirklich sehr beeindruckend. Es gibt einen zentralen - riesigen - Platz, auf dem alles, was man sich vorstellen kann, angeboten wird. Mit Fahrrad und Gepäcktaschen hat man wenig Chancen durchzukommen, denn auf diesem Markt halten sich offensichtlich sämtliche Touristen und Einheimische Mallorcas auf. Hier gab es mehr Menschen als in den 5 vorangegangenen Tagen zusammen. Für meine Verhältnisse war das alles schon zu groß, zu hektisch, zu voll, aber wer es mag...
Nachdem ich mich mit Apfelsinen, Bananen, Äpfeln und Wasser eingedeckt hatte, fuhr ich weiter nach Sencelles. Hier entdeckte ich ein typisch spanisches Café, in dem sich außer mir nur Einheimische befanden, die dort teils beim Café saßen oder auch beim Kartenspiel waren, aber auch Frauen, die bei einem Glas Wein plauderten. Ein kulinarisches Highlight erwartete mich hier auch: Fisch-Tapas, lecker gewürzt, einfach köstlich! Dazu ein Glas Rotwein, zum Abschluss ein Espresso, das hat mich dann mit den vielen mittelmäßigen Mahlzeiten versöhnt, die ich in der Woche zu mir genommen hatte.
Schließlich ging es weiter Richtung Llucmajor, doch kam ich hier bereits um 15 Uhr an, so dass ich per Handy Campos als neuen Treffpunkt verabredete. So konnte ich noch einmal an die Küste fahren. In Cap Blanc, das ich mir für ein letztes Bad im Meer ausgeguckt hatte, stieß ich leider auf militärisches Sperrgebiet, also musste ich wieder zurück. Schließlich fuhr ich nach s'Estanyol/ sa Rapita. Um rechtzeitig nach Campos zu gelangen, musste ich mich schließlich beeilen. Und da ich nicht gerade die Hauptstraße fahren wollte, gab es natürlich auch wieder das Risiko, auf einen Weg zu gelangen, der schließlich woanders endete als ich glaubte. Aber schließlich klappte alles sehr gut und um kurz nach 19.00 Uhr traf ich in Campos ein, wo "Mallorquin - Bikes" schon auf mich warteten. Mit 127 km war dies dann die längste Etappe meiner Tour und der Tacho überschritt nun gerade die 500 km-Marke.
Von Campos fuhren wir nach Palma-Flughafen, wo ich bequem einen Bus nach Palma nehmen konnte. Die Tourist-Information direkt am Bahnhof hatte noch geöffnet, so dass ich mit einigen Übernachtungsmöglichkeiten versorgt loszog und auch ohne große Mühen ein kleines Hostal fand.
Morgens zum Flughafen gelangte ich ebenso problemlos. Durch Zufall machte ich dort die Bekanntschaft eines Angestellten von aerlingus (einer irischen Fluggesellschaft) der, als er mitbekam, dass ich per Rad unterwegs war, mich gleich mit vielen Irland-Tipps und Informationen versorgte.

Irland - das nächste Rad-Reiseziel??? Why not?


April 2005

Nicole Haupt - Berlin

01.07.2005 13:23 | geändert von Gabi: 18.04.2010 07:51


Google-Anzeige

Tipp, Erfahrungsbericht, Kommentar oder Rückfrage zu diesem Thema: [Schreiben]

Neue Fragen: Gartenforum und Pflanzenforum

Urheberrechtlich geschütztes Material

Wichtige Hinweise zum Verlinken und Zitieren


Direktlinks zu dieser Seite sind erlaubt und freuen uns sehr.
Verwenden Sie einfach die folgende Adresse:
http://www.gartendatenbank.de/forum/mallorca-radtour-eine-woche-mallorca-per-rad-reisebericht-t-1332-1

Bitte beachten: Alle Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt
und dürfen ohne schriftliche Erlaubnis für jedes einzelne Bild und jeden Text-Absatz insbesondere in einem E-Book, fremden Forum, Blog und sonstiger fremder Webseite sowie soziale Netzwerke NICHT KOPIERT oder integriert werden. Zitate sind i.d.R. allenfalls für einen kurzen, einzelnen Satz und nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt, siehe auch Zitatrecht».

Die Inhalte von GartenDatenbank.de werden unter hohem Aufwand bereitgestellt. Wer gegen die Gesetze zum Urheberschutz verstößt, macht sich nicht nur schadenersatzpflichtig, sondern begeht außerdem eine Straftat. Bitte fragen Sie daher vor der Benutzung von fremden Bildern (auch kleinen Vorschaubildern) an und formulieren Sie Texte in eigene Worte um. Siehe auch Nutzungsbedingungen.
Alle Beiträge nach bestem Wissen unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung.