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Mammutbaum bekommt braune Nadeln Krankheiten Sequoiadendron

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Kommentar zu: Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum)
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Unser Mammutbaum bekommt bräunliche Nadeln, aber jetzt erst seit diesem winter (ca.3 Jahre 60 cm hoch) Mineralmangel? bitte geben Sie mir einen tip bzw. anwort was zu tun ist. Gruß Fehrenbacher

21.03.2008 15:39 | geändert: 21.03.2008 15:39


A. Wahrscheinlich kann man einfach nur "abwarten und Tee trinken":

Der Mammutbaum ist etwas anspruchsvoll, insbesondere wärmeliebend und etwas frostempfindlich. Auch wenn es sich um eine Bergpflanze handelt, die in Kalifornien wild bis in die alpine Höhenstufe verbreitet ist, bekommt er hierzulande nicht selten bei starkem Frost braune Nadeln. Einen noch kleinen, jungen Mammutbaum könnte man davor in der Regel mit Vlies schützen, aber meistens erholt er sich einfach wieder von alleine, indem er im Frühling ggf. stark verbräunte Nadeln abwirft und frische grüne neu austreibt.

Wenn die Nadeln nur *leicht* bräunlich sind, könnte es sich aber möglicherweise auch um die Einlagerung von Farbstoffen zum Frostschutz handeln. An Mammutbäumen ist uns das zwar noch nicht aufgefallen, aber bei anderen Koniferen wie Thuja (Lebensbaum) oder Eibe (Taxus), aber auch bei immergrünen Laubgehölzen wie Buchs, Buchsbaum ist dies recht häufig zu beobachten, je sonniger und exponierter der Standort, desto stärker.

Diese Verbräunung in der Benadelung verschwindet dann wieder mit wärmeren Temperaturen im Frühjahr.

B. Anderenfalls muss man für optimale Kulturbedingungen sorgen und ggf. Pflegefehler vermeiden.

Braune Nadeln an Koniferen, werden meistens nicht durch Mineralstoffmangel verursacht, sondern durch Störungen im Wasserhaushalt:
Insbesondere zu viel Gießen kann zu gefährlicher Staunässe führen, gegen die die meisten Pflanzen außer Sumpfpflanzen empfindlich sind. =>Zwischendurch immer erst die oberste Erdschicht abtrocken lassen ("Daumenprobe").
Ebenso häufig sind Trockenschäden. => Nie *völlig* austrocknen lassen, vor allem nicht die ersten 3-5 Jahre nach der Pflanzung.

Richtige Pflege:

Licht: Volle Sonne, der Mammutbaum ist empfindlich gegen Schatten, insbesondere mit zunehmendem Alter.

Wasser, Gießen: Gleichmäßig feucht halten. Erst ein länger angewachsener Baum verträgt Trockenheit.

Düngen, pH-Wert: Normaler bis nährstoffreicher Boden, der sauer, neutral oder kalkhaltig (alkalisch) sein kann.

Am besten immer mit Pflanzenresten, Laub, Holzhäcksel mulchen, dann kann man sich das Düngen und Wässern außer bei extremer, lange anhaltender Hitze normalerweise sparen und die Pflanzen wachsen sichtbar besser. Alternativ im Frühling eine dünne Schicht reifen Kompost auftragen oder Spezial-Dünger für Koniferen (Nadelgehölze) verwenden. Menge nach Herstellerangabe auf der Verpackung. Darin sind alle Nährstoffe, die der Mammutbaum benötigt in ausreichender Menge enthalten.
Bittersalz bzw. andere Magnesiumdünger verwendet man nur bei Magnesiummangel, dieser ist bei Koniferen an deutlichen gelben Nadelspitzen zu erkennen und selten.

Mit freundlichen Grüßen
Mario Eichstädt, GartenDatenbank.de Team

29.03.2008 16:21 | geändert: 29.03.2008 16:21


Hallo, mit dieser Antwort kann ich mich nicht so recht anfreunden. Auch meine selbst gezogenen Mammutbäume haben diese Symptome. Leider sind bereits 3 eingegangen. 2 treiben noch aus, aber die Nadeln werden bereits braun.
Standort stimmt, Bewässerung stimmt, Erde müßte stimmem, was kann ich tun?
Die Bäume sind jetzt 4 Jahre und ca. 50cm hoch.
Gruß Bettina

11.06.2008 17:01 | geändert: 11.06.2008 17:01


Hallo Bettina,

Krankheiten am Mammutbaum sind zwar bisher normalerweise sehr selten, sofern die Ansprüche bzw. Kulturbedingungen beachtet werden, aber im Prinzip kann er natürlich auch von Schädlingen, insbesondere Schadpilzen oder auch Bakterien oder Viren befallen werden.

Wir würden es für eine Pilzkrankheit halten, vielleicht begünstigt durch den letzten sehr nassen Sommer in Deutschland.

Dann müsste man

1. die befallenen Triebe (möglichst sofort bei den ersten Symptomen) stark bis ins Gesunde zurückschneiden und vernichten, siehe dazu auch Pilzkrankheiten bekämpfen und ggf.

2. die Bodenpflege optimieren (Ausführliche Anleitung auf unserer Spezialseite Hecke düngen, gilt für alle Gehölze).

D.h. zum Beispiel: Auch wenn die jungen Mammutbäume es zwar feucht mögen, darf man aber auch nicht *zu* viel gießen, sondern immer erst, wenn die oberste Erdschicht wieder trocken ist ("Daumenprobe"). Zu viel Nässe kann bei den meisten Pflanzen ebenso schaden wie Trockenheit, oft sogar noch mehr.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Förster, GartenDatenbank.de Team
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Nützliche Links:
Triebsterben an Mammutbäumen durch den Pilz Botryosphaeria dothidea bumpflegeteam.info
Mittel (Wirkstoff) gegen Botryosphaeria, verbräunter Mammutbaum Thread im Mammutbaum Spezialforum | mbreg.de

14.06.2008 09:46 | geändert von Gabriele Jesdinsky: 02.07.2008 08:19


Hallo Fehrenbacher

sind die braunen Nadeln im innern des Baumes oder im äußeren Bereich? Denn sind sie mehr im inneren ist es ein natürlicher Vorgang den die Pflanze da durchläuft! Innen werden die alten Nadeln abgeworfen um Energie zu sparen. Denn die Nadeln im innern bekommen nicht mehr genügend Licht, also Energie um Stärke für den Baum zu produzieren. Ohne die Energieproduktion geht die Rechnung für den Baum nicht mehr auf und die Nadeln kosten mehr Energie als sie Produzieren. Dies ist auch bei allen anderen Nadelbäumen zu beobachten!

Zu Bettina

ist zu sagen das auch in der Baumschule die Anzucht von kleinen Mammutbäumen sehr schwierig ist! Besonders in den ersten 5 Jahren gehen auch bei den Profis viele Pflanzen an Pilzkrakheiten zugrunde! Oft ist wirklich die Nässe der entscheidende Faktor! Aber für andere Krankheiten ist der Baum auch hier normalerweise nicht anfällig.

Sind die Pflanzen älter als 5 Jahre, sind sie in der Regel auch stark genug um weiter zu gedeihen!

Christian

15.01.2009 13:51 | geändert: 15.01.2009 13:51


mein mammutbaum ist jetzt ca.16 jahre alt und 11m hoch,stammumfang liegt bei ca.60cm....
bekommen habe ich ihn ca.20cm gross,hab ihn eingesetzt und sieben jahre lang in der wohnung gehegt und gepflegt.....
habe ihn dann in meinem garten eingesetzt,damals war er 160cm gross,stammumfang 4cm......

auch ich kenne das problem mit braunen nadeln,sind die nadeln ihnen braun muss man sich keine sorgen machen,es findet ja staendig ein sterben und neuaustrieb an nadeln statt....

sind die nadeln an den spitzen braun,dann kommts auf die jahreszeit an,mein baum hatte das heuer zum ersten mal,wir hatten heuer in wien einen strengen schneereichen winter,mein baum hatte jede menge frostschaeden,sogar die spitze ganz oben war ca.50cm lang komplett braun und tot.......

aber je aelter ein mammutbaum ist desto staerker ist er,mein baum hat bis heute die braunen spitzen komplett elemeniert und waechst wieder wie verrueckt,ich denke,dass er auch heuer wieder einen guten meter an laenge dazu bekommt....

wichtig ist es,regelmaessig auszulichten,wo es halt noch geht,ich komm nicht mehr ganz rauf,ausserdem bekommt er jedes fruehjahr duenger....
ich schaue auch peinlich genau auf seinen wasserhaushalt,aber auch nicht zuviel wasser geben,mammutbaeume nehmen auch sehr viel wasser ueber die nadeln auf,es ist jetzt fast ende august,in der frueh ist bei uns die wiese schon wieder nass,dass mag mein mammutbaum,die nadeln stellen sich auf und wenn ich am nachmittag nach hause komme sehe ich schon wieder jede menge neue triebe......

liebe gruesse aus wien
christian

16.08.2010 10:33 | geändert: 16.08.2010 10:33


Hallo,

wir sind vor wenigen Tagen aus dem Urlaub zurückgekommen und auch unser Mammutbaum hat plötzlich im unteren Bereich einige ganz braune Äste bzw. Stellen und ist im inneren Bereich bis weit nach oben braun. Vor unserem Urlaub sah er noch ganz gesund aus.
Wir wissen nicht wie alt er ist, aber er ist mittlerweile einige Meter höher als das Haus und der Stammumfang (am Boden gemessen) sind ca. 3 m.

Der Mammutbaum unseres Nachbars, der allerdings viel kleiner ist und nur wenige Meter entfernt steht, sieht ähnlich, aber insgesamt gar nicht gut aus.
Ich weiß nur, dass es während unserer Abwesenheit ziemlich kühl wurde und ausgiebig geregnet hat.

Ich persönlich tippe auf eine Erkrankung (Pilz etc.).
Auf Grund der Größe unseres Baumes hoffen wir, dass er sich vielleicht erholt, spätestens im nächsten Jahr.

Liebe Grüße Ingrid

21.08.2010 18:25 | geändert: 21.08.2010 18:25


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