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Oleander überwintern draußen (im Freien), bei Platzmangel

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Frage zu Oleander
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Habe inzwischen genau 20 große und kleine Oleander, die mir im Sommer viel Freude lächel bereiten, mich aber im winter vor immer mehr Probleme stellen traurig. Mein Keller ist dann völlig überfüllt, eigentlich ist er auch zu warm und zu dunkel, die Oleander sehen im Frühjahr erbärmlich aus, zum Glück erholen Sie sich immer wieder.
Für diesen Winter plane ich für einen Teil meiner Oleander eine Überwinterung im freien. Ich denke an eine geschütze Ecke, Töpfe mit Luftpolsterfolie einpacken und obenrum mit Vlies einpacken. Hat dem jemand schon erfahrungen mit gemacht?? Haben die Oleander eine Chance das Prozedere zu überleben? zwinker

16.10.2008 18:58 | geändert: 16.10.2008 18:58


Normalerweise nicht.
Die meisten Oleander Sorten eignen sich in Deutschland nur zur Überwinterung im Haus, ideal ist ein helles Kalthaus, in der Regel vertragen sie aber auch warme, dunkle Kellerräume (in diesem Fall so spät wie möglich einräumen und so früh wie möglich ausräumen).

Nach unseren Erfahrungen kann man normalerweise ab -5 Grad C (und das bereits kurzzeitig) mit dem Erfrieren rechnen. Oleander ist noch empfindlicher als Kamelien und winterharte Fuchsien.

In milden Wintern überlebt er natürlich auch draußen, nur weiß man leider immer erst hinterher, wie der Winter wird/war.

Und selbst wenn er überlebt, weil nur die oberirdischen Triebe erfroren sind, ist dies beim Oleander im Gegensatz zur Fuchsie ein schwacher Trost, denn er blüht nicht an den frischen Trieben ("Einjahresholz"), sondern am zweijährigen Holz.

Im Freiland ausgepflanzte Oleander habe ich persönlich bislang auch nur in Gegenden mit mildem Winter gesehen (= ohne nennenswerten Frost, siehe auch Mediterrane Pflanzen).

Nach der Datenbank zur Winterhärte von exotischen Pflanzen (in Mitteleuropa) soll es jedoch auch vereinzelt Sorten geben, die kurzzeitig tiefere Temperaturen vertragen.

Der Erfolg hängt im Wesentlichen auch von Deinem Standort ab, im milden Weinheim an der Bergstraße etwa kann man die Überwinterung im Freiland an einem sehr geschützten Platz eher wagen als zum Beispiel hier bei uns in Berlin.

Aber auch dort werden erfahrungsgemäß normalerweise frostempfindliche Pflanzen wie Oleander dahingerafft, wenn - wie immer wieder einmal - doch plötzlich ein kalter Winter kommt.

Wenn man es trotzdem versuchen will, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Einsenken in den Boden und ein sehr dicker (kniehoher) Winterschutz aus trockenem Laub, im Topf entstehen Schäden noch deutlich schneller. Oben herum z.B. Strohmatten, und diese ebenfalls mit viel trockenem Laub füllen.

Der Standort darf nicht sonnig sein, siehe auch Winterschutz für frostharte Kübelpflanzen

Gruß Gabi

16.10.2008 22:15 | geändert: 16.10.2008 22:19


Es war mir letzten Winter dann doch zu Riskant und ich habe Sie alle wieder in den Keller geschleppt. hmmm
Folglich haben auch alle überlebt, Interessanterweise sogar besser als die Jahre zuvor. Die sahen im Frühjahr diesmal richtig gut aus, warum auch immer, nichts anders gemacht als sonst. Umso besser. zwinker

Mein Problem hat sich dann aber im Laufe dieses Jahres geändert, traurig durch Wohnortwechsel steht mir jetzt kein Taglichtkeller mehr zur Verfügung, sondern nur noch die Dachterasse, oder die fast ganz Tageslichtfreie Tiefgarage zur Verfügung. OK Dachterasse scheidet aus. Wieviel Licht brauchen die denn nun?
Tiefgaragenüberwinterung bei ganz wenig Tageslicht möglich ?
Hat es schonmal jemand versucht?

07.10.2009 23:09 | geändert: 07.10.2009 23:09


Ja, sie vertragen auch dunkle Überwinterung, siehe oben (1. Absatz).

Bei uns werden sehr große Oleander mitunter auch in einer Garage ohne Licht überwintert. Natürlich sollten sie unter solchen Bedingungen nur so kurz wie möglich stehen, also spät einräumen und früh ausräumen

10.10.2009 17:14 | geändert: 10.10.2009 17:14


Danke.
Zwar hat sich die Hausverwaltung schon beschwert, daß noch ein Schrank auf meinen beiden Tiefgaragenplätzen steht, aber der ist nächste Woche weg.
Dann ziehen dann bald die Oleander dort ein. Ich werde es mit der Überwinterung in der dunklen Tierfgarage dann versuchen müssen.
Anders geht`s glaub ich nicht, daß ist mir ein Zank mit der HV wert lächel

11.10.2009 18:31 | geändert: 11.10.2009 18:31


....letzten Herbst haben wir eine grosse Oleanderpflanze in die Erde gesetzt.(Wir wohnen in der Deutsch-Schweiz)
Im Winter haben wir, unten um den Stamm und im Bereich des Wurzelballens dicke Noppenfolie gelegt und die Pflanze mit Flies doppelt eingepackt. Der darauffolgende Winter war hart!
...aber, im April wieder ausgepackt, mit Wuxal gedüngt und regelmässig sehr gut gegossen.
Die Pflanze wurde so prächtig wie noch nie lächel

12.10.2009 10:34 | geändert: 12.10.2009 10:34


Ein Beitrag aus diesem Thread wurde in einen neuen Thread verschoben:

Oleander zurückschneiden vor dem Überwintern?

15.10.2009 12:18 | geändert: 15.10.2009 12:18


Meine über 2,5 Meter grossen Oleander haben den letzten Winter mit bis zu - 14 Grad im Freien überlebt. Ich habe ein Temperaturschaltgerät mit Temperaturfühler im Oleander aufgehängt. Ab 0,9 Grad hat dieses dem Strom für grüne Lichtschläuche eingeschaltet, welche ich um die zusammengebundenen Oleander gewickelt habe. Die Lichtschläuche haben keinen Transformator und geben deshalb Wärme ab. Dann habe ich aus Noppenfolie und Klebeband eine nahezu luftdichte Hülle gebaut und über die Pflanze gestülpt. Der Topf stand auf Vlies, mit welchem ich den Topf zusätzlich umwickelt habe. Zur Bewässerung habe ich ein Stück Plastikrohr durch die Folie gesteckt und mit einem Korken verschlossen. ab der eingestellten Temperatur leuchteten die Oleander unter der Folie geheimnisvoll in Grün, sobald 2 Grad erreicht waren, schaltete die Automatik wieder ab. Da Zweigspitzen im oberen Bereich der Pflanze hatten Kontakt mit der Folie und bekamen Frostschäden, sodass ich diese im Frühjahr wegschneiden musste. Die Planzen erholten sich aber sehr schnell und standen den ganzen Sommer in alter Pracht und großer Blüte. Dieses Jahr habe ich vor dem Ummanteln mit der Noppenfolien außen herum in den Topf fünf lange Pflanzstäbe gesteckt und die Folienhülle damit weitestgehend auf Abstand von den Blättern gebracht. Außerdem habe ich die Noppenfolie in doppelter Schicht angelegt. Die Sache kostet ein paar Euro und einen halben Tag Arbeit für die zwei Pflanzen, ist aber absolut erfolgreich.

15.12.2009 11:36 | geändert: 15.12.2009 11:36


Hallo Guten Tag ich habe heute Oleander (Nerium Oleander)gekauft und danach hat Man mir erzählt,daß die kein winterfest sind.
Wie kurz muß ich im Winter schneiden?und Solle ich mit blumenerde oder ohne ,wenn ich Sie im dunkele Raum stellen ?Danke

31.03.2011 18:06 | geändert: 31.03.2011 18:06


Die Frage wurde bereits beantwortet, siehe Oleander überwintern

02.04.2011 20:37 | geändert: 02.04.2011 20:37


... 1 Jahr und 5 Monate später ...

Das mit dem Lichtschlauch und der Noppenfolie ist jea echt eine super Idee.Stehe mit meinem Oleander,der genauso groß ist,vor einem riesen-Überwinterungsproblem.Aber das werde ich ausprobieren,auf jeden Fall,Lichtschlauch ist schon bestellt!

20.09.2012 13:04 | geändert: 20.09.2012 13:04


... 1 Monat später ...

ich wollte noch was zu der Noppenfolie sagen. Ich habe gerade meiner Palme ein Noppenhaus gebaut. Die Palme oder auch den Orleander am besten zuerst mit Flies( Atmungsaktiv) einwickeln.Damit die Blätter nicht mit der Noppenfolie in Kontakt kommen, sonst gibt es auf jeden Fall erfrierungen an den Blättern.

13.11.2012 19:09 | geändert: 13.11.2012 19:09


... 2 Monate später ...

Ich habe hier in einem sehr kalten Tal im Tessin (wir haben hier auch Minustemperaturen im Winter) eine grosse Agave im Garten. Für sie habe ich ein "Haus" gebaut, das man auch für Oleander brauchen könnte. Ich habe auf 4 entsprechend grosse Holzrahmen Maschendraht-Geflecht getackert. Danach habe ich es mit Wintervlies bespannt, aber oben ca. 15cm frei gelassen (für guten Luftaustausch). Als Deckel habe ich wiederum einen etwas stärkeren Holzrahmen gebaut, Maschendrahtgefl. drauf und dann Noppenfolie draufgetackert. Dieses "Haus" besteht also aus 5 Teilen, die ich im Winter mit Draht zusammenhalte. Dann im Frühling nehme ich die Drähte weg und kann die Teile Platzsparend in die Garage stellen bis zum nächsten Winter. Meine Agave hat in diesem "Haus" sogar den letzten Winter mit immerhin Temperaturen von bis zu 12Grad minus sehr gut überlebt.

15.01.2013 16:41 | geändert: 15.01.2013 16:41


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