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Riesenmammutbaum wächst nicht mehr, Triebspitze Problem

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Frage zu: Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum)
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Hallo,
Ich habe einen 2-3 Jahre alten Riesen/Bergmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), welcher seit etwas über einem Jahr praktisch nicht mehr nach oben wächst, sodass er seitdem bei einer Höhe von gut 25 cm verbleibt. In den Seitenästen bilden sich stets neue Triebe und auch der Stamm hat sich seit dem Ende des Wachstums in die höhe deutlich verbreitert.
Der oberste Trieb dagegen ist immernoch genau so hoch und dick (5mm) wie seit einem Jahr, sodass er verglichen mit dem Teil des Baumes darunter richtig verkümmert aussieht.
Es hat sich lediglich ein recht dicker (1 cm) Knubbel am oberen Ende des Triebes gebildet, der aber auch nicht mehr weiterwächst.
Den Baum habe Ich die ganze Zeit in einem recht kleinen Topf (20 cm Durchmesser), was zwar das allgemein geringe Wachstum verglichen mit anderen gleichalten Exemplaren erklären würde, nicht aber den Knubbel und das eingestellte Höhenwachstum.

Ich habe den Baum diese Woche in den Garten umgesetzt, aber glaube nicht, dass dies das Problem lösen wird. Einen älterer Riesenmammutbaum hatte Ich in einem ähnlich kleinen Topf gehalten, dieser war aber bereits nach einem Jahr deutlich größer als der aktuelle.

Ich habe gelesen, dass der Küstenmammutbaum in freier Natur durch Blitzeinschlägen desöfteren seine Spitze verliert, Seitentriebe würden dann aber die Funktion der verlorenen Spitze übernehmen und als neue Haupttriebe weiter in die Höhe wachsen.

Jetzt weiß Ich nicht, ob dies auch bei meinem Riesenmammutbaum zutrifft. Soll Ich die Spitze einfach auf gut Glück abschneiden? Der haupttrieb ist ja immernoch am leben, er wächst bloß nicht, sodass eine relativ große Wunde entstehen würde. Oder könnte es sich um eine Mutation handeln, sodass das Erbgut keinerlei Höhenwachstum mehr erlaubt?

Danke schon mal im Vorraus

19.07.2008 04:07 | geändert: 19.07.2008 04:07


Ja, auch bei Riesenmammutbaum wird die Triebspitze durch Seitenäste ersetzt, wenn sie aus irgendeinem Grund nicht mehr weiterwächst. Das ist bei Bäumen allgemein so.

Beim Mammutbaum haben wir das zwar persönlich noch nicht ausprobiert, aber bei ähnlichen Bäumen, z.B. der Leylandzypresse (x Cupressocyparis leylandii).

Die Spitze wird vom Baum aber normalerweise von *mehreren* Seitenästen ersetzt, will man wieder eine einzelne Triebspitze haben, muss man künstlich einen geeigneten Seitenast dazu erziehen:

Dazu bindet man ihn an einem Pfahl mit Draht oder ähnlichem fest und muss darauf achten, ihn sorgfältig so zu fixieren, dass wieder eine möglichst gerade Stammverlängerung entsteht.

Den Knubbel an der bisherigen Triebspitze wurden wir abschneiden, möglicherweise ist er nur durch eine Verletzung entstanden, aber einen noch lebenden Schaderreger kann man nicht ausschließen.
Die beim Schnitt entstehende Wunde schadet nicht, vorsorglich sollte man jedoch nur bei warmem, trockenen Wetter schneiden, dann verheilt sie am schnellsten.

Thomas Weinreich, GartenDatenbank.de Team
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Nützlicher Link:
Mammutbaum neue Spitze erziehen @ mbreg.de/forum | Mammutbaum Spezialforum

20.07.2008 08:05 | geändert: 20.07.2008 08:06


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