Taxpool Buchhalter Erfahrungen - Kostenlose Buchhaltung
Update 05.05.2010 Taxpool Buchhalter Erfahrungen: Buchhaltungsprogramm für professionelles Buchen (=schnell & einfach!) Kostenlose Buchhaltungssoftware. Infos direkt vom Anwender.
Der Taxpool Buchhalter ist ein kostenloses Buchhaltungsprogramm für professionelle Buchhaltung mit preisgünstiger Vollversion. (Professionell = schnell & einfach.) Hier gibt es meine Erfahrungen zu dem Programm.
Kurz-Info - Aktueller Stand: 05.05.2010
Nach meinem ausführlichen Praxis-Test ist der Taxpool Buchhalter für mich das derzeit beste FiBu-Programm, das ich voraussichtlich ab 2011 daher auch für unsere Buchhaltung einsetze.
Gründe für mein Interesse als mögliche Alternative zum legendären Intuit QuickBooks, dessen aktuelle Versionen seit der Übernahme durch Lexware ca. im Jahr 2000 für (sicher nicht nur) mich in Deutschland leider unbrauchbar geworden sind, sind folgende
Taxpool Buchhalter Vorteile bzw. Besonderheiten:
1. Schon optional als portable App erhältlich, d.h. es läuft auch vom USB-Stick, sodass man es auch unterwegs auf jedem beliebigen (Windows-)System benutzen kann und nicht mehr Sklave eines bestimmten Computers ist.
2. Intuitiv zu bedienen (zumindest für gelernte Buchhalter und Steuerberater).
3. Online-Kontoauszüge können elegant als csv-/Text-Datei eingelesen und dabei automatisch auf das richtige Gegenkonto gebucht(!) werden, wenn im Buchungstext ein entsprechendes Schlüsselwort vorkommt(überprüft, 2008-10-31).
4. Gemerkte Buchungen (Buchungsvorlagen) können exportiert und importiert werden.
5. Hervorragende Anleitung auf der Webseite des Herstellers (->Online-Hilfe), nach der man bereits ohne eigenen Test erkennen kann, dass das Programm für schnelle und einfache Buchhaltung sehr geeignet ist.
6. Keine zeitliche Nutzungsbeschränkung, weder in der kostenlosen Miniversion, die manchmal schon ausreicht, wenn man keinen Export der Daten für eigene Auswertungen, Bilanzen u.ä. benötigt, noch in der preisgünstigen Vollversion.
7. Vorbildlicher Support: Antwort innerhalb von 24 Stunden per E-Mail (überprüft, 2008-10-30).
2008-10-30 Erstes Ergebnis meines heutigen Kurz-Tests der Miniversion portabel:
- Noch kein echtes Autovervollständigen beim Buchen vorhanden.
Erläuterung für die extrem wichtige(!) Funktion "Autovervollständigen": Nach Eingabe der Anfangsbuchstaben des Namen vom Lieferanten, Kunden (Zahlungsempfänger/Auftraggeber) bzw. des Buchungstextes wird der Datensatz nach der zuletzt (automatisch) gemerkten früheren Buchung automatisch ergänzt. Diese Funktion verkürzt nicht nur die Zeit für das Buchen drastisch, sondern auch die Fehlerquote, zum Beispiel auch durch Tippfehler.
Ansatzweise ist die Funktion aber immerhin vorhanden: Was man sich unter "Buchungsvorlagen" definiert hat, wird automatisch nach Eingabe der Anfangsbuchstaben ergänzt. Was noch fehlt, ist somit lediglich das automatische Merken von Buchungen. Damit kann man notfalls aber auch leben, denn:
Interessant sind vor allem auch die sehr guten Import-/Export-Funktionen. Die csv- oder txt-Dateien von der Bank (Online-Banking Kontoauszüge, die man sich bei jeder halbwegs vernünftigen Bank heute schnell und einfach beim Internetbanking von der Webseite der Bank exportieren kann) kann man sowohl durch internen Vergleich mit den Buchungsvorlagen als auch lernfähig durch einen automatischen Buchungsassistenten automatisch den richtigen Gegenkonten zuordnen lassen.
Wichtig: Auch Buchungsvorlagen (Gemerkte Buchungen) können exportiert und importiert werden. Diese Funktion benötigt man, wenn man für mehrere Firmen bucht, aber zum Beispiel auch, wenn man eine neue Datenbank/Datei beginnen möchte, etwa weil die bisherige durch eine sehr hohe Anzahl von Buchungen zu langsam geworden ist.
Das Definieren eigener Berichte/Auswertungen einschließlich Bilanzen sind nicht möglich, hierfür kann man in der Vollversion jedoch die Daten zur Weiterverarbeitung exportieren, z.B. nach Microsoft Excel, zum Steuerberater (meist DATEV) oder an jede andere Anwendung einschließlich Buchhaltungssoftware, die den Import von csv- oder txt-Dateien erlaubt.
Nachtrag 03.02.2009: Bilanzen ab 2009 mit Taxpool-Buchhalter Bilanz möglich.
Gabriele Jesdinsky, Weblog 2008103001
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30.10.2008 17:36 | geändert: 05.05.2010 11:09
In einem der nächsten Updates für Taxpool 2009, das in Kürze erscheint, sollen lt. Support die Buchungsvorlagen auch für Splitbuchungen funktionieren und diese auch vom automatischen Buchungsassistenten unterstützt werden.
02.12.2008 16:01 | geändert: 23.02.2009 06:38
3 Andreas (Gast)
26.05.2009 12:21
4 Gabi
Nachfolgender Text daher möglicherweise überholt.
Bei meinem letzten Test vor einigen Wochen funktionierten sie leider noch nicht, und beim Überfliegen der Liste der Neuerungen habe ich sie auch noch nicht gesehen.
Vielleicht verbergen sie sich unter der Option "Mehrfachauswahl" bei den Extras in der Buchungsmaske, kann ich im Moment auf die Schnelle nicht feststellen.
Falls nicht, kann ich auch nur hoffen, dass sie so bald wie möglich integriert werden, auch wenn sich die Hersteller dieses ersten vielversprechenden Buchhaltungsprogramms in Deutschland seit dem Ableben von Cash T.I.M. (Time is Money) vor ca. 15 Jahren und der "feindlichen Übernahme" von Intuit QuickBooks durch Lexware vor etwa 10 Jahren sicher auch nicht gerade langweilen.
Wie der Taxpool Buchhalter allerdings schon eine Auszeichnung/IT-Innovationspreis von der Initiative Mittelstand OHNE diese Funktion erhalten konnte, ist mir übrigens ein echtes Rätsel...
Im folgenden daher mal ein paar Beispiele aus der ganz normalen Praxis im Alltag, um zu verdeutlichen, dass es sich bei automatischen Splitbuchungen nicht nur um eine nette Spielerei, sondern eine absolut notwendige Funktion handelt, die IMNSHO sogar schon ein Verein unbedingt für eine vernünftige Buchhaltung braucht, auf jeden Fall aber eine Firma.
Automatische Splitbuchungen braucht man zum Buchen von
- Kreditkartenabrechnungen
- Privatanteilen
- Handwerkerrechnungen (den Dienstleistungs-Anteil kann man fast immer zumindest teilweise steuerlich absetzen, die Materialkosten mitunter aber nicht, z.B. privat)
- Sammellastschriften z.B. bei der Postbank
- Überweisung von mehreren Rechnungen an denselben Zahlungsempfänger
und sicher auch noch weitere sehr häufige Buchungsvorfälle wie diese. Das ist nur, was mir aus dem Stehgreif gerade eingefallen ist.
Ohne die Splitbuchungen kann ich das Programm daher bei uns auch noch nicht benutzen. Leider.
27.05.2009 17:24 | geändert: 02.07.2009 06:45
5 Gabi
Mein inzwischen durchgeführter ausführlicher Praxis-Test des Taxpool Buchhalter Bilanz Portable in der aktuellen Version hat meinen ersten Eindruck nach den obigen Schnelltests bestätigt.
Vorteile
Bedienung: Das Programm ist weitgehend intuitiv zu benutzen und somit zur schnellen und einfachen Buchhaltung so sehr geeignet wie AFAICS zurzeit kein anderes.
Korrekte Berechnungen: Es läuft bei uns bisher stabil und fehlerfrei bei allen Berechnungen der Mehrwertsteuer, in den Berichten und in der integrierten Umsatzsteuervoranmeldung (USt-VA). Das Senden derselben direkt an das Finanzamt habe ich noch nicht überprüft, aber sehr wahrscheinlich gibt es dabei auch keine Probleme.
Mobil und unabhängig: Durch die optionale USB-Version macht man sich nicht mehr abhängig von einem bestimmten Computer oder Standort und verschwendet bei einem neuen Computer keine Zeit mehr für das bei herkömmlichen Programmen erforderliche aufwändige erneute Installieren und Konfigurieren. Durch die perfekte Funktion zum freien Import und Export muss man sich im Gegensatz zu vielen alternativen Buchhaltungsprogrammen nicht mehr abhängig vom Hersteller machen, sondern kann ggf. relativ schnell und einfach auch mit jeder anderen Software weiterarbeiten, die diese Funktion ebenfalls schon beherrscht.
Anlagen: Die Software enthält ein integriertes Anlageverzeichnis mit automatischer Buchung der Abschreibung.
Technischer Support: Problemlos per E-Mail erreichbar und kompetent.
Nachteile
(Wunschzettel 1/3) Splitbuchungen funktionieren automatisch (noch) nicht ausreichend. Es lassen sich zwar inzwischen Buchungsvorlagen dafür herstellen, man kann sie aber beim Import der Kontoauszüge nicht automatisch buchen lassen. Workaround bisher nur möglich durch manuellen Aufruf der Vorlage, Anpassung des Datums und anschließendem Löschen der Import-Buchung. Das ist man von etlicher anderer Buchhaltungssoftware schon eleganter gewöhnt, z.B. Optigem Win-Finanz
(Wunschzettel 2/3) GoB Testat fehlt.
Eigene Berichte können nicht angelegt werden. Durch einen sehr leichten Export der Daten z.B. nach Excel ist dies jedoch eigentlich kein nennenswertes Problem. Hat wahrscheinlich den Vorteil, dass das Programm schlank und schnell bleibt.
Für verwöhnte QuickBooks 2000 Anwender ist der Taxpool Buchhalter zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, da nicht ganz so übersichtlich und komfortabel zu bedienen wie QB2000, der letzten noch von Intuit programmierten Version vor der Übernahme durch Lexware. Auf Dauer dürften aber die Vorteile überwiegen, unter Windows 7 überschreiten jedenfalls bei mir persönlich einige technische QB2000 Probleme immer öfter die Schmerzgrenze.
Fazit
Meiner Meinung nach ist der Taxpool Buchhalter die beste derzeit erhältliche FiBu-Software, auch in der Vollversion obendrein schon zu einem außerordentlich günstigen Preis.
Voraussichtlich spätestens ab 2011 setze ich es daher auch für unsere Buchhaltung ein.
05.05.2010 11:05 | geändert: 12.05.2010 11:36
6 Gabi
Übernahme Anlagen aus anderem Buchhaltungsprogramm in integrierte Anlagenverwaltung
Wird der Kaufpreis mit dem früheren Datum eingetragen, die vollständige Nutzungsdauer und die früheren Buchungen als historisch gekennzeichnet, erzeugt das Programm aus dem aktuellen Buchwert zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums keine Buchung. => Die Anfangsbestände stimmen nicht (da 0). Trägt man als Workaround den Buchwert zu Beginn z.B. unter 01.01.2010 ein und als Nutzungsdauer nur die restliche
Nutzungsdauer, dann stimmt für die übernommenen Anlagegüter das Anlageverzeichnis für die Anlage EÜR nicht, da ja die Anschaffungskosten nicht aufgeführt werden und der Buchwert zu Beginn als Zugang angezeigt wird.
Das Problem ist lt. Support bekannt und noch in Arbeit.
Zurzeit verzichtet man am besten einfach auf die Übernahme der vorhandenen Anlagen in das integrierte Anlageverzeichnis, sondern bucht sie auf herkömmliche Art manuell. Da bei der Einkommensteuererklärung mit ELSTER seit ElsterFormular 2008/2009 endlich auch für das Anlageverzeichnis die Datenübernahme aus dem Vorjahr möglich ist, braucht man dort ja nur noch die im laufenden Jahr neu hinzugekommenen Anlagen zu erfassen, und für diese funktioniert das schöne Anlageverzeichnis für die Anlage EÜR im Taxpool Buchhalter korrekt.
Automatischer Buchungsassistent verschwunden
Buchen > "Automatischen Buchungsassistenten anzeigen" ist grau (inaktiv). Lösung: Funktioniert nur im Modus "Einfach buchen" und nur bei "Buchen im Stapel" (Taste oben links)
Die automatische Belegzuordnung (Automatischer Buchungsassistent > Verwalten...) lässt sich anscheinend leider noch nicht exportieren/importieren. (Wunschzettel 3/3)
05.05.2010 11:17 | geändert: 12.05.2010 11:37
7 Christian (Gast)
Danke für die Aktualisierung Deines Testes.
Taxpool hatte aber wohl kein Gob-Testat, oder ?
Kann man eigentlich in Taxpool vorbuchen und am Jahresende alle Buchungssätze in ein Buchungsprogramm mit Testat exportieren? Das Risiko des Verwerfens der Buchung ist doch sonst zu groß...
Ich hatte Taxpool nun schon zweimal im Visier, neben MS-Buchhalter ist es eines der günstigsten Programme, die Kontoumsätze importieren. Mir erschien MS-Buchhalter von der Aufmachung auch nicht schlecht. Dessen Webseite hinterlässt bei mir aber ein merkwürdiges Gefühl. Da scheint auch nicht viel zu passieren. Hattes Du schon mal MS-Buchhalter am Wickel ?
Aufgrund Deines recht positiven Tests von Taxpool schaue ich mir das Programm nun auch noch mal genauer an und lasse erst mal die große Vergleichsarbeit mit Sage und Co.
Wozu brauche ich das Programm? 70 Mieter buchen (Splittbuchungen oder ich lasse in Zukunft die Mieter die Betriebskosten und den Parkplatz extra überweisen), eine kleines IngBüro mit vielleicht 150 Rechnungen im Jahr, eine GmbH ohne wesentliche Rechnungen.
Alles Gute, Danke für die Testarbeit
Christian
05.05.2010 23:13
8 Gabi
Nein, ein GoB Testat hat der Taxpool Buchhalter wohl in der Tat leider noch nicht. Das Problem hatte ich anscheinend verdrängt, da sich bei uns noch nie ein Betriebsprüfer auch nur für den Namen des Programms interessiert hat, mit dem wir unsere Buchhaltung machen, geschweige denn dafür, ob es ein GoB Testat hat. Allerdings werden bei uns seit jeher beim Abschluss die Listen der Geldkonten und Gegenkonten immer ausgedruckt. Das ist dann auch für jeden externen Prüfer so übersichtlich und schnell & einfach zu kontrollieren, dass es AFAICS wohl auch überflüssig wäre, sich auch noch mit der individuellen FiBu Software zu beschäftigen. Am besten brennt man außerdem jedes abgeschlossene Jahr bzw. je nach Umsatz/Umfang/Bedarf Quartal oder Monat auch noch auf CD.
Sicherheitshalber ist ein GoB-Testat aber auch meiner Meinung nach natürlich auf jeden Fall immer sehr viel besser, schon damit man als Anwender im Zweifelsfall nicht erst umständlich detektivisch tätig werden muss, um das festzustellen. Außerdem ist man schließlich normalerweise nicht auch noch gleichzeitig Experte für Steuerrecht mit Übersicht über die aktuell gültige Rechtsprechung. Taxpool Buchhalter sieht für mich derzeit eigentlich GoB konform aus, sodass es sehr schade wäre, wenn ausgerechnet dieses schon besonders professionelle und fortschrittliche Programm auf Dauer ohne das Testat bleiben sollte. Für den Hersteller dürfte es aus meiner Sicht kein Problem sein, sich die Einhaltung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchhaltung bezüglich der elektronischen Datenverarbeitung einfach von einem Steuerberater bescheinigen zu lassen. Ich habe dazu einmal beim Support angefragt und hoffe sehr, dass das noch ergänzt wird.
Workaround
Eine Umbuchung in eine FiBu mit GoB-Testat wäre unter Umständen als Workaround denkbar, wobei Jahresende ganz sicher nicht mehr als "zeitnah" angesehen werden kann. Da man in aller Regel den Kontenrahmen benutzerdefiniert anpassen und diesen dann immer manuell abgeglichen halten muss, ist eine solche Umbuchung allerdings reichlich lästig. Der Taxpool Buchhalter erleichtert einem hier aber immerhin auch schon die Arbeit, indem er beim Export eine sehr schöne Liste der ergänzten Konten mit ausgibt (exportinfo.txt). Eine solche Kombination mit einer zweiten FiBu dürfte sich bei mir wohl ggf. auf Dauer auch nicht vermeiden lassen, falls bei Taxpool das Problem der Splittbuchungen beim Import von Kontoauszügen noch lange bestehen bleiben sollte.
Alternativen
MS-Buchhalter kenne ich noch nicht, könnte aber nach der Beschreibung auf der Webseite tatsächlich auch sehr interessant sein! Danke für den Tipp! Werde ich mir evtl. gelegentlich auch mal ansehen. Besonders positiv stach mir schon mal ins Auge, dass der MS Buchhalter anscheinend von einem Steuerberater, der schon mit eigener Webseite online ist(!), mit entwickelt wird und bei diesem auch im praktischen Einsatz ist.
Zum Thema gab es BTW kürzlich auch einen interessanten Thread im Usenet:
Suche Buchhaltung mit Excel-Import oder Templates fuer Standard-Geschaeftsvorfaelle Message-ID: <hnoue0$ona$1@news1.tnib.de>
12.05.2010 11:25
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