| Tipp! |
Sehr viele Fachbegriffe findet man gut erklärt
bereits bei Wikipedia:
Einfach das gesuchte Wort anhängen, z.B.
http://de.wikipedia.org/wiki/Trugdolde oder
http://de.wikipedia.org/wiki/Blattspreite usw. |
| Achselknospe |
Knospe
im Winkel Stängel-Blatt oder Haupttrieb-Seitentrieb |
| Adventivknospe |
ruhende
Knospe an einem Knoten, häufig unsichtbar (Foto Adventivknospe, "Auge") |
| Arboretum |
Gehölzanpflanzungen
zu Studienzwecken |
| Art
(Species) |
Gruppe
von Individuen, die sich fruchtbar fortpflanzen. Der Artname besteht aus 2
Wörtern, von denen das erste der Gattungsname ist und groß geschrieben
wird. |
| Astring |
ringförmige
Verdickung der Astansatzstelle am Stamm, nicht immer erkennbar, Foto Astring. |
| Auge |
Adventivknospe |
| ausreifen |
=verholzen
(->Winterschutz) |
| Baum |
Gehölz
mit einem oder wenigen Stämmen und verzweigter Krone <->Strauch |
| Chimäre |
Mischwesen, bezeichnet nach den Geschöpfen aus der griechischen Mythologie. Genetisch uneinheitliches Individuum, das nur äußerst selten vorkommt, nebeneinander Gewebeschichten mit Originalzellen beider Elternteile enthält (Periklinal-Chimäre) und aus einem Sport (Spielart, plötzliche Knospenmutation in einem einzelnen Nebenspross) entstanden ist. Der Sport ist nicht homogen, sondern ein Mosaik (=Verschiedene Zellen nebeneinander), daher können solche Chimären, nur durch Veredelung vermehrt werden. Beispiele:
Korkenzieherhasel (Corylus avellana 'Contorta'),
Chimären-Goldregen (+Laburnocytisus adamii) und die weiße Buschmalve Lavatera 'Barnsley'. [Was ist eine Chimäre?/a>] |
| Dornen |
Holzauswüchse
(lassen sich schwer entfernen) <-> Stacheln
(Rosen haben Stacheln, Stachelbeeren haben Dornen) |
| FAQ,
FAQs |
Liste
mit häufigen Fragen (engl.: frequently
asked questions)
und Antworten darauf. Zum Beispiel Garten FAQ oder Pflanzen Schädlinge & Krankheiten (Pflanzenschutz-FAQ) |
| Familie |
Gruppe
von Gattungen mit gemeinsamen Merkmalen.
Familiennamen enden auf -aceae |
| Frucht |
Reifer
Fruchtknoten, Blüte bei Samenreife |
| Fungizid |
Chemisches
Pilzbekämpfungsmittel |
| Gattung
(Genus, Genera) |
Gruppe
von Arten mit gemeinsamen Merkmalen (Gattungsnamen
werden groß geschrieben) |
| gegenständig |
paarig
gegenüberstehend (<-> wechselständig) |
| Gemüse |
Essbare Teile krautiger
Pflanzen, <-> Obst |
| Halbschatten |
hell,
aber keine volle Sonne |
| Halbstrauch |
nur an der Basis
verholzt |
| Häusigkeit |
Häusigkeit ist die Verteilung der Geschlechter
auf Pflanzen. Bei zweihäusigen Pflanzen (diözisch/Diözie) gibt es "Männchen" und
"Weibchen": Eine Pflanze hat dann entweder nur weibliche oder nur männliche
Blüten. Bei Einhäusigkeit (monözisch/Monözie) gibt es männliche *und* weibliche Blüten auf einer
Pflanze. Bei dem typischen Beispiel für die Blüte in der Schule wie etwa der
Tulpe ist die Blüte dagegen zwittrig: Es gibt sowohl männliche
Fortpflanzungsorgane (Staubblätter) als auch weibliche (Fruchtblätter ->Fruchtknoten/Griffel/Narbe)
Siehe auch Häusigkeit (mit Fotos) |
| Herbizid |
Chemisches
Unkrautbekämpfungsmittel |
| Humus |
Organische
Stoffe im Boden, die sich langsam zersetzen. |
| Hybriden |
Kreuzungen
zwischen unterschiedlichen Arten oder Gattungen |
| Jahreszuwachs |
Jahreszuwachs,
Wuchskraft, Wuchsform, Höhe / Breite können nie exakt angegeben werden, da abhängig von diversen Faktoren:
Standort/Pflege (z.B. Licht, Wasser, Nährstoffe) und
Witterungsverhältnissen |
| immergrün |
Die
Blätter fallen erst nach mehreren Vegetationsperioden ab, nicht
erkennbar, da nicht alle gleichzeitig (<->wintergrün>;
z.B. Buchsbaum (Buxus sempervirens) u.v.a. |
| Kallus |
Wundgewebe,
das sich bei Verletzungen aus dem Kambium bildet, sich über die Wunde
schiebt und sie verschließt |
| Kalthaus |
ungeheizter,
aber frostfreier Raum, z.B. Garage;
hell für Immergrüne, auch dunkel für Laubabwerfende
|
| Kambium |
Gewebeschicht
aus teilungsfähigen Zellen;
für
Dicken- und Längenwachstum von Stamm und Wurzel;
bei Verletzungen für Wundgewebe (Kallus), das diese überwallt.
|
| Knoten |
häufig
verdickter Punkt an Stängel oder Wurzel, aus dem sich Triebe, Blätter
oder Blüten entwickeln |
| Mulch |
ca.
handhohe Schicht aus kleingeschnittenen Pflanzenresten, auch Grasschnitt (ggf.
vorher etwas antrocknen lassen!), Bananenschalen usw.;
zur besseren Optik oben Schicht Holzhäcksel |
| Obst |
Essbare Früchte
und Samen einheimischer* Gehölze oder Halbsträucher
*anderes Obst aus Südregionen: Südfrüchte
<-> Gemüse |
| >Phänologie - phänologische
(natürliche) Jahreszeiten
(Einteilung der Botaniker) |
Winter:
XII, I, II
|
E11-M2
(Ende
November - Mitte Februar)
ab Lichtmess (02.02) werden die Tage wieder merklich länger
|
(Vorwinter - Warmlufteinbruch-kälteste Wochen ab Neujahr)
Schneeheide (Erica carnea),
Winterjasmin (Jasminum nudiflorum),
Zaubernuss (Hamamelis spec.) |
| Vorfrühling:
III |
M2-E3
(Mitte
Februar - Ende März)
Beginn: Tag, an dem sich die Blütenblätter der Schneeglöckchen
abspreizen;
Ende: Salweidenkätzchen pollengelb |
Winterling (Eranthis hyemalis),
Schneeglöckchen (Galanthus nivalis),
Haselnuss (Corylus avellana),
Salweide (Salix caprea)
Frühblüher wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im März |
Erstfrühling:
IV
|
E3-M4
(Ende März - Mitte April)
Beginn: Laubaustrieb Stachelbeere,
Ende: Birnbaumblüte |
Forsythie (Forsythia),
Buschwindröschen (Anemone nemorosa),
Echte Schlüsselblume (Primula veris);
Löwenzahn (Taraxacum officinale);
Kartoffeln werden bestellt, Hafer geht auf, Blüte Kirsche, Pflaume,
Spitzahorn, Schlehe, Austrieb Laubbäume, Vieh auf Weide, Brutzeit viele
Vogelarten (Spatz, Buchfink, Grünfink, Meisen, Lerchen, Stelzen
Zaunkönig, Rotkehlchen, Star, Elster)
Frühlingsblumen wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im April |
| Vollfrühling:
V |
M4-E5
(Mitte April - Ende Mai)
Beginn: Blüte erste Apfelsorten
Ende: Blüte Wiesenfuchsschwanz
Letzter Frosttermin: Anfang April-Ende Mai
|
Blüte Flieder, Rosskastanie,
Rhododendren, Magnolie, Goldregen,
Dichternarzisse,
Tränendes Herz, Pfingstrosen, Blaukissen,
Gänsekresse, Steinkraut,
Teppichphlox, Schleifenblume, Kartoffeln gehen auf
Frühlingsblüher wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im Mai
|
| Frühsommer:
VI |
E5-E6
(Ende Mai - Ende Juni)
Beginn: Blüte Winterroggen (Holunder, erste Rosen)
Ende: Blüte Sommerlinde (Blüte Frühkartoffeln, Reife
Stachel-/Johannisbeeren) |
Schafskälte:
Ende Juni
Sonnenwende: 21.06.
Johanni: 24.06. (Ende Ernte Spargel / Rhabarber) |
| Hochsommer:
VII |
A7-M8
(Anfang
Juli - Mitte August)
Beginn: Blüte Madonnenlilie, Wegwarte
Ende: Ernte Winterweizen, Blüte Calluna |
Blüte Phlox, Stockrosen,
Lavendel, Spätkartoffel |
| Spätsommer:
VIII |
E7-E8
(Ende
Juli - Ende August)
Beginn: Blüte Calluna, Reife
Ebereschenfrüchte/Vogelbeeren, Haferernte
Ende: Blüte Dahlien, Sonnenhut |
Hundstage (E VII- E XIII): Sternbild des Großen Hundes
mit
Fixstern Sirius rückt bes. nah an die Erde
Reife frühe Birnen- und Apfelsorten |
Frühherbst:
IX
(Altweibersommer) |
E8-M9
(Ende
August - Mitte September)
Beginn: Blüte Herbstzeitlose
Ende: Reife 'Hauszwetschke' (nur diese Sorte!), reife Kastanien fallen vom
Baum |
Charakteristisch: Tausende kleiner Spinnen lassen sich an
zarten Fäden von den Bäumen ab und mit dem Wind in neue Lebensräume
tragen
Reife mittelfrühes Kernobst, Holunder, Heckenrose, Hagebutte;
Blüte Kissenastern, hohe Astern, Herbstanemonen |
| Vollherbst:
X |
M9-E10
(Mitte
September - Ende Oktober)
Beginn 1. Hälfte (M IX - A X): Rosskastanien
Beginn 2. Hälfte (A X - E X): Aussaat Winterweizen
Ende: Blattfall Kernobst |
Reife Eichen-, Buchenfrüchte, Walnüsse (wenn sich Hüllen vom harten
Kern lösen), Verfärbung Blätter großer Laubbäume;
Blüte Gartenchrysanthemen;
Eichhörnchen legt Wintervorrat an Nüssen in Verstecken an, Igel frisst
sich Fettschicht an, Zugvögel sitzen auf gepackten Koffern zur Reise in
den Süden;
Laubfall |
| Spätherbst:
XI |
E10-E11
(Ende
Oktober - Ende November)
Beginn: Blattfall
Ende: Ende Feldarbeiten
Blattfall Straßenbäume |
Blattfall
Wildgehölze; riesige Laubhaufen (=federweiche
Sprungkissen für Kinder ,
Mulch!)
Zwischen Laubfall und Dauerfrost: Pflanzzeit für Gehölze, Stauden |
| Advent:
XII |
Rückzugsbewegung
ins Innere - äußere Ruhe |
|
| Ruderalpflanzen |
Pflanzen, die auf stickstoffreichen
Schutzplätzen gedeihen/offen gehaltene vorübergehend ungenutzte Flächen |
| Scheinfrucht,
Scheinfrüchte |
Fruchtfleisch
wird nicht aus den Fruchtblättern, Fruchtknoten gebildet, sondern
z. B.
aus Blütenboden (Malus, Apfel) oder überhaupt nicht von der
Elternpflanze/Blüte, sondern vom Samen selbst (Taxus,
Eibe). |
| schlafendes
Auge |
Adventivknospe |
| Sorten |
Varianten
von Arten. Der Sortenname wird groß und in einfachen
Anführungszeichen geschrieben. |
| Sport |
Spielart, plötzliche Knospenmutation in einem einzelnen Nebenspross. Der Sport ist nicht homogen, sondern ein Mosaik (=Verschiedene Zellen nebeneinander), daher können Pflanzen-Sorten, die aus einem Sport entstanden sind, sogenannte Chimären, nur durch Veredelung vermehrt werden. Beispiele:
Korkenzieherhasel (Corylus avellana 'Contorta'),
Chimären-Goldregen (+Laburnocytisus adamii) und die weiße Buschmalve Lavatera 'Barnsley'. [Was ist ein Sport?] |
| Stacheln |
Rindenauswüchse,
lassen sich leicht abbrechen <-> Dornen
(Rosen haben Stacheln, Stachelbeeren haben Dornen) |
| Staude |
Mehrjährige
Pflanze, deren oberirdische Teile meistens im Winter absterben und
aus dem Wurzelballen neu austreiben;
krautig (=nicht verholzend; <-> Gehölz: Baum
oder Strauch);
die meisten Stauden werden direkt nach der Blüte sehr stark (ca.
handhoch) zurückgeschnitten, Spätblühendes erst im folgenden Frühjahr,
denn abgestorbene Triebe sind der beste Winterschutz. |
| Strauch |
Gehölz
mit vielen Stämmen, die sich in Bodennähe verzweigen. <‑> Baum |
| Wasserschosse |
massenhaft
steil nach oben wuchernde Triebe nach starkem Rückschnitt |
| wechselständig |
einzeln
stehend (<-> gegenständig) |
| wintergrün |
Die
Blätter fallen beim Austrieb der neuen Blätter ab (<‑>immergrün);
seltener; z.B. Liguster (Ligustrum vulgare), Duftheckenkirsche
(Lonicera fragrantissima), Feuerdorn
(Pyracantha); halbwintergrün:in rauen Wintern werden die
Blätter abgeworfen |
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Veredelung |