Garten Pflanzen A-Z Pflege Schneiden, Überwintern, Düngen, Vermehren, (Um-)Pflanzen, Krankheiten Blog [Kommentar] [Frage]

01.07.02 | Zuletzt aktualisiert: 31.10.2009

 

 Glossar Garten - Was ist eigentlich... (Fachbegriffe) 

ProblemeGlossar
Tipp! Sehr viele Fachbegriffe findet man gut erklärt bereits bei Wikipedia:
Einfach das gesuchte Wort anhängen, z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Trugdolde oder http://de.wikipedia.org/wiki/Blattspreite usw.
Achselknospe Knospe im Winkel Stängel-Blatt oder Haupttrieb-Seitentrieb
Adventivknospe ruhende Knospe an einem Knoten, häufig unsichtbar (Foto Adventivknospe, "Auge")
Arboretum Gehölzanpflanzungen zu Studienzwecken
Art (Species) Gruppe von Individuen, die sich fruchtbar fortpflanzen. Der Artname besteht aus 2 Wörtern, von denen das erste der Gattungsname ist und groß geschrieben wird.
Astring ringförmige Verdickung der Astansatzstelle am Stamm, nicht immer erkennbar, Foto Astring.
Auge Adventivknospe
ausreifen =verholzen (->Winterschutz)
Baum Gehölz mit einem oder wenigen Stämmen und verzweigter Krone <->Strauch
Chimäre Mischwesen, bezeichnet nach den Geschöpfen aus der griechischen Mythologie. Genetisch uneinheitliches Individuum, das nur äußerst selten vorkommt, nebeneinander Gewebeschichten mit Originalzellen beider Elternteile enthält (Periklinal-Chimäre) und aus einem Sport (Spielart, plötzliche Knospenmutation in einem einzelnen Nebenspross) entstanden ist. Der Sport ist nicht homogen, sondern ein Mosaik (=Verschiedene Zellen nebeneinander), daher können solche Chimären, nur durch Veredelung vermehrt werden. Beispiele: Korkenzieherhasel (Corylus avellana 'Contorta'), Chimären-Goldregen (+Laburnocytisus adamii) und die weiße Buschmalve Lavatera 'Barnsley'. [Was ist eine Chimäre?/a>]
Dornen Holzauswüchse (lassen sich schwer entfernen) <-> Stacheln
(Rosen haben Stacheln, Stachelbeeren haben Dornen)
FAQ, FAQs Liste mit häufigen Fragen (engl.: frequently asked questions) und Antworten darauf. Zum Beispiel Garten FAQ oder Pflanzen Schädlinge & Krankheiten (Pflanzenschutz-FAQ)
Familie Gruppe von Gattungen mit gemeinsamen Merkmalen. Familiennamen enden auf -aceae
Frucht Reifer Fruchtknoten, Blüte bei Samenreife
Fungizid Chemisches Pilzbekämpfungsmittel
Gattung (Genus, Genera) Gruppe von Arten mit gemeinsamen Merkmalen (Gattungsnamen werden groß geschrieben)
gegenständig paarig gegenüberstehend (<-> wechselständig)
Gemüse Essbare Teile krautiger Pflanzen, <-> Obst
Halbschatten hell, aber keine volle Sonne
Halbstrauch nur an der Basis verholzt
Häusigkeit

Häusigkeit ist die Verteilung der Geschlechter auf Pflanzen. Bei zweihäusigen Pflanzen (diözisch/Diözie)  gibt es "Männchen" und "Weibchen": Eine Pflanze hat dann entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten. Bei Einhäusigkeit (monözisch/Monözie) gibt es männliche *und* weibliche Blüten auf einer Pflanze. Bei dem typischen Beispiel für die Blüte in der Schule wie etwa der Tulpe ist die Blüte dagegen zwittrig: Es gibt sowohl männliche Fortpflanzungsorgane (Staubblätter) als auch weibliche (Fruchtblätter ->Fruchtknoten/Griffel/Narbe) Siehe auch Häusigkeit (mit Fotos)

Herbizid Chemisches Unkrautbekämpfungsmittel
Humus Organische Stoffe im Boden, die sich langsam zersetzen.
Hybriden Kreuzungen zwischen unterschiedlichen Arten oder Gattungen
Jahreszuwachs Jahreszuwachs, Wuchskraft, Wuchsform, Höhe / Breite können nie exakt angegeben werden, da abhängig von diversen Faktoren:
Standort/Pflege (z.B. Licht, Wasser, Nährstoffe) und Witterungsverhältnissen
immergrün Die Blätter fallen erst nach mehreren Vegetationsperioden ab, nicht erkennbar, da nicht alle gleichzeitig (<->wintergrün>; z.B. Buchsbaum (Buxus sempervirens) u.v.a.
Kallus Wundgewebe, das sich bei Verletzungen aus dem Kambium bildet, sich über die Wunde schiebt und sie verschließt
Kalthaus ungeheizter, aber frostfreier Raum, z.B. Garage;
hell für Immergrüne, auch dunkel für Laubabwerfende
Kambium Gewebeschicht aus teilungsfähigen Zellen;

für Dicken- und Längenwachstum von Stamm und Wurzel;  
bei Verletzungen für Wundgewebe (Kallus), das diese überwallt.

Knoten häufig verdickter Punkt an Stängel oder Wurzel, aus dem sich Triebe, Blätter oder Blüten entwickeln
Mulch ca. handhohe Schicht aus kleingeschnittenen Pflanzenresten, auch Grasschnitt (ggf. vorher etwas antrocknen lassen!), Bananenschalen usw.;
zur besseren Optik oben Schicht Holzhäcksel
Obst Essbare Früchte und Samen einheimischer* Gehölze oder Halbsträucher
*anderes Obst aus Südregionen: Südfrüchte
<-> Gemüse
>Phänologie - phänologische (natürliche) Jahreszeiten

(Einteilung der Botaniker)

Winter: XII, I, II
E11-M2
(Ende November - Mitte Februar)
ab Lichtmess (02.02) werden die Tage wieder merklich länger
(Vorwinter - Warmlufteinbruch-kälteste Wochen ab Neujahr)
Schneeheide (Erica carnea),
Winterjasmin (Jasminum nudiflorum),
Zaubernuss (Hamamelis spec.)
Vorfrühling: III M2-E3
(Mitte Februar - Ende März)
Beginn: Tag, an dem sich die Blütenblätter der Schneeglöckchen abspreizen; 
Ende: Salweidenkätzchen pollengelb
Winterling (Eranthis hyemalis),
Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Haselnuss (Corylus avellana)
Salweide (Salix caprea)
Frühblüher wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im März
Erstfrühling: IV
E3-M4
(Ende März - Mitte April)
Beginn: Laubaustrieb Stachelbeere, 
Ende: Birnbaumblüte
Forsythie (Forsythia),
Buschwindröschen (Anemone nemorosa),
Echte Schlüsselblume (Primula veris);
Löwenzahn (Taraxacum officinale);
Kartoffeln werden bestellt, Hafer geht auf, Blüte Kirsche, Pflaume, Spitzahorn, Schlehe, Austrieb Laubbäume, Vieh auf Weide, Brutzeit viele Vogelarten (Spatz, Buchfink, Grünfink, Meisen, Lerchen, Stelzen Zaunkönig, Rotkehlchen, Star, Elster)
Frühlingsblumen wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im April
Vollfrühling: V M4-E5
(Mitte April -  Ende Mai)
Beginn: Blüte erste Apfelsorten
Ende: Blüte Wiesenfuchsschwanz
Letzter Frosttermin: Anfang April-Ende Mai
Blüte Flieder, Rosskastanie, Rhododendren, Magnolie, Goldregen, Dichternarzisse, Tränendes Herz, Pfingstrosen, Blaukissen, Gänsekresse, Steinkraut, Teppichphlox, Schleifenblume, Kartoffeln gehen auf
Frühlingsblüher wichtigste Arten Bild + Infos - Was blüht im Mai
Frühsommer: VI E5-E6
(Ende Mai - Ende Juni)
Beginn: Blüte Winterroggen (Holunder, erste Rosen)
Ende: Blüte Sommerlinde (Blüte Frühkartoffeln, Reife Stachel-/Johannisbeeren)
Schafskälte: Ende Juni
Sonnenwende: 21.06.
Johanni: 24.06. (Ende Ernte Spargel / Rhabarber)
Hochsommer: VII A7-M8
(Anfang Juli - Mitte August)
Beginn: Blüte Madonnenlilie, Wegwarte
Ende: Ernte Winterweizen, Blüte Calluna
Blüte Phlox, Stockrosen, Lavendel, Spätkartoffel
Spätsommer: VIII E7-E8
(Ende Juli - Ende August)
Beginn: Blüte Calluna, Reife Ebereschenfrüchte/Vogelbeeren, Haferernte
Ende: Blüte Dahlien, Sonnenhut
Hundstage (E VII- E XIII): Sternbild des Großen Hundes mit Fixstern Sirius rückt bes. nah an die Erde
Reife frühe Birnen- und Apfelsorten
Frühherbst: IX
(Altweibersommer)
E8-M9
(Ende August - Mitte September)
Beginn: Blüte Herbstzeitlose
Ende: Reife 'Hauszwetschke' (nur diese Sorte!), reife Kastanien fallen vom Baum
Charakteristisch: Tausende kleiner Spinnen lassen sich an zarten Fäden von den Bäumen ab und mit dem Wind in neue Lebensräume tragen
Reife mittelfrühes Kernobst, Holunder, Heckenrose, Hagebutte;
Blüte Kissenastern, hohe Astern, Herbstanemonen
Vollherbst: X M9-E10
(Mitte September - Ende Oktober)
Beginn 1. Hälfte (M IX - A X): Rosskastanien
Beginn 2. Hälfte (A X - E X): Aussaat Winterweizen
Ende: Blattfall Kernobst
Reife Eichen-, Buchenfrüchte, Walnüsse (wenn sich Hüllen vom harten Kern lösen), Verfärbung Blätter großer Laubbäume;
Blüte Gartenchrysanthemen;
Eichhörnchen legt Wintervorrat an Nüssen in Verstecken an, Igel frisst sich Fettschicht an, Zugvögel sitzen auf gepackten Koffern zur Reise in den Süden;
Laubfall
Spätherbst: XI  E10-E11
(Ende Oktober - Ende November)
Beginn: Blattfall
Ende: Ende Feldarbeiten
Blattfall Straßenbäume
Blattfall Wildgehölze; riesige Laubhaufen (=federweiche Sprungkissen für Kinder , Mulch!)
Zwischen Laubfall und Dauerfrost: Pflanzzeit für Gehölze, Stauden
Advent: XII Rückzugsbewegung ins Innere - äußere Ruhe
Ruderalpflanzen Pflanzen, die auf stickstoffreichen Schutzplätzen gedeihen/offen gehaltene vorübergehend ungenutzte Flächen
Scheinfrucht, Scheinfrüchte Fruchtfleisch wird nicht aus den Fruchtblättern, Fruchtknoten gebildet, sondern 
z. B. aus Blütenboden (Malus, Apfel) oder überhaupt nicht von der Elternpflanze/Blüte, sondern vom Samen selbst (Taxus, Eibe).
schlafendes Auge Adventivknospe
Sorten Varianten von Arten. Der Sortenname wird groß und in einfachen Anführungszeichen geschrieben.
Sport Spielart, plötzliche Knospenmutation in einem einzelnen Nebenspross. Der Sport ist nicht homogen, sondern ein Mosaik (=Verschiedene Zellen nebeneinander), daher können Pflanzen-Sorten, die aus einem Sport entstanden sind, sogenannte Chimären, nur durch Veredelung vermehrt werden. Beispiele: Korkenzieherhasel (Corylus avellana 'Contorta'), Chimären-Goldregen (+Laburnocytisus adamii) und die weiße Buschmalve Lavatera 'Barnsley'. [Was ist ein Sport?]
Stacheln Rindenauswüchse, lassen sich leicht abbrechen <-> Dornen
(Rosen haben Stacheln, Stachelbeeren haben Dornen)
Staude Mehrjährige Pflanze, deren oberirdische Teile meistens im Winter absterben  und aus dem Wurzelballen neu austreiben;
krautig (=nicht verholzend; <-> Gehölz: Baum oder Strauch);

die meisten Stauden werden direkt nach der Blüte sehr stark (ca. handhoch) zurückgeschnitten, Spätblühendes erst im folgenden Frühjahr, denn abgestorbene Triebe sind der beste Winterschutz.
Strauch Gehölz mit vielen Stämmen, die sich in Bodennähe verzweigen. <‑> Baum
Wasserschosse massenhaft steil nach oben wuchernde Triebe nach starkem Rückschnitt
wechselständig einzeln stehend (<-> gegenständig)
wintergrün Die Blätter fallen beim Austrieb der neuen Blätter ab (<‑>immergrün); seltener; z.B. Liguster (Ligustrum vulgare), Duftheckenkirsche (Lonicera fragrantissima), Feuerdorn (Pyracantha); halbwintergrün:in rauen Wintern werden die Blätter abgeworfen
Weiteres auf eigenen Seiten Veredelung
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