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Aronstab, Gefleckter Arum maculatum Im Frühling (meist ab April) erscheint die grünweiße Spatha, ein tütenähnliches Hochblatt, wie zum Beispiel auch bei der Calla (Zantedeschia), die einen kolbenförmigen, bis 8 cm langen Blütenstand umhüllt. An der Spitze keulenförmig verdickt und violett.

Aronstab, Gefleckter Arum maculatum | Aufnahme-Datum: 2003-05-18 | Foto ID‑Nr.: 2009031403
Im Frühling (meist ab April) erscheint die grünweiße Spatha, ein tütenähnliches Hochblatt, wie zum Beispiel auch bei der Calla (Zantedeschia), die einen kolbenförmigen, bis 8 cm langen Blütenstand umhüllt. An der Spitze keulenförmig verdickt und violett.

Dieses Bild ist Bestandteil des Artikels Aronstab, Gefleckter Arum maculatum.

Der Blütenstand hat die merkwürdige Eigenschaft, sich auf eine Temperatur von 37 Grad C zu erwärmen, wie man mit einer Wärmebildkamera sichtbar machen kann. Gleichzeitig entwickelt er aus Drüsen der Keule vor allem am Abend einen sehr unangenehmen, fauligen Harngeruch, um Insekten (Fliegen) anzulocken. Die Fliegen rutschen an der glatten Wand des Hochblattes in die Kesselfalle (Gleitfalle), wo sich die eingeschlechtlichen männlichen und weiblichen Blüten befinden, die übereinander jeweils in einem Kranz angeordnet sind (weibliche unten, reifen früher für Fremdbestäubung). Sie werden dort für etwa 24 Stunden gefangen gehalten, bis die Bestäubung sichergestellt wurde, einer der eigenartigsten Bestäubungsmechanismen in unserer Flora, für die der Aronstab berühmt ist: Die Bestäuber werden durch einen Haarring (Sperrborsten) an einer verengten Stelle der Spatha am Entkommen gehindert, der erst nach der Bestäubung welkt und den Weg damit wieder freigibt. Nach der Bestäubung verschwindet auch der aasartige Gestank der Blüten. Auf die in Ringen angeordneten eingeschlechtlichen Blüten bezieht sich der englische Name "Lords and Ladies" für den Aronstab.