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Götterbaum Ailanthus giftig und invasiv (Ailanthus altissima, syn. Ailanthus glandulosa)

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Artikel-Beschreibung - Hier geht es um
Götterbaum Ailanthus giftig und invasiv (Ailanthus altissima, syn. Ailanthus glandulosa) Inhalt Götterbaum (Ailanthus altissima) Wissenswertes Giftig Götterbaum als invasive Problempflanze Erfahrungen Kennzeichen zur Identifizierung, Ähnliche Arten Woher kommt der Name? Pflege[...] Go↓

Zuletzt aktualisiert: 2012-08-03
Diese Seite gibt es seit 2007.

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  STECKBRIEF - ARTINFORMATIONEN  

Familie: Simaroubaceae (Bitterholzgewächse Bitteresche) >
Arten-Anzahl der Gattung Ailanthus > (ca.) weltweit: 5
Kategorien, Blütenfarbe, Hauptblütezeit, sonst. Eigenschaften: Pflanzen > | Gehölze > | Weiß > | Juni > | Juli > | Sommerblüher > | Großbäume > | Gefiederte Blätter > | Kalkliebende > | Invasive Exoten > | Bienenweiden > | Straßenbäume > | Parkbäume > | Flachwurzler > | Wurzelausläufer > | Zweihäusige > | Arzneipflanzen > | Giftpflanzen > | Fruchtschmuck > |
Blütezeit [?] | Breite/Höhe | Verbreitung, Herkunft:
 VI-VII | b/h=10-15/30m | Asia: China, N-Korea, naturalized in Europe, N-America
Pflanzen: Pflanzabstand = 1/2 Wuchsbreite | Pflege: Schneiden Düngen Besondere Pflege (ggf.) | Pflanzenpflege | Pflanzen bestellen | Weitere Infos & Bilder, Fotos↓ | Bilder als Liste | Fotos nutzen?

Götterbaum (Ailanthus altissima)

Götterbaum (Ailanthus altissima) Typische Merkmale: Riesige Fiederblätter, rötliche Fruchtbüschel
Bild Datum: 2007-06-22 | Foto ID: 2007091701

Götterbaum Ailanthus Habitus

Wuchsform (Habitus) mit den typischen nach oben gerichteten Ästen (‑>Name!) | 2007-06-22

Wissenswertes, invasiv

Der Götterbaum (Ailanthus altissima) fällt vor allem im Sommer und Herbst durch große, prächtig orangerötliche, Büschel zahlreicher Früchte auf, ähnlich denen der Esche. Sie sind anfangs grün, dann gelblich und nach der rötlichen Färbung zuletzt bei Reife bräunlich gefärbt und bleiben den Winter über am Baum hängen.

Bei der Frucht handelt es sich um eine geflügelte Nuss, keine Schoten, die Flügel sind gedreht, Samen mittig. Außerdem charakteristisch sind besonders große, gefiederte Blätter auf, die bis zu 1 Meter lang werden können, meist etwa 50-60cm.

Da er wärmebedürftig ist, sieht man ihn als Zierbaum vor allem in Südeuropa, aber auch in Deutschland und Nachbarländern in Mitteleuropa ist er nicht selten. Bei uns in Berlin und Brandenburg wird er öfter als Straßenbaum angepflanzt, und er wächst leider auch schon häufig in verwilderten Beständen, siehe auch Invasive Ausbreitung↓.

Götterbaum Ailanthus Blätter Blüten

Blätter mit den unscheinbaren Blüten
2007-06-22

Späte Blüten: Als Sommerblüher etwa gleichzeitig wie die Linden sind Götterbäume eine beliebte Bienenweide. Blätter: Auch der Blattaustrieb erfolgt spät (wie Trompetenbaum (Catalpa) und Walnuss erst im Vollfrühling, Mai, wenn Flieder und Rosskastanien bereits in voller Blüte stehen.), ebenso der Blattfall (Spätherbst, November). Jungtriebe sind rötlich bis leuchtend rot, keine Herbstfärbung.

Geschlecht: Vom Götterbaum gibt es "Männchen" und "Weibchen": Die unscheinbaren Blüten sind oft eingeschlechtlich, (zweihäusig) verteilt und stehen in großen (10-25 cm langen), aufrechten, endständigen Rispen. Die männlichen riechen unangenehm, sind aber seltener, weil wegen der schönen rötlichen Fruchstände, dem eigentlichen Zierwert des Baumes, vor allem weibliche Bäume gepflanzt werden (Männliche nur zur Befruchtung).

> Giftig

Die Rinde mit ihren typischen hellen Längsrissen sowie die Blätter enthalten diverse Bitterstoffe, darunter Ailanthin und Quassin, die bei Berührung allergische Hautausschläge verursachen können, siehe auch weiteres zur Giftigkeit↓.

> Götterbaum als invasive Problempflanze

Naturschutz: Leider breitet sich der Götterbaum übermäßig sehr stark selbst aus, sowohl durch Aussaat als auch durch unterirdische Wurzelausläufer, die bis zu 15m(!) vom Stamm entfernt austreiben und im ersten Jahr 1-2,5m hoch werden können. Er kann dadurch flächendeckende Dickichte bilden, bedroht damit die einheimische Flora und Fauna und somit Ökosysteme und steht sowohl in Mitteleuropa als auch in Nordamerika inzwischen meist auf der schwarzen Liste für gefährliche invasive Exoten. Siehe auch Schwarze Listen für invasive Arten - Gefährliche Pflanzen.
Durch kräftige und viele Wurzelausschläge (Stockaussschläge) besonders nach der Fällung ist die Bekämpfung mühsam, teuer und dauert auch bei sorgfältiger Durchführung durch jeweils sofortiges Entfernen (Ausreißen) der Schößlinge mindestens mehrere Jahre, bis die Pflanze sich nicht mehr regenerieren kann, oder die Verwendung von Herbiziden, bei denen man auch oft erst (zu) spät feststellt, welchen weiteren Schaden sie für das Ökosystem und die menschliche Gesundheit anrichten.

Giftigkeit: Weiterhin gelangte er zu trauriger Berühmtheit, weil er bei Berührung allergische Reaktionen hervorrufen kann, insbesondere bei Personen, die mit dem Fällen, Roden beschäftigt sind. Auch die Pollen stehen im Verdacht, Allergien auszulösen.

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> Pflege und Kultur

Standort, Ansprüche:

Volle Sonne, sonst anspruchslos, mäßig winterhart bzw. frosthart bis etwa -20 Grad.

Schneiden:

Keine Besonderheiten, normal auslichten.

Vermehren:

Ungeschlechtlich durch Abteilung von Wurzelausläufern, geschlechtlich durch (Selbst-)Aussaat, beides sehr leicht.

Sonstiges:

Wuchskraft, Jahreszuwachs: Schnellwüchsig, meist bis zu 80cm pro Jahr, nach 10 Jahren in der Regel 5-10 m hoch. Wurzelausläufer bringen besonders kräftige Triebe hervor, die im ersten Jahr 1,5 bis 2,5 Meter Höhe erreichen können.
Wurzeln: Flachwurzler, aggressive Wurzeln, nicht in die Nähe von Bauwerken pflanzen! Kann auch Bodenplatten und ähnliches anheben. Siehe auch Schäden durch Wurzeln. Insbesondere bei Verletzung der Wurzeln oder Rodung des Baumes treiben die Wurzeln viele und äußerst lästige Wurzelausläufer (Wurzelschößlinge, Wurzelbrut). Aufgrund seiner aggressiven Ausbreitung durch Ausläufer und Selbstaussaat ist die Pflanzung des Götterbaumes ökologisch sehr bedenklich, und man sollte trotz seiner Schönheit und dem hohen Zierwert im Spätsommer und Herbst unbedingt darauf verzichten, vor allem weil er durch den Wurzelausschlag (Stockausschlag) und die Wuchsgeschwindigkeit nur schwer und aufwändig zu bekämpfen ist.

Siehe auch Pflanzenpflege Grundsätzliches↓

> Besonderheiten

> Kennzeichen zur Identifizierung, Ähnliche Arten

1. Jungexemplare vom Götterbaum, die noch nicht so hoch sind, kann man leicht vor allem mit dem Essigbaum (Rhus typhina) verwechseln. Seine Blätter sind ähnlich gefiedert und recht lang, und er ist ebenfalls für lästige Wurzelaustriebe berüchtigt. Unterschiede der Blätter: Den Götterbaum unterscheidet man vor Blüte- und Fruchtzeit durch ganzrandige Fiederblättchen (Essigbaum gesägt), die oft unten unregelmäßig große 1-4 Zähne oder Einkerbungen haben, diese unterseits mit auffälligen Drüsen (->Synonym Ailanthus glandulosa, Drüsiger Götterbaum), deren Berührung Hautreizungen verursachen kann.

2. Ähnlichkeit besteht auch mit den Blättern und den büschelig stehenden Früchten der Esche (Fraxinus excelsior), deren Blätter jedoch deutlich kürzer und gesägt sind (->Weiterer Deutscher Name für Ailanthus: Stinkesche, mit Bezug auf den Geruch der männlichen Blüten).

3. Die in Parks häufige Kaukasische Flügelnuss oder Eschenblättrige Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) treibt ebenfalls gerne sehr lange unterirdische Ausläufer und lästige Wurzelausschläge (bis zu 10 m vom Stamm), durch die sie sich in dichte Gebüsche verjüngt. Sie ist aber durch ihre hängenden Blüten, die mit dem Laubaustrieb schon früh im April erscheinen, sowie ihre sich anschließend entwickelnden typischen langen, hängenden Fruchtstände zu unterscheiden.

Andere Ailanthus Arten sind ebenfalls ähnlich, aber sehr selten und werden allenfalls in Botanischen Gärten oder Spezialsammlungen kultiviert, z.B. Ailanthus giraldii.

> Verwendungen

Der Götterbaum wird vor allem verwendet als

  • Straßenbaum und Parkbaum, aber auch zur
  • Honiggewinnung (pollen- und nektarreiche, späte Blüten) und
  • in China auch als Futter für Seidenraupen.

Arzneipflanze (Heilpflanze): Ferner sollen enthaltene Lactone wirksam gegen bestimmte Krebs- bzw. Tumorarten sein.
Auch in der traditionellen chinesischen Medizin und der Homöopathie findet er Verwendung, dort meist mit dem Synonym Ailanthus glandulosa bezeichnet.

Das Holz ist nicht sehr wertvoll und wird hauptsächlich als Brennholz genutzt.

> Natürlicher Lebensraum (Habitat)

Vorkommen: Biotop, Verbreitung: Ailanthus altissima wächst natürlich unterhalb von 1000 Metern im Hochland Ostasiens (Südchina und Nordkorea). Hauptsächlich in Kultur bekannt und von dort verwildert.

Wegen seiner hohen Wachstumsgeschwindigkeit und Resistenz gegen Salz, Trockenheit, Abgase und Nährstoffmangel wurde er seit seiner Einführung Mitte des 18. Jahrhunderts auch in Europa und Amerika gerne als Straßenbaum in Städten verwendet, wo er so stark verwilderte, dass er heute eine gefährliche Problempflanze ist.

> Alter, Lebensdauer - Wie alt werden Götterbäume?

Die Lebenserwartung ist gering. Der Götterbaum wird oft nur 50(-80, vereinzelt Exemplare bis 180) Jahre alt. Sein Holz ist dann sehr brüchig, und die Standsicherheit lässt nach.

> Woher kommt der Name?

Der deutsche Name 'Götterbaum' oder 'Baum des Himmels'  (im Englischen 'Tree of Heaven') sowie der botanische Ailanthus (nach seinem einheimischen Namen Aylanto mit derselben Bedeutung) beziehen sich auf seine besondere Wuchsform mit nach oben gerichteten Ästen.

> Erfahrungen | Tipps | Probleme | häufige Fragen & Antworten (FAQ) | Kommentare | Notizen

> Ähnliche Arten und Pflanzen am ähnlichen Standort

Pflege - Kultur Grundsätzliches

Schneiden Umpflanzen Düngen Gießen Licht Vermehren und Überwintern (Winterhärte)

Siehe Pflanzenpflege in 10 Regeln (=Einmal verstehen, und dann *alle* Pflanzen richtig pflegen, schneiden, umpflanzen, düngen, gießen, vermehren und überwintern können.)

Frage (FAQ): Wie und wann schneiden (Schnitt zurückschneiden Rückschnitt) Sonne oder Schatten Wasser (feucht oder trocken Feuchtigkeit Gießen wässern) Standort Boden pH-Wert sauer oder kalkhaltig (alkalisch) Luftfeuchtigkeit düngen (Düngung Dünger) Pflanzung und beste Pflanzzeit (Umpflanzen verpflanzen versetzen umtopfen) überwintern (Überwinterung Winter Frosthärte Winterhärte - winterhart bzw. frosthart bis wieviel Grad) vermehren (Vermehrung Samen aussäen Stecklinge bewurzeln oder teilen Teilung)?

Antwort: Für die Pflege der allermeisten häufigen Pflanzen, zumindest der beliebten Gartenpflanzen, Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen, gelten dieselben grundsätzlichen Regeln, selbst wenn einige der ursprünglichen Wildarten besondere Ansprüche haben wie beispielsweise die Orchideen. In Kultur und im Handel sind hauptsächlich anspruchslosere Arten oder züchterisch insbesondere diesbezüglich verbesserte Zuchtsorten.

Tipps für die Garten-Praxis einschließlich Zimmerpflanzen: Die meisten Krankheiten und Schädlinge kommen nicht durch Pflegefehler, sondern nur durch zu starke Vernachlässigung zustande und lassen sich leicht vermeiden. Weitere Informationen auf unserer Spezialseite Pflanzenpflege Schneiden überwintern vermehren umpflanzen Licht Wasser düngen.

Bei uns werden daher normalerweise alle hier aufgeführten Angaben zu Standort, Pflege usw. der jeweiligen Pflanzen nur dann erwähnt, wenn sich Besonderheiten bzw. Abweichungen der allgemeinen Ansprüche ergeben oder sich Fragen dazu häufen. Im Zweifelsfall können Sie auch [→zur Sicherheit fragen] (bitte die Regeln (Punkt 5) beachten).

Nützliche externe Links (Bookmarks von Gabi & Garten Team)

Kurzinfos

Für Artikel, die sich auf Pflanzen (Pflanzenarten) beziehen: Überblick mit Angaben zur Familie, Artenzahl der Gattung, Blütezeit, Wuchsform (Wuchsbreite und Wuchshöhe) sowie natürliche Verbreitungsgebiet(e) (Heimat) und weitere Kurzinfos siehe Pflanzen-Daten auf einen Blick in der Kurz-Übersicht ↑

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