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Ginkgobaum (Ginkgo + Ginko - aber nicht Gingko!): Pflege, Überwintern, Wirkung + Alter (Ginkgo biloba)

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Ginkgobaum (Ginkgo + Ginko - aber nicht Gingko!): Pflege, Überwintern, Wirkung + Alter (Ginkgo biloba) Inhalt Ginkgobaum (Ginkgo biloba) Wissenswertes: Blatt, Blüten u. Früchte Pflege, Überwintern Kugelginkgo (Zwergginkgo) Erfahrungen Wirkung (Tabletten, Tee) Alter Lebendes Fossil Gedic[...] Go↓

Zuletzt aktualisiert: 2012-01-21
Diese Seite gibt es seit 2004.

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  STECKBRIEF - ARTINFORMATIONEN  

Familie: Ginkgoaceae (Ginkgogewächse) >
Arten-Anzahl der Gattung Ginkgo > (ca.) weltweit: 1
Kategorien, Bltenfarbe, Hauptbltezeit, sonst. Eigenschaften: Pflanzen > | Gelb > | November > | Herbstfärbung > | Großbäume > | Straßenbäume > | Parkbäume > | Hausbäume > | Arzneipflanzen > | Zweihäusige > | Lebende Fossilien > |
Bltezeit [?] | Breite/Hhe | Verbreitung, Herkunft:
 IV-VI | b/h=8(-15)/30(-40)m | Asia: SE-China
Pflanzen: Pflanzabstand = 1/2 Wuchsbreite | Pflege: Dngen Besondere Pflege (ggf.) | Pflanzenpflege | Pflanzen bestellen | Weitere Infos & Bilder, Fotos↓ | Bilder als Liste

Ginkgobaum (Ginkgo biloba)

Ginkgobaum (Ginkgo biloba) beginnende Herbstfärbung beim besonders berühmten Prachtexemplar von 1872 an der Schlosskirche im Park der Insel Mainau, Bodensee.
Bild Datum: 2001-10-15 | 2005110701

Wissenswertes

Der Ginkgobaum (Ginkgo biloba), seit der Rechtschreibreform auch Ginko (aber nicht Gingko! Eselsbrücke: Mit "KO gehen" hat der Baum nichts zu tun) ist wegen der besonderen Form seines Blattes auch als Fächerblattbaum bekannt, die auffälligen Fächerblätter beeindrucken außerdem im November mit einer fantastisch leuchtenden Goldfärbung durch eine Anreicherung mit fluoreszierenden Stoffen.

Er ist {{zweihäusig}}, d.h. Ginkgobäume sind entweder "Männchen" oder "Weibchen".
Da die "Früchte" (s.u.) mit zunehmender Reife unangenehm nach Schwefelwasserstoff (Buttersäure, Stinkbombe) riechen, werden als Parkbäume und vor allem Straßenbäume normalerweise nur männliche Exemplare gepflanzt.


Ginkgoblüten erscheinen
erst nach etwa 20 Jahren,
hier: Männliche
2002-04-22


Typisches Ginkgo Blatt
2002-06-24

Ginkgo Blatt: Das eigenartige parallelnervige und gabelig verzweigte Fächerblatt ist am vorderen Rand wellig und oft durch tiefe Einschnitte 2lappig (‑>Name: biloba), was es zu einem Symbol für die Liebe↓ macht. Die Blätter stehen an Kurztrieben in Büscheln und an Langtrieben einzeln wechselständig.

Blüten erscheinen etwa ab dem 20. Standjahr. Sie entwickeln sich mit dem Laubaustrieb nur an Kurztrieben.

Früchte: Das Fruchtfleisch wird statt vom Fruchtknoten vom Samen gebildet, deshalb handelt es sich eigentlich nicht um eine Frucht, sondern um eine Scheinfrucht, wie z.B. auch bei der Eibe (Taxus baccata): Diese "Früchte" sind also genaugenommen die Samen.

Der Ginkgo ist daher wie die Nadelbäume ein Nacktsamer (Gymnospermae = Samenanlage nicht von Fruchtknoten umschlossen) und somit also kein Laubbaum (Bedecktsamer oder Angiospermae, die sich in der Evolution erst Millionen Jahre später entwickelt haben), aber auch kein Nadelbaum wie oft zu lesen ist, denn insbesondere sind die Blätter ja nicht nadelförmig. Er steht den Nadelbäumen nur näher.

> Bilder - Weitere schnste Fotos aus unserer Sammlung

... Ginkgobaum - Impressionen ...

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> Pflege und Kultur

Standort, Ansprche:

Keine Besonderheiten für Licht, Wasser oder Pflege. Sonne oder Halbschatten, normal gießen und düngen, siehe ggf. Richtig {{düngen}}.

Schneiden:

Normal auslichten.

Vermehren:

Es empfiehlt sich, den Baum nur durch Stecklinge zu vermehren, da die Blüten erst nach etwa 20 Jahren erscheinen, merkt man sonst erst zu spät, dass man sich ein übel riechendes weibliches Exemplar gepflanzt hat.

Sonstiges:

Pflanzung und Überwinterung: Jungpflanzen benötigen Frostschutz. Der beste Winterschutz sind Fichtenreisig oder Tannenreisig, da solche Zweige vor Frost schützen, aber Licht und Luft durchlassen. In rauen Lagen oder im besonders strengen Winter kann man auch Schilfmatten verwenden und diese ggf. zusätzlich mit trockenem Laub befüllen, da der Ginkgo laubabwerfend ist und daher auch eine dunkle Überwinterung möglich ist. Als Kübelpflanze einschließlich Bonsai frostfrei, aber kühl im Kalthaus, z.B. ungeheizte Garage überwintern. Ältere angewachsene Bäume sind bei uns völlig winterhart bzw. frosthart.
Wuchskraft und Wuchsgeschwindigkeit: Ginkgos sind schwachwüchsig, besonders die ersten ca. 5 Jahre. Jahreszuwachs 30-40cm.

Siehe auch Pflanzenpflege Grundstzliches↓

> Besonderheiten

> Wirkung: Die Inhaltsstoffe des Ginkgoblattes machen ihn berühmt als Arzneipflanze (Heilpflanze), vor allem aufgrund der Durchblutungsförderung des Gehirns. Trotz hoher Preise gehören die Präparate zu den meistverkauften pflanzlichen Mitteln in Deutschland. Meist werden Ginkgo Tabletten verwendet, es gibt jedoch auch Ginkgo Tee, in dem die Wirkstoffe in ganz erheblich geringerer Konzentration vorkommen. Die tatsächliche Wirkung ist unklar, wahrscheinlich entspricht die durchblutungsfördernde Wirksamkeit leider lediglich der von Kaffee. Auch ist die Wirksamkeit gegen Tinnitus zweifelhaft, Quellen siehe unter Links.

Während mein Mann von der Wirkung der Tabletten bisher überzeugt ist, konnte ich an mir durch die Einnahme leider keine Wirksamkeit bemerken - und allerdings auch zumindest in seinem Verhalten (Schusseligkeit u.ä.) noch keine Verbesserung feststellen...


Seine Art hat als einzige der Gattung überlebt, die schon im Jura global verbreitet war (Lebendes Fossil).
Sie gehört weder zu den Laubbäumen noch zu den Nadelbäumen, ist aber wie letztere ein Nacktsamer.

> Ginkgo Gedicht

Berühmt ist auch das schöne Gedicht über das bemerkenswerte Ginkgo Blatt von Goethe:


Das Ginkgoblatt
erinnert an Liebe: Goldene
Ginkgoblätter im Herbst.
Foto: 2005-11-06

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut,

Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als Eines kennt?

Solche Frage zu erwiedern,
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich Eins und doppelt bin?

Goethe, 1819 (1815)

> Sehenswerte Exemplare/Bestnde - Ausflugsziele

> Alter (Lebensdauer, Lebenserwartung): In China werden die ältesten Ginkgobäume auf etwa 1200 Jahre geschätzt, auch die um 1730 erstmals in Europa gepflanzten Sämlinge leben noch und stehen in Utrecht und Leyden.
Das älteste Exemplar in Deutschland von 1781 kann man im Gutspark in Harbke bei Magdeburg/Helmstedt bewundern, obendrein mit verwachsenem männlichen und weiblichen Stamm.


Sanssouci: Höchste Ginkgo Exemplare im Nordischen Garten von ca. 1860 | 2005-11-06

Potsdam, Park Sanssouci: Die größten Ginkgo Exemplare stehen im Nordischen Garten und sind von ca. 1860.
Männlich (leuchtend goldgelb, links):1980 23m Höhe/4,39m Stammumfang.
Weiblich (Beginnende Herbstfärbung, rechts): 1980 23m Höhe/4,43m Stammumfang.


Schlosspark Weinheim
Exemplar von ca. 1840
2000-05-15

Weinheim, Schlosspark: Exemplar von ca. 1840, 20m hoch/19m breit, Stammumfang 3,10m.


Schlosskirche Mainau
Exemplar von 1872
2000-09-08

2001-05-06

Laubaustrieb mit
Blüten
2002-04-22

Insel Mainau, Schlosskirche: Männliches Exemplar von 1872.

> Besondere Arten

Kugelbäume: Für kleine Gärten, den Vorgarten oder die Pflanzung im Kübel gibt es den Baum auch als Kugelbaum - Kugelginkgo, Zwergginkgo, z.B.:
Ginkgo biloba 'Mariken' 2,5-3,5 m hoch und breit und der etwas größer werdende
Ginkgo biloba 'Umbrella' 3-4 m hoch und breit.
Beide mit etwa 15-35 cm Jahreszuwachs schwachwüchsig.
Diese veredelten Gartenformen braucht man für die kugelige Wuchsform nicht besonders oder stark zu schneiden, beim Zurückschneiden werden sie wie normale Ginkgobäume nur gelegentlich zum Verjüngen ausgelichtet.
Meist erhältlich mit Stammhöhen von etwa 1,50 bis 2 m.

> Woher kommt der Name?

Ginkgo: Chinesischer Name des Baumes
bilobus: Zweilappig, nach der Blattform

> Erfahrungen | Tipps | Probleme | hufige Fragen & Antworten (FAQ) | Kommentare | Notizen

> Ähnliche Arten und Pflanzen am ähnlichen Standort

Pflege - Kultur Grundstzliches

Schneiden Umpflanzen Dngen Gieen Licht Vermehren und berwintern (Winterhrte)

Siehe Pflanzenpflege in 10 Regeln (=Einmal verstehen, und dann *alle* Pflanzen richtig pflegen, schneiden, umpflanzen, dngen, gieen, vermehren und berwintern knnen.)

Frage (FAQ): Wie und wann schneiden (Schnitt zurckschneiden Rckschnitt) Sonne oder Schatten Wasser (feucht oder trocken Feuchtigkeit Gieen wssern) Standort Boden pH-Wert sauer oder kalkhaltig (alkalisch) Luftfeuchtigkeit dngen (Dngung Dnger) Pflanzung und beste Pflanzzeit (Umpflanzen verpflanzen versetzen umtopfen) berwintern (berwinterung Winter Frosthrte Winterhrte - winterhart bzw. frosthart bis wieviel Grad) vermehren (Vermehrung Samen aussen Stecklinge bewurzeln oder teilen Teilung)?

Antwort: Fr die Pflege der allermeisten hufigen Pflanzen, zumindest der beliebten Gartenpflanzen, Kbelpflanzen und Zimmerpflanzen, gelten dieselben grundstzlichen Regeln, selbst wenn einige der ursprnglichen Wildarten besondere Ansprche haben wie beispielsweise die Orchideen. In Kultur und im Handel sind hauptschlich anspruchslosere Arten oder zchterisch insbesondere diesbezglich verbesserte Zuchtsorten.

Tipps fr die Garten-Praxis einschlielich Zimmerpflanzen: Die meisten Krankheiten und Schdlinge kommen nicht durch Pflegefehler, sondern nur durch zu starke Vernachlssigung zustande und lassen sich leicht vermeiden. Weitere Informationen auf unserer Spezialseite Pflanzenpflege Schneiden berwintern vermehren umpflanzen Licht Wasser dngen.

Bei uns werden daher normalerweise alle hier aufgefhrten Angaben zu Standort, Pflege usw. der jeweiligen Pflanzen nur dann erwhnt, wenn sich Besonderheiten bzw. Abweichungen der allgemeinen Ansprche ergeben oder sich Fragen dazu hufen. Im Zweifelsfall knnen Sie auch [→zur Sicherheit fragen] (bitte die Regeln (Punkt 5) beachten).

Ntzliche externe Links (Bookmarks von Gabi & Garten Team)

Weitere Informationen zur Wirkung

Kurzinfos

Fr Artikel, die sich auf Pflanzen (Pflanzenarten) beziehen: berblick mit Angaben zur Familie, Artenzahl der Gattung, Bltezeit, Wuchsform (Wuchsbreite und Wuchshhe) sowie natrliche Verbreitungsgebiet(e) (Heimat) und weitere Kurzinfos siehe Pflanzen-Daten auf einen Blick in der Kurz-bersicht ↑

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