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Petersilie Anbau Pflanzen Aussäen + Pflege, Krankheiten (Petroselinum crispum)
Inhalt Petersilie (Petroselinum crispum) Besonderheiten Standort, Pflanzen, Aussäen und Pflege (Ansprüche, Kultur) Erfahrungsbericht: Petersilie wird gelb, wächst nicht und geht ein Weitere E[...] Go↓
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Zuletzt aktualisiert: 2010-03-09 20:05 Diese Seite gibt es seit 2007.
STECKBRIEF - ARTINFORMATIONEN
Familie: Apiaceae (Doldenblütler) >
Arten-Anzahl der Gattung Petroselinum > (ca.)
weltweit: 3
Kategorien, Blütenfarbe, Hauptblütezeit, sonst. Eigenschaften:
Pflanzen > |
Gelb > |
Juni > | Juli > | Gewürzpflanzen > | Essbare Wildkräuter > | Gemüse > | Nutzpflanzen > | Arzneipflanzen > | Kalkliebende > |
Blütezeit [?] | Breite/Höhe | Verbreitung, Herkunft: Biennial | VI-VII | b/h=0,2(0,5/0,5-1)m | S-Europe
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Inhalt
Petersilie (Petroselinum crispum)
 Petersilie im Topf braucht Fingerspitzengefühl beim Gießen. Bild Datum: 2007-10-21 | Foto ID: 2007102101
 Petersilienwurzel oder Wurzelpetersilie wird bis 2(5)cm breit und etwa 15cm lang. 2005-12-24
Besonderheiten
Petersilie (Petroselinum crispum) möchte man als wichtigstes Gewürzkraut neben Schnittlauch am liebsten direkt in der Nähe der Küche auf dem Balkon oder der Terrasse stehen haben.
Die Pflege im Topf ist jedoch etwas heikel, und es erfordert Fingerspitzengefühl, wenn die längere Kultur gelingen soll: Pflege
... Petersilie - Impressionen ...
Man kann sehr lange ernten, unter Glas ganzjährig. Die Blüten dieser zweijährigen Pflanzen erscheinen erst im Sommer des zweiten Jahres (Juni bis Juli).
Maultaschen mit Petersilie und Brutzelbrot zu S...
Bild Datum: 2009-12-29 Foto ID: 2009123001
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Blütenstände.
Bild Datum: 2004-07-11 Foto ID: 2007102104
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Blütenstand.
Bild Datum: 2004-07-11 Foto ID: 2007102105
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Blüten ganz nah.
Bild Datum: 2004-07-11 Foto ID: 2007102106
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Standort, Ansprüche:
Licht: Sehr hell, aber keine volle Sonne. Wasser: *Mäßig* gießen! Besonders übel nimmt sie zu viel Wasser, denn ihr natürlicher Lebensraum sind feuchte Felshänge mit gutem Wasserablauf. Kommt es zu Staunässe durch übergelaufendes Wasser im Untersetzer oder Übertopf, geht sie in kürzester Zeit ein. Daher nie gießen, bevor die oberste Erdschicht wieder abgetrocknet ist (Daumenprobe), jedoch auch nicht austrocknen lassen. Düngen: Was kräftig wachsen soll, braucht auch reichlich Nährstoffe, am besten alle 1-2 Wochen Flüssigdünger für Blattpflanzen ins Gießwasser in der genauen Menge nach Angabe des Herstellers.
Vermehren: Aussäen und Pflanzen: Die Aussaat geht sehr schnell & einfach im Minigewächshaus auf einem Fensterbrett über einer Heizung im Zimmer. Keimdauer: Wenige Tage bei vollständiger Keimung in normaler Blumenerde. Sobald die ersten richtigen Blätter nach den Keimblättern erscheinen: Pikieren (=Vereinzeln und Wurzeln einkürzen, damit sie sich besser verzweigen). Wenn die Sämlinge kräftig genug sind, in Beete pflanzen. Pflanzabstand ca. 10cm, Reihenabstand 20cm. Praxis-Tipp: Benötigt man keine großen Mengen, kann man auch Petersilie im Topf kaufen, günstig erhältlich z.B. bei ALDI. Diese mehrfach teilen und wie selbst ausgesäte in Büscheln oder Reihen pflanzen. Sonstiges: Ernten - Schneiden, Lagern: Beim Schneiden das "Herz" (In der Mitte: Innere, neue, kleine Blätter) schonen, sonst wachsen keine weiteren Blätter nach. Geschnittene Petersilie kann man im Kühlschrank einige Tage in einer fest verschlossenen Plastiktüte lagern. Dabei gehen jedoch Vitamine verloren, wenn möglich erst direkt vor der Verwendung schneiden.
Siehe auch Pflanzenpflege Grundsätzliches↓
> Ähnliche Arten und Sorten, Kennzeichen zur Identifizierung
Petersilie, auch Blattpetersilie, Schnittpetersilie oder Krause Petersilie (Petroselinum crispum) genannt, hat gewellte Blätter, ist besonders dekorativ, robust und kommt daneben in zwei Varietäten vor:
- Glatte Petersilie (Petroselinum crispum var. neapolitanum, syn. P. crispum var. latifolium) hat flache Blätter und stärkeren Geschmack.
- Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var. tuberosum, syn. P. crispum bar. radicosum), auch Petersilienwurzel oder Knollenpetersilie genannt, hat besonders große Wurzeln und ist als Wurzelgemüse z.B. Bestandteil vom Suppengrün oder auch der Schlesischen Weihnachtssoße (Fischtunke)↓. Ihre Blätter kann man wie Blattpetersilie verwenden.
Gartenpetersilie ist jeweils in zahlreichen Zuchtsorten davon im Handel, besonders häufig sind z.B. 'Mooskrause' mit besonders stark gewellten, krausen Blättern oder 'Einfache Schnitt' mit glatten Blättern.
Verwechslungsgefahr: Die ähnliche, sehr stark giftige Hundspetersilie, Gartenschierling (Aethusa cynapium), einem häufigen einjährigen Garten-Unkraut, lässt sich durch den unangenehmen Geruch zerriebender Blätter unterscheiden. Außerdem blüht sie weiß, während Petersilie meist grüngelbliche Blüten hat. Vorsicht! Das Gift der Hundspetersilie wird sehr leicht von Schleimhaut und sogar durch unverletzte Haut aufgenommen! Ggf. zum Testen Handschuhe verwenden und bei häufigem Vorkommen im Garten nur Krause Petersilie verwenden.
> Zubereitung als Gewürz und Gemüse
Die Blätter werden frisch verwendet (nicht getrocknet), gehackt oder fein geschnitten und nicht mitgekocht, sondern erst dem fertigen Gericht kurz vor dem Servieren zugegeben, da sonst der Geschmack und die gesunden Inhaltsstoffe verloren gehen.
Petersilienwurzeln werden wie Gemüse zubereitet, also z.B. kurz in Olivenöl oder einem anderem wertvollen Pflanzenöl erhitzt und dann mit allenfalls wenig zugegebenem Wasser je nach Größe des Schnittgutes 5-10 Minuten zum Garen gedünstet. Ggf. für Cremesuppen oder dergleichen pürieren.
Gesund: Neben ihrem würzigen Geschmack machen sie ein außergewöhnlich hoher Gehalt an Vitamin-C sowie weiteren gesunden Inhaltsstoffen zu einem wertvollen Nahrungsmittel, obwohl sie leider auch gerne Nitrat speichert. ‑> Keinen Kunstdünger verwenden (siehe auch düngen) und nicht in zu großen Mengen genießen.
Hausmittel gegen Mundgeruch: Mit dem Kauen von Blättern soll man den lästigen Geruch von Knoblauch verringern können.
> Heilpflanze und Giftpflanze
 Petersilien Samen nutzte man früher zur gefährlichen Abtreibung 2007-10-21
Heilwirkung: Im Altertum war sie vor allem eine Heilpflanze und wird auch heute gelegentlich noch durch ihre harntreibende Wirkung medizinisch als Nieren- und Blasenmittel genutzt. Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln und Früchte. Die Samen enthalten die höchste Konzentration der Wirkstoffe. Zubereitung getrocknet als Tee. Wirkstoffe sind u.a. enthaltene ätherische Öle (Apiol, Myristicin). Zur Wirkung sind größere Mengen erforderlich, daher werden vor allem Extrakte in Fertigpräparaten verwendet.
Giftig: Apiol und Myristicin wirken auch anderweitig erregend und können dadurch z.B. Muskelkontraktionen der Gebärmutter auslösen und zu einer stärkeren Durchblutung im kleinen Becken führen. Die Samen wurden im Altertum daher auch zur Abtreibung verwendet, wobei die nötige, gefährlich hohe Dosierung auch zum Tod der Mutter führen konnte. Die Redewendung Petersilie bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd bezieht sich darauf, sowie auf die Legende einer potenzfördernden Wirkung beim Mann.
Vorkommen, Biotop: Da sie seit langem weltweit überall angebaut wird, ist ihre genaue Herkunft heute unklar. Wahrscheinlich stammt sie aus dem Mittelmeergebiet. Sie wächst in Felshängen und Brachland, kollin bis montan.
Petroselinum:
πέτροα [petra] griechisch: Felsen
σέλινον [selinon] griechisch: Sellerie
Der Name bezieht sich auf den natürlichen Lebensraum der Petersilie an felsigen Hängen und ihre an Sellerie erinnernde Wuchsform.
crispum lateinisch: Kraus.
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> Petersilie im Blog
> Anbau Erfahrungsbericht
> Petersilie wird gelb, wächst nicht und geht ein
Im Garten wächst sie am möglichst hellen, aber nicht vollsonnigen Standort, z.B. Nordseite einer Hauswand, in feuchtem Boden und normaler Gartenerde (kalkhaltig) meistens problemlos, man muss sie nur alljährlich an einen neuen Platz pflanzen.
Wenn Petersilie gelbe Blätter bekommt, nicht mehr wächst und eingeht, liegt es meistens an einer der folgenden beiden Ursachen:
- Fehlender Kalk im Boden. Petersilie ist kalkliebend und kümmert oder kränkelt daher häufig z.B. in alten Gärten mit vielen Nadelgehölzen, deren Naden den Boden mit der Zeit versauern. Abhilfe: Kalken.
- Pilzkrankheiten: Verschiedene Schadpilze verursachen Wurzelfäule und Stängelfäule (Umfallkrankheit, Keimlingskrankheit oder Petersilienwelke) und sind manchmal auch durch Standortwechsel und Vernichten der befallenen Pflanzenteile im Müll (keinesfalls auf den Kompost) nicht zu bekämpfen. In diesem Fall helfen nur Fungizide, z.B. Contans WG. Voraussetzung für Wirksamkeit und möglichst geringe Gefährlichkeit ist wie bei allen anderen Pflanzenschutzmitteln die *genaueste* Anwendung nach der Anleitung des Herstellers.
> Weitere Krankheiten und Schädlinge bekämpfen
Schnecken
 Petersilie kann man gegen Schnecken und Frost durch Salathauben schützen | 2004-03-30
Petersilie ist eine Lieblingsspeise der Schnecken, uns zwar nicht nur der Nachtschnecken, sondern auch der Schnirkelschnecken, die sie bei uns oft über Nacht vollständig abfressen haben. Hilfe bringen z.B. Salathauben oder Abdeckung der Beete mit Vlies, die allerdings beide die Ernte sehr mühsam machen. Besser sind Schneckenzäune oder bei einzelnen Pflanzen einfach übergestülpte, große, schwarze Blumentöpfe aus Plastik, bei denen man möglichst scharfkantig den Boden herausgeschnitten hat. Siehe auch Schnecken bekämpfen.
2008-03-21 Mathias Birkhäuser
Versuchts mal mit Chili!!! Hab meine Petersilie mit Chilipulver bestreut. Den mögen die Schneckis garnet. Obwohl die schon bis auf die Stengel abgefressen war, konnte er nach der Chilibehandlung wieder gemütlich austreiben.
Zu diesem Thema antworten: Schneckenmittel gegen Petersilie Kahlfraß
> Rezepte mit Wurzelpetersilie
> Verwandte Seiten
> Neuigkeiten, letzte Ergänzungen (History, Log)
- 2010-01-16 Link zur Schlesischen Weihnachtssoße aktualisiert.
- 2009-12-30: 1 Bild ergänzt (Maultaschen mit Petersilie), Seite überarbeitet.
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