
Nach der Blüte allenfalls
auslichten, Verblühtes
belassen -> Beeren.
Zurückschneiden erst
nach der Ernte.
2002-05-01
Direkt nach der Blüte auslichten, nach der Ernte stärker schneiden:
1. Nur 6-10 kräftige gut verteilte Jungtriebe stehen lassen. Wichtig auch für Licht & Luft zur Vorbeugung gegen Krankheiten!
2. Alle anderen direkt über dem Boden abschneiden.
Johannisbeer-Hochstämmchen bringen auch bei sachgerechtem Schnitt erheblich geringere Ernte als Sträucher und müssen - zumindest während sie Früchte tragen - abgestützt werden.
Johannisbeere und Stachelbeere (Ribes uva-crispa) sind besonders anspruchslose Obgehölze im Garten, normalerweise kann man alljährlich große Mengen an Beeren ernten, ohne sich besonders um die Sträucher kümmern zu müssen. Wichtig ist lediglich ein regelmäßiger Rückschnitt, denn überalterte und zu dicht stehende Zweige tragen schlecht. Vögel machen einem die Ernte der säuerlichen Beeren selten streitig, allenfalls bei einer Amsel-Plage im Garten muss man Netze verwenden. An wilden Johannisbeeren wurden dagegen mehr als 30 Vogelarten beobachtet, von ihren Blättern ernährt sich der C-Falter.
Zahlreiche Zuchtsorten haben größere Beeren, reichere und spätere Blüte, um die Erntesaison zu verlängern oder mildere Früchte (Weiße Johannisbeere).
Rote Johannisbeeren sind sehr wertvolles Obst. Sie enthalten viele Vitamine (z.B. Vitamin C), Mineralien (z.B. Kalium, Eisen), sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Durch ihren hohen Fruchtsäure-Gehalt wirken sie leicht abführend.
Johannisbeeren schmecken gut im Müsli, mit Zucker und Milch oder als Johannisbeerkuchen (Träubleskuchen), einer herrlichen schwäbischen Spezialität mit Baiser.

Lange haltbar am
Strauch: 2001-09-10
Ernte & Lagern: Mehrere Johannisbeersträucher im Garten bringen meist viel mehr Beeren hervor, als man sofort verbrauchen kann. Glücklicherweise halten sich reife Johannisbeeren äußerst lange am Strauch, wir ernten normalblühende Sorten nicht selten bis in den August, späte sogar bis in den September. Man lässt die Beeren daher bis zum Verbrauch an den Zweigen hängen, die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben so besser erhalten als bei Lagerung im Gemüsefach des Kühlschranks.
Aufbewahren: Zur längeren Aufbewahrung kann man die Johannisbeeren auch gut Einfrieren. Dazu möglichst vorsichtig abstreifen und in einzelnen Schichten auf einem Tablett schockgefrieren. Anschließend in Tüten verpacken.
Gegen Blattfallkrankheit und Triebsterben an roten Johannisbeeren, die auch an Blutjohannisbeere, Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum) auftreten, soll ein Spritzmittel helfen, das in die Blüte und später wiederholt gespritzt wird (Celaflor Obstspritzmittel WG?). Bei uns trat die Krankheit an Blutjohannisbeeren auf, nach sehr starkem Rückschnitt der betroffenen Pflanzen sind diese neuerdings wieder gesund.

Schadbild der
Johannisbeerblasenlaus
2002-04-17
Rötliche, gekräuselte, blasenartige Blattverformungen sind keine Pilzkrankheit, sondern stammen von der blassgelben Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis), die vom Austriebsbeginn im Frühjahr bis zum Frühsommer oft in größeren Läuse-Kolonien auf der Unterseite der Blätter saugt. Die geflügelte Generation dieser Blattlaus-Art wechselt im Sommer auf den Ziest (Stachys) und andere Lippenblütler (Lamiaceae) als Wirt und legt im Herbst ihre Eier auf der Johannisbeere ab. Eine Bekämpfung ist normalerweise ebenfalls nicht erforderlich. Bei extremem Befall empfehlen sich Spritzungen z.B. mit Rapsöl-Präparaten, die jedoch bereits vor dem Austrieb gegen die Eier vorgenommen werden müssen, da man die Läuse auf den Blattunterseiten schlecht erreichen kann.
Standort:
Volle Sonne oder sehr hell, nicht völlig austrocknen lassen. Anspruchslos, normal düngen und wässern.
Vermehren, Vermehrung:
Leicht durch verholzte Stecklinge im Herbst/Winter zu vermehren.
Sonstiges:
Pflanzen, Pflanzung: Pflanzabstand mindestens 2 m, für bequeme Ernte ringsherum.

Farb-Kombination mit
Ysop (Hyssopus officinalis)
2003-07-07
Durchscheinende rote Johannisbeeren sehen besonders toll aus, wenn man sie mit blauen Blütenstauden kombiniert, z.B. Rittersporn (Delphinium und Consolida) oder Ysop (Hyssopus officinalis).
Biotop, Verbreitung und Häufigkeit: Ribes rubrum wächst auf feuchten, sauren, humusreichen, Lehmböden in Auenwäldern W-Europas nördlich der Alpen. Selten. Gelegentlich aus Gärten verwildert. Kollin bis montan.
Ähnliche Arten mit roten Beeren, Unterscheidung: Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum), meist zweihäusig mit aufrechter Blütentraube (auch zur Fruchtzeit) und Felsenjohannisbeere (Ribes petraeum), mit größeren Blättern (bis 10 cm Ø) und häufig rötlichen Blüten. Beides Alpenpflanzen, montan bis subalpin.