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Mäusedorn, Weihnachtsbeere (Ruscus aculeatus)

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Mäusedorn, Weihnachtsbeere (Ruscus aculeatus) Inhalt Mäusedorn, Weihnachtsbeere (Ruscus aculeatus) Besonderheiten Pflege: Standort, Schneiden, Vermehren (Ansprüche, Kultur) Ähnliche Arten Woher kommt der Name? Heilpflanze, Winterhärte, [...] Go↓

Zuletzt aktualisiert: 2012-12-16
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  STECKBRIEF - ARTINFORMATIONEN  

Familie: Asparagaceae (Spargelgewächse) >
Arten-Anzahl der Gattung Ruscus > (ca.) weltweit: 6
Kategorien, Blütenfarbe, Hauptblütezeit, sonst. Eigenschaften: Pflanzen > | Gehölze > | Grün > | Rot > | August > | März > | Immergrüne Laubgehölze > | Arzneipflanzen > | Mittelmeerflora > | Zweihäusige > |
Blütezeit [?] | Breite/Höhe | Verbreitung, Herkunft:
 II-IV Berries: VIII-III | b/h=1/0,3-0,8m | W-Europe, S-Europe, N-Africa, N-Turkey, Azores | Winterschutz
Pflanzen: Pflanzabstand = 1/2 Wuchsbreite | Pflege: Überwintern Schneiden Düngen Besondere Pflege (ggf.) | Pflanzenpflege | Pflanzen bestellen | Weitere Infos & Bilder, Fotos↓ | Bilder als Liste

Mäusedorn, Weihnachtsbeere (Ruscus aculeatus)

Mäusedorn, Weihnachtsbeere (Ruscus aculeatus) rote Beeren und spitze "Blätter": Phyllokladien
Bild Datum: 2006-10-28 | Foto ID: 2008021701

Besonderheiten

Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus), manchmal auch Weihnachtsbeere, Stechmyrte oder Dornmyrte genannt, fällt einem zunächst durch schöne, glänzende, immergrüne, besonders stachelig zugespitzte "Blätter" und große leuchtend rote Beeren mit etwa 1cm Durchmesser auf. Sie erscheinen ab August, bleiben oft bis zum März am Strauch hängen und machen ihn damit auch zu einem beliebten Weihnachtsschmuck bei den Floristen.

Merkwürdige "Blätter": Bei näherer Betrachtung wundert man sich, warum seine unscheinbaren grünlichen Blüten, die ab Januar erscheinen, sowie die prächtigen Beeren direkt auf den "Blättern" sitzen: Es handelt sich dabei nämlich in Wirklichkeit um kurze, verbreiterte Triebe, die man als Phyllokladien bezeichnet. Die echten Blätter sind zu sehr kleinen, bräunlichen Schuppen reduziert und fallen früh ab.

> Ähnliche Arten: Ähnlichkeit besteht mit der nicht verwandten Torfmyrte (Gaultheria mucronata, syn. Pernettya mucronata), die wegen ihres überreichen Beerenschmucks sehr häufig vor allem im Herbst im Handel ist und bei uns ebenfalls meistens nur im Kalthaus oder mit gutem Winterschutz bzw. Standort mit sehr milder Witterung im Freien zu überwintern ist.

> Bilder - Weitere schönste Fotos aus unserer Sammlung

Mäusedorn ist eine mediterrane Pflanze, die man in Deutschland zwar mit Winterschutz auch im Freien auspflanzen kann, die schönen roten Beeren erhält man jedoch nur bei der Kultivierung im kühlen und sehr hellen Wintergarten. Siehe auch Winterhärte

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> Pflege und Kultur

Standort, Ansprüche:

Licht: Halbschatten, aber so hell wie möglich, sonst lässt die Blüte nach, und es werden weniger Beeren gebildet. Wasser: Feucht halten, aber kein Wasser im Untersetzer stehen lassen, empfindlich gegen Staunässe. Verträgt eher Trockenheit. Im Freiland am besten mulchen. Düngen, pH-Wert: Anspruchslos, der Boden kann nährstoffarm oder nährstoffreich, leicht sauer, neutral oder leicht kalkhaltig sein.

Schneiden:

Abgestorbene Triebe am Ansatz unten abschneiden.

Vermehren:

Leicht durch Teilen im zeitigen Frühling zu vermehren. Aussäen im Kalten Kasten, zur Keimung wird ein Kältereiz benötigt. Bei der Aussaat benötigt man Geduld, die Keimdauer beträgt viele Monate bis zu mehr als einem Jahr.

Sonstiges:


> Überwintern: Nach unseren Erfahrungen (in Berlin und Umland) nicht sicher winterhart bzw. frosthart, insbesondere nicht im Topf. Als Topfpflanze bzw. Kübelpflanze am besten wie andere Kalthauspflanzen überwintern: Rechtzeitig einräumen und nicht vor den Eisheiligen (Mitte Mai) ausräumen, da frische unausgereifte Triebe bereits bei leichterem Frost erfrieren. Überwinterung am besten kühl bis kalt, aber frostfrei, z.B. in ungeheizter Garage, und möglichst hell, da immergrün. Während dieser Ruheperiode sehr wenig gießen, nur nicht völlig austrocknen lassen, nicht düngen.
Frühling: So früh wie möglich im Februar wieder hell und warm stellen, am besten an ein Südfenster in die volle Sonne. Sobald die ersten Blätter ausgetrieben sind, kann man wieder düngen und gießen. An trübem Tag ausräumen oder einige Tage in den Schatten, um die Blätter abzuhärten, können sonst verbrennen. Überwinterungsräume so oft wie möglich bei frostfreiem Wetter lüften.

Tipps zur Kultivierung im Freiland: Im Freien ausgepflanzte Exemplare nach Ende Juli bis Anfang August keinesfalls mehr düngen, damit die Triebe ausreifen (verholzen) können. Sie wachsen sonst weiter statt zu verholzen, und unausgereift sind sie besonders frostempfindlich. Der Platz sollte möglichst geschützt sein, vor allem windgeschützt. Winterschutz empfiehlt sich insbesondere bei jungen Pflanzen: z.B. dicke Schicht aus trockem Laub über den Wurzeln und Nadelgehölzreisig wie Fichtenzweige oder Tannenzweige dicht um die Triebe herum befestigen. Im Herbst gekauften Mäusedorn besser im Haus überwintern und erst im Frühling auspflanzen.
Nur gut angewachsene, ältere Pflanzen sind winterhärter.

Siehe auch Pflanzenpflege Grundsätzliches↓

> Natürlicher Lebensraum (Habitat)

Mäusedorn ist im westlichen und südlichen Europa, dem Mittelmeergebiet, auf den Kanaren und Vorderasien verbreitet.

> Woher kommt der Name?

Der Name bezieht sich wahrscheinlich auf eine frühere Verwendung zur Abwehr von Mäusen durch die spitzen "Blätter".

> Erfahrungen | Tipps | Probleme | häufige Fragen & Antworten (FAQ) | Kommentare | Notizen

> Mäusedorn, Weihnachtsbeere häufige Fragen & Antworten (FAQ)

> Heilpflanze

Mäusedorn ist eine Arzneipflanze gegen Venenbeschwerden, beispielsweise Krampfadern und Hämorrhoiden. Verwendete Pflanzenteile, Wirkung: Inhaltsstoffe aus Spross und Rhizom stimulieren die Muskelzellen in den Gefäßwänden.

> Winterhärte, Frosthärte

Hierzulande ist er nur in milden Lagen ausreichend winterhart bzw. frosthart und benötigt zumindest guten Winterschutz. Sicherer das Überwintern im Kalthaus, zumindest bei jungen Pflanzen. Die Beeren reifen in Deutschland nur im Gewächshaus aus.

> Befruchtung: Warum erscheinen manchmal keine Beeren mehr?

Die Blüten sind zweihäusig verteilt, d.h. es gibt "Männchen" und "Weibchen". Damit die weiblichen Pflanzen Beeren hervorbringen, muss sich als Pollenspender mindestens eine männliche Pflanze in der Nähe befinden. Ausnahme: Bei der Sorte 'Sparkler', einer Auslese mit zwittrigen Blüten, die auch bei der Wildart gelegentlich vorkommen, ist auch Selbstbestäubung bzw. Selbstbefruchtung möglich. Sie eignet sich daher besonders als Kübelpflanze, da man keine zweite Pflanze für die Früchte braucht.

> Taxonomie

Die Gattung wurde früher auch den Mäusedorngewächsen (Ruscaceae), den Maiglöckchengewächsen (Convallariaceae) und den Liliengewächsen (Liliaceae) zugeordnet.

> Ähnliche Arten und Pflanzen am ähnlichen Standort

> Neuigkeiten, letzte Ergänzungen (History, Log)

  • 2012-12-16: Ähnliche Art ergänzt, Seite überarbeitet.
  • 2011-02-16: Taxonomie: Familienzugehörigkeit aktualisiert.
  • 2009-12-19: Seite überarbeitet, verbundene Seiten ergänzt.

Pflege - Kultur Grundsätzliches

Schneiden Umpflanzen Düngen Gießen Licht Vermehren und Überwintern (Winterhärte)

Siehe Pflanzenpflege in 10 Regeln (=Einmal verstehen, und dann *alle* Pflanzen richtig pflegen, schneiden, umpflanzen, düngen, gießen, vermehren und überwintern können.)

Frage (FAQ): Wie und wann schneiden (Schnitt zurückschneiden Rückschnitt) Sonne oder Schatten Wasser (feucht oder trocken Feuchtigkeit Gießen wässern) Standort Boden pH-Wert sauer oder kalkhaltig (alkalisch) Luftfeuchtigkeit düngen (Düngung Dünger) Pflanzung und beste Pflanzzeit (Umpflanzen verpflanzen versetzen umtopfen) überwintern (Überwinterung Winter Frosthärte Winterhärte - winterhart bzw. frosthart bis wieviel Grad) vermehren (Vermehrung Samen aussäen Stecklinge bewurzeln oder teilen Teilung)?

Antwort: Für die Pflege der allermeisten häufigen Pflanzen, zumindest der beliebten Gartenpflanzen, Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen, gelten dieselben grundsätzlichen Regeln, selbst wenn einige der ursprünglichen Wildarten besondere Ansprüche haben wie beispielsweise die Orchideen. In Kultur und im Handel sind hauptsächlich anspruchslosere Arten oder züchterisch insbesondere diesbezüglich verbesserte Zuchtsorten.

Tipps für die Garten-Praxis einschließlich Zimmerpflanzen: Die meisten Krankheiten und Schädlinge kommen nicht durch Pflegefehler, sondern nur durch zu starke Vernachlässigung zustande und lassen sich leicht vermeiden. Weitere Informationen auf unserer Spezialseite Pflanzenpflege Schneiden überwintern vermehren umpflanzen Licht Wasser düngen.

Bei uns werden daher normalerweise alle hier aufgeführten Angaben zu Standort, Pflege usw. der jeweiligen Pflanzen nur dann erwähnt, wenn sich Besonderheiten bzw. Abweichungen der allgemeinen Ansprüche ergeben oder sich Fragen dazu häufen. Im Zweifelsfall können Sie auch [→zur Sicherheit fragen] (bitte die Regeln (Punkt 5) beachten).

Nützliche externe Links (Bookmarks von Gabi & Garten Team)

Kurzinfos

Für Artikel, die sich auf Pflanzen (Pflanzenarten) beziehen: Überblick mit Angaben zur Familie, Artenzahl der Gattung, Blütezeit, Wuchsform (Wuchsbreite und Wuchshöhe) sowie natürliche Verbreitungsgebiet(e) (Heimat) und weitere Kurzinfos siehe Pflanzen-Daten auf einen Blick in der Kurz-Übersicht ↑

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