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Blattläuse bekämpfen (Blattlausmittel)

Blattläuse bekämpfen ohne Gift.
Schadbild an Rosen
Bild Datum: 2004-05-30 | Foto ID: 2007051901
3 schnell wirksame Mittel
Blattläuse bekämpfen ohne Gift ist im Garten und an Zimmerpflanzen meist mit einfacher Methode möglich, wenn man nur *sofort* beim ersten Anzeichen von Blattlausbefall eingreift:
1. Kräftiger Wasserstrahl (Garten: Mit Spritztülle, nicht Brausestab; Zimmerpflanzen: Abbrausen/Badewanne) oder
2. Hausmittel "Biospray": Mit Schmierseife, auch Kernseife genannt (Rezept: ca. 1 Esslöffel pro Liter Wasser) oder Mittel auf Ölbasis, z.B. Celaflor Schädlingsfrei Naturen. Beide Methoden
sind umwelt- und nützlingsschonend.
3. Nützlinge gegen Blättläuse (z.B. Schwebfliegenlarven, Marienkäferlarven)
Nur wenn das nicht hilft u. im seltenen Ausnahmefall:
4. Insektizide (z.B. Dimethoat». Gesundheitschädlich! Umweltschädlich: Nützlings- und bienengefährlich. Außerdem teuer und sehr zeitaufwändig.)
Wichtig: Pflanzenschutzmittel stets genau nach der beiliegenden Anleitung des Herstellers anwenden, da sie sonst nicht richtig wirken, die Umwelt belasten und bereits in geringsten Mengen gefährliche Schäden an der menschlichen Gesundheit wie Krebs, Nervenschädigungen u.a. verursachen können. Insektizide enthalten Gift, dass auch für nützliche Insekten wie Bienen schädlich ist, daher keinesfalls in der Nähe von blühenden Pflanzen oder an Gewässern benutzen, nur bei bedecktem Himmel und abends.
Hat man den besten Zeitpunkt zur Bekämpfung bei Befallsbeginn verpasst, zu dem meist nur wenige Spritzer Pflanzenschutzmittel ausreichen und die einen vor allem bei Zimmerpflanzen häufig sogar schon dauerhaft die Blattläuse loswerden lassen, kommt es meist zu einer Blattlausplage, denn Blattläuse vermehren sich explosionsartig auch durch ungeschlechtliche Jungfernzeugung (Parthenogenese) und ohne die Zwischenstadien von Ei und Larve.
Einfachste Methode im Garten: Abwarten und Tee trinken. Blattläuse insbesondere an großen Sträuchern kann man
im Gegensatz zu Schnecken auch einfach ignorieren, denn in der Regel verschwinden sie plötzlich wieder genau so schnell wie sie gekommen sind ohne einen nennenswerten Schaden zu hinterlassen. Blattläuse haben etliche natürliche Feinde ("Nützlinge"): z.B. Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen und andere. Ausgewachsene große Sträucher im privaten Garten zu spritzen hatte ich persönlich noch nie Zeit oder Lust. Während der Blattlausplage im trockenen Frühsommer gucke ich bei diesen Gehölze einfach weg. Auch das Abschneiden von nicht blühenden, extrem befallenenen Triebspitzen mit schwarzen Läusen an Pfeifenstrauch und Holunder war mir auf Dauer zu unappetitlich und zu aufwändig angesichts der Tatsache, dass nach einigen Wochen der Spuk vorbei ist, auch wenn ich mich nicht damit befasse.
Außer Rosen sind auch einige andere Ziersträucher und Nutzpflanzen im Garten besonders anfällig für Blattläuse, z.B. Holunder (Sambucus nigra), Falscher Jasmin (Philadelphus),
Hibiskus, Eibisch (Hibiscus syriacus), Schneeball (Viburnum) oder auch
die rote Johannisbeere (Ribes rubrum).
- Pflanzen nicht überdüngen, insbesondere Stickstoff (z.B. aus Kunstdünger wie Blaukorn) lässt die Zellen "mastig" und damit anfällig für Krankheiten und Schädlinge werden. Siehe auch Richtig düngen.
- Trockene Luft vermeiden: Pflanzen abbrausen oder mit Wasser besprühen. Geschlossene Räume regelmäßig und richtig lüften (kurz, aber stark, "Stoßlüften", Fenster während der Heizperiode nicht auf Kipp lassen, das verplempert nur wertvolle Ressourcen).
- Blattläuse ohne Gift bekämpfen, chemische Schädlingsbekämpfungsmittel töten häufig auch die Nützlinge.
- Richtige Pflanzenpflege: Für möglichst optimale Kulturbedingungen der jeweiligen Pflanze sorgen, dann wachsen sie kräftiger und sind widerstandsfähig gegen Schädlinge.
Blattläuse lassen sich meist leicht mit bloßem Auge erkennen. Sie sind grün, schwarz oder rötlich und haben teilweise auch Flügel. In Mitteleuropa kommen mehr als 800, weltweit 3000 Arten vor.
Anzeichen für den Befall sind auch verformte (verkrümmte, gekräuselte) Blätter, Triebspitzen oder Blütenknospen, die durch das Aussaugen von Pflanzensaft entstehen.
Durch Blattläuse können sich auch weitere Schädlinge und Ungeziefer ausbreiten, z.B. siedeln sich auf ihren zuckerhaltigen Ausscheidungen (Honigtau) häufig schwarze Rußtaupilze an. Auch die meistens in Blattlauskolonien zu beobachtenden Ameisen ernähren sich davon: Sie "melken" die Läuse.
Schadbilder der Blattläuse - Blattlauskolonien mit Ameisen an frischen Triebspitzen und Blattunterseiten am Garten-Eibisch (Hibiscus syriacus):