Inhalt
Schnecken bekämpfen schnell und einfach

Schnecken Rote Nacktschnecke (Rote Wegschnecke)
Bild Datum: 2001-10-03
Schneckenbekämpfung - Was tun gegen Schnecken?
Schnecken bekämpfen gehört zu den besonders lästigen und ärgerlichen Arbeiten im Garten, und es gibt daher zur Schneckenbekämpfung ebenso wie
auch gegen den Maulwurf oder Wühlmäuse ungezählte Tipps und Ratschläge zu
Methoden, die angeblich helfen sollen. Wir kennen nur 3 wirksame Maßnahmen,
2 Mittel davon sind ohne Gift.
Wichtig für den Erfolg ist wie bei der Schädlingsbekämpfung allgemein ein
möglichst frühes Eingreifen, sobald man die ersten Schleimspuren entdeckt.
Schadbild: Blattschäden - Löcher, zerfressene Blätter bis hin zum
Kahlfraß, Unterscheidung von dem der Raupen
durch eine Schleimspur oder auch durch Kothäufchen z.B. im Salat.

Salathauben sind die beste Abwehr-Methode bei der Anzucht von Jungpflanzen
2007-04-26
1. Salathauben verwenden: Die Salathaube kann man nicht nur für Salat,
sondern für alle Pflanzen verwenden. Sie ist im Garten äußerst
praktisch, denn sie schützt die Sämlinge und andere Jungpflanzen nicht nur vor Kälte, pladderndem
Regen und gleißender Sonne, sondern auch vor Schnecken. Wichtig: Den unteren
Rand gegen Durchkriechen sehr sorgfältig und vollständig mit einer Sandschicht bedecken. Gefährdete Pflanzen
wie Salat, Dahlien, Rittersporn, Petersilie sind besonders im Jungstadium eine Lieblingsspeise der Schnecken, in der späteren Größe, bei der man die Salathauben entfernen muss, sind die Blätter nicht mehr so zart und die Schäden halten sich dann
meistens in erträglichen Grenzen.
Manchmal hilft es auch schon, Plastikblumentöpfe mit abgeschnittenem Boden
um die jungen Pflanzen zu stecken oder das Gemüsebeet dicht mit Vlies abzudecken.
2. Schneckenzaun: Auch die Schneckenzäune aus dem Fachhandel mit ihren
scharfen Kanten oben und mindestens ca. 20 cm Höhe ingesamt (min. ca. 10 cm
davon unter der Erde verlegen) sowie auch elektrische
Schneckenzäune sind sehr wirksam, sofern man folgend Punkte beachtet:
- Schneckenzäune absolut dicht um die Beete mit den gefährdeten Pflanzen
aufstellen
- Keine Blätter darüber hängen lassen, da diese von den Schnecken als Leiter
benutzt werden.
- Anfangs genauestens auf "Altlasten" innerhalb der Schneckenzäune achten, da
die Schneckeneier im Boden liegen.
Leider gibt es einen Schneckenzaun meist noch nicht so günstig zu
kaufen, sodass die meisten Leute nach wie vor zum Gift greifen:
3. Schneckenkorn, z.B. Neudorff Ferramol, ist zur Schneckenbekämpfung die beliebteste Methode,
wenn man die Schnecken schnell und einfach durch Vergiften loswerden will. Wichtig:
Anleitung des Herstellers genauestens beachten (insbesondere bei trockenem
Wetter etwas anfeuchten), da es sonst nicht richtig wirkt
und Schäden verursachen kann.
Ferramol enthält als Wirkstoff Eisen-III-phosphat, eine
anorganische Verbindung, die auch natürlich im Boden vorkommt und von
Mikroorganismen umgewandelt in Eisen und Phosphat pflanzliche Nährstoffe
liefert. Eisen-III-phosphat gilt derzeit meist auch im Schneckenkorn als nützlingsschonend und ökologisch unbedenklich,
tötet aber auch die geschützten Weinbergschnecken (Helix pomatia). Wirkstoffe in einigen anderen Schneckenkorn Mitteln sind
Metaldehyd, und die starken Nervengifte und für Wasserorganismen sehr
giftigen Methiocarb und Thidicarb, die dagegen zumindest in größeren Mengen auch zu
Vergiftungen von anderen Tieren und Menschen führen können.
Schneckenkorn sollte man
daher allenfalls dort einsetzen, wo es ausgeschlossen ist, dass Kleinkinder oder
Haustiere damit in Berührung kommen.
Einsatz von Gift im
Garten und chemische Pflanzenschutzmittel sind immer heikel: Schon oft stellte sich
dabei erst (zu) spät heraus, welche
gefährlichen Schäden von zunächst für harmlos gehaltenen Chemikalien im Ökosystem oder/und an der Gesundheit des
Menschen oder der Haustiere angerichtet werden können.

Foto: Schneckenplage
Rote Nachtschnecken (Rote Wegschnecken) an Erdbeeren.
2002-06-19
Schnecken sind mit die schlimmste Plage im Garten, während man Blattläuse und
andere Schädlinge normalerweise einfach ignorieren kann, ist das bei Schnecken
leider nicht möglich, sofern man einen Nutzgarten hat oder wenigstens
gelegentlich einmal Petersilie oder einige Erdbeeren ernten möchte. Sicher jeder
hat schon erlebt, wie über Nacht sämtliche mühsam ausgesäten und
herangezogenen Salatpflanzen und ähnliches abgefressen waren.
Maßnahmen und Mittel, die bei uns *nicht* halfen
1. Absammeln: Man kann morgens und abends alle Schnecken absammeln,
Bretter sind ihr Lieblingsplatz, insbesondere bei Regen. Bei uns half das allenfalls in Jahren mit vereinzelten
Schnecken, bei einer Schneckenplage ebenso wenig wie
2. Natürliche Barrieren: Branntkalk, Algenkalk, Holzasche, Sand,
Sägemehl, Fichtennadeln und ähnliches wirken allenfalls bei Trockenheit, bei der
die Schneckengefahr ohnehin gering ist, und müssten bei Regenwetter ständig
erneuert werden. Abschreckende Düfte durch Blätter von
Holunder, Tomaten, Lebensbaum (Thuja) usw. wirkten
bei uns ebenso wenig gegen Schnecken wie gegen Maulwürfe.
3. Bierfallen: Bei der Bierfalle gräbt man Plastikbecher oder Gläser
bis zum Rand ein und füllt sie bis zu einer Höhe von ca. 3 cm mit Bier. Dieses
ebenfalls einfache Mittel scheint zwar mitunter zunächst mit gutem Erfolg Schnecken (aber leider auch andere kleinere Gartenbewohner!) zu
fangen, und es ist vielleicht auch ein angenehmer Tod im Suff zu
ertrinken. In regnerischen Jahren mit starker Schneckeninvasion kann man jedoch bis zum Sankt-Nimmerleinstag fangen,
und die
Fraßschäden bleiben. Immerhin dürfte man damit
den Nachbarn eine Freude bereiten, aus deren Garten die Schnecken dem Biergeruch
folgend zügig abwandern.
Mir persönlich sind diese Methoden auch zu
eklig, ebenso wie gefangene Schnecken zu zerschneiden, mit
kochendem Wasser zu überbrühen und
das Einfrieren im Tiefkühlfach
natürlich erst recht. Zur
Tierquälerei wie
Ertränken im Wassereimer mit Spülmittel oder gar einem besonders qualvollen
Tod durch
Überstreuen mit Salz sollte man sich trotz aller Wut über die Fraßschäden
nicht hinreißen lassen: Wenn man aus Notwehr töten muss, dann nur schnell und
schmerzlos und nicht wie Besessene bösartig und fanatisch.
Auch Laufenten oder Hühner kommen bei uns als
Schneckenvertilger nicht in Frage (mir reicht es schon, mit unseren Hunden
alle Nase lang im Wartezimmer des Tierarztes zu verbringen...). Schneckenbekämpfung durch Laufenten siehe auch unten Erfahrungsberichte.
Lebermoosextrakt/Lebermoosextrakte wirken *nicht*». Schneckenbekämpfung und Vorbeugung @ lfl.bayern.de (Bayerische Landesanstalt für Landwirschaft)
Manchmal hört man, man solle Schnecken lebend fangen und in den Wald oder
ähnliche Gebiete in der Natur fahren, vielleicht noch Benzin verbrauchend mit
dem Auto. Zum Glück gibt es wohl kaum jemanden, der die Zeit hat, solche
Ratschläge zu befolgen, denn damit kann man das Ökosystem empfindlich schädigen:
Insbesondere wenn sich die schlimmsten der Schadschnecken darunter
befinden, die eingewanderten Spanischen
Wegschnecken (Arion lusitanicus), die zu den Neozoen (invasive
fremdländische Arten) gehören, welche sich massiv ausbreiten, einheimische Arten
verdrängen und ohne natürliche Feinde hier nicht selten besonders gefährliche
Schädlinge sind.
Eine in der Praxis besser brauchbare Maßnahme ist es, getötete Schnecken in
einem Loch zu vergraben, z.B. auch in einer sorgfältig wieder
verschlossenen Vertiefung im Komposthaufen. Schneckenleichen locken sonst wie Bier noch
viele weitere Schnecken an, sie sind Kannibalen.
Wie immer ist Vorbeugen besser als Heilen, folgendes hilft in der
Regel recht gut, zumindest um extreme Schneckenplagen zu vermeiden:
- In gefährdeter Umgebung keine
Studentenblumen pflanzen, diese
Lieblingsspeise lockt Schnecken oft in großer Anzahl an.
- Nicht mulchen, wenn, dann nur dünn mit gehäckseltem, trockenen
Stroh, keinesfalls mit frischen Pflanzenresten, die ebenfalls gerne
gefressen werden und darüber hinaus einen idealen feuchten, kühlen
Schlafplatz bieten.
- Nur morgens gießen, damit die Pflanzen schnell abtrocknen, möglichst
nicht flächendeckend sprengen.
- Beete erst nach dem Frost umgraben, um den Schnecken keine gemütlichen
Überwintersplätze einzurichten.
Bekannteste Lieblingsspeisen, die durch Schneckenfraß stark geschädigt werden oder eingehen, sind Salat, Erdbeeren (Fragaria x ananassa) und Studentenblumen (Tagetes).
Aber auch viele andere Sommerblumen, Stauden und Nutzpflanzen im Garten sind besonders gefährdet, z.B.
- Petersilie (Petroselinum crispum),
- Hohe Glockenblume, Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) (diese beiden werden bei uns vor allem durch
Gehäuseschnecken abgefressen, die oft als harmlos bezeichnet werden),
- Rittersporn (Delphinium),
- Dahlien (Dahlia),
- Taglilie (Hemerocallis),
- Tränendes Herz (Dicentra spectabilis),
- Funkien (Hosta) oder auch
- Narzissen, Osterglocken (Narcissus),
- Christrose (Helleborus niger) und viele weitere:
Bei schweren Schneckeninvasionen stellt man oft mit Schrecken fest, dass es kaum krautige Pflanzen gibt, die verschont werden.
Ziersträucher und Kletterpflanzen sind meist resistent, Ausnahme: Hortensie (Hydrangea macrophylla) und Clematis.
Jeder schneckengeplagte Gärtner musste wohl schon die Erfahrung machen, dass kaum eine Pflanze wirklich schneckenresistent ist, manche sind aber normalerweise deutlich weniger gefährdet. Pflanzen, die Schnecken meiden, sind z.B. alle Ziergehölze (außer Clematis und Hortensien (Hydrangea)) und
Ziergräser.
Aber auch etliche Nutzpflanzen, Sommerblumen und Stauden werden nur im Notfall angefressen, einige Beispiele dafür sind
Zierpflanzen:
- Löwenmaul (Antirrhinum),
- Akelei (Aquilegia),
- Frauenmantel (Alchemilla),
- Storchschnabel, Storchenschnabel (Geranium),
- Felberich (Lysimachia),
- Schafgarbe (Achillea),
- Ziest (Stachys),
- Goldrute (Solidago),
- Ehrenpreis (Veronica),
- Phlox, Flammenblume (Phlox paniculata),
- Lungenkraut (Pulmonaria),
- Polsterglockenblume (Campanula poscharskyana),
- Immergrün (Vinca minor),
- Nelken (Dianthus spec.),
- Purpurglockchen (Heuchera),
- Silberkerze (Actaea racemosa, syn. Cimicifuga racemosa),
- Sonnenbraut (Helenium),
- Jungfer im Grünen (Nigella),
- Goldmohn (Eschscholzia californica),
- Kosmea (Cosmos bipinnatus).
Topfpflanzen: Geranien (Pelargonium),
Fleißiges Lieschen (Impatiens) und etliche weitere.
Artenzahlen, Anzahl der Schneckenarten: Schnecken sind neben den
verwandten Muscheln und Tintenfischen mit weltweit bisher bekannten über
40.000 Schneckenarten (-100.000?) die größte Gruppe (Klasse) der
Weichtiere (Mollusken, Mollusca), die ihrerseits mit insgesamt etwa
50.000 Arten (-125.000?) nach den Gliederfüßlern den hinsichtlich der Artenzahl
zweitgrößten Tierstamm darstellen. In Mitteleuropa sind etwa 800 ?
Schneckenarten natürlich verbreitet, wichtige einheimische Schnecken im
Garten gibt es leider oft in großer Individuenzahl, aber immerhin nur in
überschaubarer Artenzahl von etwa 10 Schadschnecken Arten.
Wissenswertes
Die Augen der Schnecken sind meist an der Spitze der Fühler.
Man unterscheidet zwischen Lungenschnecken (Landlungenschnecken und
Wasserlungenschnecken) und Kiemenschnecken (die meisten Wasserschnecken,
Süßwasserschnecken und Schnecken im Meer).
Landschnecken sind meist Zwitter mit männlichen und weiblichen
Geschlechtsorganen.
Kennzeichen zur Identifizierung, häufigste Schnecken im Garten
Wegschnecken (Familie Arionidae) Atemloch vor der Mitte
des Mantelschildes
Wegschnecken (Gattung Arion) werden etwa 2-3 Jahre alt.
Rote Wegschnecken. Die drei folgenden Arten sind je nach
Lebensraum (feucht und kühl oder warm und trocken) verschieden gefärbte, äußerst
ähnliche schwarze, braune, graue oder rote Nacktschnecken, die bei
einer Länge von 13 cm und weniger
nur von Spezialisten durch Sezieren an ihrem unterschiedlichen
Geschlechtsapparat unterschieden werden können:
- Rote Wegschnecke, Große Wegschnecke (Arion
rufus), häufigste einheimische Art, Wälder und Wiesen, rot bis schwarz, bis
18 cm lang.
- Schwarze Wegschnecke (Arion ater), seltener, Wälder,
fast immer schwarz, bis 13 cm lang. Gemeinsame
Vorkommen nur in Schleswig-Holstein?
- Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) braun oder rot,
bis 12 cm lang, fremde Art, die sich auch in Deutschland und Nachbarländern
massiv ausbreitet, da sie unempfindlicher gegen Trockenheit und Sonne und somit insgesamt wesentlich aktiver als bei uns einheimische rote Wegschnecken ist.
Gartenwegschnecke (Arion hortensis Gruppe) bis 4 cm lang,
schwarz oder dunkelbraun mit orangefarbener Sohle. Spezialisten
unterscheiden darunter noch 3 eigenständige Arten. Verträgt Kälte und ist
auch im Winter aktiv.
Egelschnecken (Familie Limacidae) Atemloch hinter der
Mitte des Mantelschildes
- Genetzte Ackerschnecke (Doroceras reticulatum) beige,
hellgrau oder dunkelbraun, teilweise gefleckt, bis 5 cm lang. Fressen bei
feuchter Witterung oberirdisch und bei Trockenheit unterirdisch auch Wurzeln
und werden etwa 1 Jahr alt.
- Große Egelschnecke, Tigerschnegel (Limax maximus) beige
oder hellbrau mit tigerähnlichen Flecken und dunklen Steifen, bis 20 cm lang.
Meist nützliche
Schnecke(!), die sich vor allem von Aas, Pilzen und totem
Pflanzenmaterial ernährt und nur selten Fraßschäden an Blüten und Früchten verursacht.
Fressen auch andere Nacktschnecken(?)
Gehäuseschnecken bevorzugen kalkhaltige Böden, da sie Kalk für ihr Gehäuse (=
Kalkschale) benötigen.


Hainschnirkelschnecke (links): Brauner Mantelsaum.
Gartenschnirkelschnecke (rechts): Weißer Mantelsaum.
Fotos: 2007-07-01

Baumschnecke:
Mit Karomustern.
2007-06-30

Die Weinbergschnecke
(Helix pomatia)
ist an ihrer Größe
bis
5 cm zu erkennen.
2007-07-01
Schnirkelschnecken (Familie Helicidae)
- Schnirkelschnecken (Cepaea) klettern oft in Sträucher und Bäume,
wo sie auch oft schlafen. Selten kommt es jedoch zu Schäden (z.B. Rote
Johannisbeere, Kirschbaum oder anderen Obstgehölze) Bei uns ist sie
besonders oft auch am Ranunkelstrauch (Kerria japonica) zu beobachten.
Ähnliche Arten:
- Hainschnirkelschnecke (Cepaea nemoralis) helle Schale oft mit braunen Bändern/Steifen, Breite/Höhe: ca. 1,6/2 cm, Schalenöffnung/Mantelsaum
braun.
- Gartenschnirkelschnecke, Gartenbänderschnecke (Cepaea
hortensis) sehr ähnliche Art, jedoch Schalenöffnung/Mantelsaum
weiß.
- Baumschnecke, Gefleckte Schnirkelschnecke (Arianta arbustorum)
braune Schale mit dunkelbraunen Streifen und Karomustern, ähnlich
wie Gefleckte Weinbergschnecke. Breite/Höhe: ca. 1,6/2 cm. Verursacht bei uns
im Garten schwere Fraßschäden meist bis zum Kahlfraß vor allem an Petersilie
und Hoher Glockenblume (Campanula persicifolia).
- Weinbergschnecken (Helix pomatia) mit bis zu 5 cm Höhe und Breite
eine besonders große, kugelige Schnecke, unverwechselbar. Steht
unter Naturschutz, nachdem sie von Sammlern
als Delikatesse fast ausgerottet wurde. Die Weinbergschnecke wird für
kulinarische Zwecke heute normalerweise in Scheckenfarmen gezüchtet und kann
ein bemerkenswertes höheres Alter erreichen: In der Natur wird sie meist 5-6(-8) Jahre alt, im
Terrarium soll sie sogar schon über 20-30 Jahre alt geworden sein!
- Gefleckte Weinbergschnecke, Gestreifte Gartenschnecke (Cornu
aspersum syn. Helix aspersa) braune Schale mit dunkelbraunen
Streifen und Karomustern, ähnlich der Baumschnecke Breite/Höhe: ca. 4 cm.
Schließmundschnecken (Clausiliidae) langgestreckte
Schnecken an Baumstämmen, Mauern und Felsen. Oft schwer zu unterscheiden.
- Baumschließmundschnecke (Balea perversa)
Wasserschnecken im Gartenteich sind normalerweise nützlich, denn sie ernähren
sich von toten Pflanzenteilen und Algen und verbrauchen Kalk für ihr Gehäuse.
Wasserlungenschnecken (Unterordnung Basommatophora) atmen
normalerweise an der Wasseroberfläche, haben nur 1 Paar Fühler und ihre Augen
an deren Basis. Die Gattungen der beiden folgenden Familien sind oft nur schwer
zu bestimmen:
Tellerschnecken (Familie Planorbidea)
- Posthornschnecke (Planorbarius corneus), häufigste und
größte einheimische Art bis über 4 cm Durchmesser.
- Flache Tellerschnecke (Planorbis planorbis)
Schlammschnecken (Familie Lymnaeidae)
- Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis), häufigste
und größte einheimische Art bis 6 cm hoch. Wichtige Art zur
Algenbekämpfung, die manchmal auch Fraßschäden verursacht, ernsthafte
Schäden sind jedoch sehr selten. Ähnliche Art: Galba palustris,
bis 30 cm hoch.
- Ohrschnecke (Radix auriculata)
Kiemenschnecken können im Teich am Grund leben.
- Sumpfdeckelschnecke (Viviparus viviparus) mit einer
Größe wie etwa die Weinbergschnecke die größte Wasserschnecke unserer
Binnengewässer, die als Besonderheit lebende Jungtiere zur Welt bringt
(‑>wissenschaftlicher Name!)